Verdener setzt Schlusspunkt gegen Eintracht Lüneburg nach Kopfball-Doppelpass / Temps Torheit

Homann zeigt die hohe Kunst – 6:3

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Das 1:0 für Verden: Marco Wahlers (Nr. 3) köpfte ein. Am Ende feierte der FC ein 6:3 gegen SV Eintracht Lüneburg.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Spiele auf Kunstrasen – daraus macht Fußball-Landesligist FC Verden 04 neuerdings richtige Spektakel. Zwei Wochen nach dem 8:0-Kantersieg über den TSV Dannenberg sahen die Fans am Sonntag gleich noch einen Treffer mehr: Die Leilo-Elf entledigte sich mit einem 6:3 (4:1)-Erfolg über die SV Eintracht Lüneburg erst einmal der gröbsten Sorgen.

Dass dabei nach einer sicher scheinenden 4:1-Führung noch gezittert werden musste, war ebenfalls außergewöhnlich – aber einer Torheit von Mirco Temp geschuldet. Völlig unnötig kassierte der vor der Pause bereits wegen Meckerns verwarnte Stürmer nach einem Foul an der Mittellinie die Gelb-Rote Karte (58.) und brachte die Allerstädter damit in Nöte. „Da hat er sich absolut unclever verhalten“, haderte Ziad Leilo.

Der FC-Coach hatte bis dahin das schöne Gesicht seiner Mannschaft gesehen. Mit enormem Einsatzwillen war die teilweise umgekrempelte Truppe (Turgay, Halinger und Ahmed Leilo aus dem Kader gestrichen, Zimmermann sowie Arnhold nur auf der Bank) über die Salzstädter hinweg gefegt. Das auch noch mit einem Verteidiger, der den Fuß ständig auf dem Vorwärts-Pedal hatte: Marco Wahlers legte per Kopfball (20.) sowie Abstauber (25.) zum 2:0 den Grundstein. „Unser Brasilianer. Da kommt er nach drei Wochen zurück und schlägt gleich doppelt zu“, flachste Kollege Sebastian Koltonowski. Als der kämpferisch vorangehende Kapitän Jonathan Schmude nur 60 Sekunden später einen krassen Abwehrfehler zum 3:0 nutzte, schien Lüneburg eine leichte Beute. Das 3:1 durch Beis per Kopf (35.) beantwortete Luca Homann mit dem 4:1 nach einer Dreifach-Chance (40.).

„Eine starke erste Halbzeit“, war Leilo voll des Lobes. Nach der Ampelkarte für Temp zeigte Verden urplötzlich jedoch sein hässliches Gesicht, verlor die Ordnung total. Die Gäste wurden bissiger, witterten ihre Chance und wurden belohnt: Mehl überraschte Keeper Stefan Wöhlke mit einem 25-Meter-Schuss zum 4:2 (70.), zwei Minuten später gelang Völcker nach schwach abgewehrter Ecke gar der 4:3-Anschluss.

Wie gut, dass Leilo für den am rechten Sprunggelenk verletzten Schmude zwischendurch Patrick Zimmermann gebracht hatte (64.). Der Stürmer erstickte manchen Angriff der Eintracht im Keim und beendete Verdens Irrflug mit dem 5:3, als er eine Breves-Ecke unter die Latte köpfte (80.). „Im richtigen Moment zur Stelle,“ atmete Leilo durch.

Das Match war entschieden – aber auf Kunstrasen fehlte noch die hohe Kunst, um das Spektakel komplett zu machen. Die zeigte Homann, der nach sehenswertem Kopfball-Doppelpass mit Alexander Arnhold trocken zum 6:3-Endstand einnetzte (89.).

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