Dreyer: Team bekämpft alle Widerstände / Orry Bischert springt in die Bresche

Vier Verteidiger verletzt – aber kein Verdruss in Verden

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Blicke sagen mehr als tausend Worte: Steen Burford wurde im Match gegen Worpswede früh von Co-Trainer Slawa Slaschjow zur Bank geführt. Verdens Verteidiger fällt mit Bänderriss im rechten Sprunggelenk für den Rest des Jahres aus. ·

Verden - Von Ulf von der EltzPhilipp Breves war bereits die Nummer vier – mit Bänderverletzung im Sprunggelenk musste der Abwehrchef in Heeslingen frühzeitig vom Platz. Bei Fußball-Bezirksligist FC Verden 04 herrscht größte Personal-Not in der Verteidigung – ausgerechnet vorm wichtigen Verfolgerduell am Sonntag gegen den TuS Zeven.

„Das ist schon ein Spiel, in dem für uns die Richtung angezeigt wird. Wie auch eine Woche darauf im Derby beim MTV Riede“, stellt Jens Dreyer die Bedeutung des Duells Dritter gegen Vierter heraus. Beide Teams sind punktgleich mit dem zweitplatzierten TuS Wallhöfen (alle 27). Doch trotz aller Abwehrsorgen sieht der Trainer keinen Grund zum Klagen: „Die Mannschaft hat gelernt, sich der Misere zu stellen und gegen sämtliche Widerstände anzukämpfen. Das ist eine neue Qualität bei uns.“

Angesichts der 76 Gegentreffer, vergangene Saison mitverantwortlich für den Abstieg aus der Landesliga, hätte den Domstädtern bei der Ausfall-Liste angst und bange werden müssen. Neben Breves, der wenigstens noch auf einen Einsatz gegen Zeven hofft, reißen zwei weitere Innenverteidiger Lücken: Adrian Hector (Innenbandanriss im Knie) und Fynn Warnken (Studium in Köln) – beide kehren in diesem Jahr nicht mehr zurück in den Kader. Darüber hinaus zog sich Steen Burford gegen Worpswede einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zu – auch für den Linksverteidiger ist damit Schluss für 2013.

Dass die Domstädter dennoch mit 14 Gegentoren hinter dem souveränen TSV Bassen (5) die zweitbeste Abwehr stellen, hat für Coach Dreyer zwei Gründe: „Weil es in der Vergangenheit gerade hinten gehapert hatte, liegt bei mir der Hauptaugenmerk auf der Defensive. Da zeigt das ganze Team Bereitschaft mitzuarbeiten. Nach anfänglichen Problemen mit den Pleiten in Langwedel und Wallhöfen haben wir das in den Griff bekommen.“ Weiterer positiver Aspekt: In Orry Bischert hat sich ein Sechser in der Abwehrmitte etabliert und bildet mit Breves ein Klasse-Duo.

Diese Stabilität verleiht den Verdenern auch das Selbstbewusstsein, enge Partien in der Schlussphase noch hellwach für sich zu entscheiden – siehe Dörverden, Ostereistedt und zuletzt Heeslingen, wo in der Nachspielzeit der 2:1-Siegtreffer gelang. Dreyer: „Da-

Gegen Zevens Topsturm

auf dem Prüfstand

bei haben wir dort erst in der 75. Minute mit dem 1:1 einen Rückschlag erlitten. Manch anderes Team lässt sich dann noch einen einschenken und verliert.“

Nicht so der FC, der auch diesen Widerstand gebrochen hat und seinen Trainer für die kommenden wichtigen Aufgaben optimistisch macht: „Das Team ist ungeheuer gefestigt, will mit toller Moral die Partien zu Ende spielen. Daher habe ich ein ordentliches Gefühl.“ Schließlich sei nicht selbstverständlich gewesen, dass sich die Allerstädter nach Abstieg und personellem Aderlass zu den Topfavoriten der Liga gesellen können.

Trotzdem hebt der 45-jährige Übungsleiter (noch) warnend den Zeigefinger: „Keiner weiß, wie lang unser Atem ist. Bald kommt die Winterpause, danach müssen wir einen guten Start erwischen. Denn wir wollen so lange wie möglich oben mitspielen und das Optimum herausholen. Die Tendenz stimmt.“ Das macht Dreyer zwar nicht an einem Platz fest – aber jedem sollte klar sein, dass das Optimum in diesem Fall nur Rang zwei und die Relegation sein dürften.

Wobei die Blau-Weißen schon am Sonntag auf dem Prüfstand stehen. Nicht nur der Sturm, der immer für Tore gut ist – vor allem wieder die Abwehr, reist der TuS Zeven doch mit den gefährlichen Angreifern Lars Brand und Tobias Mannke an. Beide haben bereits neun Buden auf dem Konto.

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