Viel zu wenig investiert

TBU gibt Sieg gegen Wolfenbüttel in Überzahl leichtfertig aus der Hand – 1:1

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Uphusens Unglücksrabe: Ricardo Marafona da Costa vergab das 2:0 und verursachte einen Strafstoß.

Uphusen - Der Schlusspfiff war schon einige Minuten verklungen, da saß Achim Hollerieth noch immer gedankenverloren auf seinem Stuhl am Spielfeldrand. Dabei schüttelte der Trainer des TB Uphusen immer wieder seinen Kopf. Zu groß war einfach die Enttäuschung nach dem 1:1 (1:0) im Kellerduell der Fußball-Oberliga gegen den MTV Wolfenbüttel.

„Mir fehlen wirklich etwas die Worte. Da führen wir und spielen 45. Minuten in Überzahl und liefern dann so eine zweite Halbzeit ab. Dabei hatte ich in der Pause explizit darauf hingewiesen, dass wir den Ball und Gegner laufen lassen müssen. Was wir dann aber gezeigt haben – das war nur noch Standfußball. Und das ärgert mich. Daher hatten wir den Sieg auch nicht verdient“, verdeutlichte Hollerieth. „Woran das liegt – ich kann es mir nicht erklären. Eventuell sind hier auch einige zu schnell zufrieden. Dabei hätten wir heute einen großen Schritt machen können. So hängen wir aber weiter tief unten drin.“

Zum Unglücksraben auf Seiten des TBU avancierte dabei Ricardo Marafona da Costa. Hatte Uphusens Youngster in der 77. Minute nach einem Konter und Pass von Rilind Neziri freistehend die große Chance zum vorentscheidenden 2:0 vergeben, holte er in der 83. Minute nach einer Ecke Wolfenbüttels Joscha Plünnecke im eigenen Strafraum von den Beinen. Zwar war TBU-Keeper Christian Ahlers-Ceglarek beim fälligen Strafstoß von Tim Heike noch am Ball, doch verhindern konnte er das 1:1 nicht. 

Erst nach diesem Schock kam wieder etwas Bewegung ins Spiel der Gastgeber. Richtig gefährlich wurden sie dabei aber nicht mehr, da entweder die Standards zu schlecht geschossen waren, oder im Abschluss die letzte Konsequenz fehlte. Daher konnten die Uphuser am Ende sogar noch froh sein, dass der MTV kurz vor dem Abpfiff einen Konter nicht gut ausspielte und die Chance auf den möglichen Siegtreffer leichtfertig vertändelte. Allerdings wäre das auch des Guten zu viel gewesen. 

Konnte es nicht fassen: Trotz bester Möglichkeiten in der ersten Halbzeit und einer 45-minütigen Überzahl reichte es für Faruk Celik (l.) und den TBU nicht zum Sieg.

Denn letztlich mussten die Gäste froh sein, dass die Partie nicht schon zur Pause entschieden war. Denn trotz bester Chancen von Faruk Celik (6./17.) und Rilind Neziri (12./20.) führte die Hollerieth-Elf nur mit 1:0. Für den Treffer zeichnete Robert Littmann mit einem Freistoß aus gut 30 Metern verantwortlich. Auch wenn der Ball noch aufsetzte, machte MTV-Keeper Marvin Hoffmann dabei nicht die beste Figur. Als dann auch noch Sebastian Schlüschen (45.) bei den Gästen mit der Ampelkarte vom Feld musste, sprach vieles für einen Erfolg des TBU.

Doch daraus wurde nichts, da die Gastgeber nach dem Wechsel viel zu wenig investierten. Kein Wunder, dass Hollerieth irgendwann der Kragen platzte und er seinem Unmut lautstark Luft machte. Aber auch das verfehlte seine Wirkung. Selbst eine Glanzparade von Ahlers-Ceglarek (78.) gegen Tim Heike war nicht der erforderliche Weckruf. Denn die Uphuser konnten den Hebel nicht mehr umlegen, während der MTV weiter an sich glaubte und dafür letztlich auch belohnt wurde.

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