Verdener meistert Ironman in Glücksburg / Lars Troschka fehlen nur 19 Minuten

Für Marko Schlotter geht ein Traum in Erfüllung

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Geschafft, aber glücklich im Ziel in Glücksburg: Marko Schlotter und Lars Troschka

Verden - Die Triathleten Lars Troschka (Luttum) und Marko Schlotter (Verden) starteten für den LAV Verden bei der 14. Auflage des „Ostseeman 2015“ in Glücksburg an der Flensburger Förde. Beide absolvierten den Langdistanztriathlon über 3,8 km Schwimmen in der Ostsee, 180 km Radfahren und den abschließenden Marathon über 42,195 km erfolgreich.

Und sie beendeten den Ironman nicht nur erfolgreich, sondern auch in beachtlichen Zeiten. Lars Troschka belegte in der Gesamtwertung Platz 55 und in der Altersklasse M35 Rang zwölf in einer Zeit von 10:19,00 Stunden. Sein Teamkollege Marko Schlotter benötigte für seine erste Langdistanz 11:32 Stunden und belegte damit Platz 160, in der AK40 den 29. Rang.

Troschka beendete mit dem Ironman seine Triathlonsaison 2015 und das mit einem für ihn fast perfekten Wettkampf, der auf der sehr anspruchsvollen Rad- und Laufstrecke doch mehr „Körner“ erforderte, als es geplant war. Mit 10:19 Stunden verfehlte er sein persönliches Ziel von zehn Stunden nur knapp. Zunächst mussten die Teilnehmer 3,8 km in der 16 Grad kalten Ostsee schwimmen. Nach 1:09 Stunden hatte es Troschka geschafft und ging danach auf die 180 Kilometer Radstrecke mit 1100 Höhenmetern. „Die Bedingungen waren bei rund 20 Grad ideal“, schwärmte der Ausdauerathlet. Nach weiteren 5:10 Stunden startete der Luttumer den abschließenden Marathon, der ihm alles abverlangte. „Ich habe mein persönliches Saisonziel voll erreicht“, stellte er zufrieden fest. Sein Dank galt allen Helfern, aber in erster Linie seiner Familie und seiner Frau Katja, die während des Rennens mit ihm mitgefiebert hatte und ein dreiviertel Jahr intensivste Vorbereitung ertragen „durfte“.

Ganz anders verlief das Wochenende für den ursprünglich nur als Betreuer vorgesehenen Marko Schlotter, der kurzfristig noch am Vortag nachgemeldet wurde und so völlig ungeplant mit geliehenem Material zu seiner ersten Langdistanz kam, ohne vorher jemals einen Marathon bewältigt zu haben. Vor zwei Jahren hatte er, vom Verletzungspech verfolgt, seine Teilnahme absagen müssen und an keine weitere Langdistanzteilnahme mehr gedacht. Dank der Überredungskunst von einigen Freunden und Verhandlungsgeschick bei der Nachmeldung wurde erreicht, dass der Verdener ohne spezielle Vorbereitung spontan an den Start gehen konnte. Ohne Leistungsdruck und nur mit dem Ziel vor Augen, möglichst über die Ziellinie zu laufen, war es am Ende für ihn ein mehr als tolles Gefühl, es geschafft zu haben und ab jetzt endlich auch „dazu“ zu gehören. Damit erfüllte sich für Schlotterer ein Traum, der nach dem vielen Verletzungspech in weite Ferne gerückt zu sein schien.

jho

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