Was ein verrückter Ritt in einem verrückten Landesliga-Fußballspiel

TSV Ottersberg siegt nach 0:2 noch 3:2 über TSV Elstorf

Ottersbergs Marcel Brendel (weißes Trikot) leitete gestern beim spektakulären 3:2-Erfolg über den TSV Elsdorf die Wende ein.
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Ottersbergs Marcel Brendel (weißes Trikot) leitete gestern beim spektakulären 3:2-Erfolg über den TSV Elsdorf die Wende ein.

Was für ein Spiel in der Fußball-Landesliga zwischen dem TSV Ottersberg und dem TSV Elstorf, das die Gäste lange Zeit nach Belieben beherrschten und viel höher als nur 2:0 hätten führen müssen. Doch dann brachen bei den Elstorfern nach einem kuriosen Freistoßtor der Ottersberger alle Dämme.

Ottersberg – Was für ein verrückter 30-Minuten-Ritt in einem völlig verrückten Landesliga-Match, in dem der TSV Ottersberg nach 60 gespielten Minuten aufgrund der zahlreichen Top-Torchancen des TSV Elstorf vor heimischer Kulisse viel höher als nur 0:2 hätte zurückliegen müssen. Als dann der kuriose Anschlusstreffer wie aus dem Nichts für die Hausherren fiel, brachen bei den Gästen völlig unnötig alle Dämme und die Wümme-Elf konnte so letztlich noch einen nicht mehr für möglich gehaltenen 3:2 (0:2)-Erfolg feiern.

„Das sind Spiele, die kann man einfach nicht erklären“

„Das sind Spiele, die kann man einfach nicht erklären“, zeigte sich nach dem Abpfiff auch Ottersbergs Trainer Mike Barten überwältig von dem Spielverlauf an der Wümme, wo es bis zur 60. Minute danach aussah, als sollten die Platzherren ein echtes Waterloo erleben. Denn quasi im Minuten-Takt boten sich den später völlig konsternierten Gästen beste Torchancen, doch Teufelskerl Leon Seeger bekam an fast jeden Ball noch irgendwie die Hand heran. „Allerdings war es ja schon fast kläglich, was wir da aus kürzester Distanz haben liegen lassen. Wir müssen uns da selbst an die Nase fassen. Einfach dilettantisch“, brachte es da Elstorf Marek Visser später auf den Punkt. Die Möglichkeiten aufzuzählen – dafür reicht hier einfach nicht der Platz.

Zumindest zweimal allerdings brachten die Gäste das Runde ins Eckige. Erst nach einem kapitalen Bock von Martin Janot direkt nach dem Anstoß zum Spiel, als er das Leder mustergültig den lauernden Timo von Reith vorlegte und der nach wenigen Sekunden das 0:1 bejubeln durfte. Einen drauf setzte wenig später Kevin Genske mit dem 0:2 (20.). Auffällig dabei: Immer wieder wurden die Ottersberger durch lange Bälle auf die Außen vor große Probleme gestellt. „Deshalb bin ich zur Pause auch erstmals sehr laut mit sehr deutlichen Worten geworden. Ich hatte das Gefühl, ich müsste die Jungs erst noch wachrütteln. Es hat ja gar nichts gepasst bei uns“, so Barten.

Kai Schmidt mit einem Doppelpack

Das schien sich in Abschnitt zwei auch nicht ändern zu wollen. Bis, ja bis Marcel Brendel mit einem kuriosen Freistoßtor die Wende heraufbeschwor. Denn während die Gäste noch ihre Mauer stellten, schob er den Ball ins leere Tor (60.) – was ein Schülerfehler! Und ab da nahm die wilde Fahrt ihren Lauf. Nun standen die Ottersberger urplötzlich besser im Raum, fingen nun viele Bälle ab und kamen ihrerseits zu guten Chancen. So beim Ausgleich, als der starke Jannik Tölle einen Brendel-Freistoß auf Kai Schmidt köpfelte, der am langen Pfosten nur noch eindrücken brauchte (75.). Derselbe Akteur traf nach Flanke von Roman Janot dann gar zum 3:2 (82.). Obwohl dann Justin Schmidt Gelb-Rot sah (85.), fiel den Elstorfen nichts mehr ein.

Von Frank Von Staden

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