Verdener Kanute verpasst im Vierer mit Deutschland II Europaspiele und WM

Schmude: Zum großen Traum fehlt ein Wimpernschlag

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Siegerehrung beim Weltcup in Kopenhagen im 1000-Meter-Viererkajak. Vorn das Bronze-Boot mit David Schmude (Verden/Essen), Fabian Kux (Essen), Gordon Harbrecht (Neubrandenburg) und Felix Landes (Neckarksulm)

Verden/Kopenhagen - Die deutschen Kanuten haben ihre bemerkenswerte Siegesserie beim Weltcup in Kopenhagen fortgesetzt und damit ihre Ambitionen für die Weltmeisterschaften in Mailand untermauert. Im elitären Kreis der besten Deutschen war auch der Verdener David Schmude.

Bei den Wettkämpfen in der dänischen Hauptstadt fuhren die Athleten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) gleich sechs Siege in den zwölf olympischen Klassen ein. Dazu gab es noch dreimal Bronze. Im Vierer der Männer über 1000 Meter triumphierten Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin), Lukas Reuschenbach (Oberhausen) und Kai Spenner (Essen). Felix Landes (Neckarsulm). David Schmude, der für die KG Essen startet, Fabian Kux (Essen) und Gordan Harbrecht (Neubrandenburg) wurden hinter Australien Dritte. Für Deutschland II, quasi dem Nachwuchsboot, ein sicherlich starker Erfolg – mit einem bittersüßen Beigeschmack. Denn im Finale auf der Regattastrecke des Lake Bagsvaerd lieferten sich Schmude & Co. bei Nieselregen und unruhigem Wasser mit Australien und Deutschland I ein Kopf-an-Kopf-Rennen, fehlte am Ende nur ein Wimpernschlag zum Sieg, betrug der Rückstand auf das erste deutsche Boot gerade einmal acht Hundertstel Sekunden. Da Bundestrainer Reiner Kießler zu den 1. Europaspielen in Aserbaidschans Hauptstadt Baku (12. bis 28. Juni) nur ein Boot schicken darf, konnten die Youngster zwar mit ihrer Leistung absolut zufrieden sein, doch dürften sie die European Games sowie wohl auch den absoluten Saisonhöhepunkt nur am TV verfolgen. Der ist für die Rennsport-Kanuten die WM in Mailand (19. bis 23. August). Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM in Moskau im vergangenen Jahr mit dem schlechtesten Ergebnis seit der Wiedervereinigung will sich die erfolgsverwöhnte DKV-Flotte in Italien rehabilitieren und zahlreiche Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2016 in Rio sichern.

„Doch wir haben gesehen, dass wir in der Weltspitze mitfahren können. Es war ein tolles Rennen, auch wenn uns am Ende ein paar Zentimeter gefehlt haben. Und bis Olympia ist es noch lang. Wer weiß, was bis dahin noch passiert“, konstatierte der 25-jährige Verdener nach der Siegerehrung und konzentriert sich jetzt ganz auf die Deutsche Meisterschaft in München im August, wo er nicht nur im Kanu-Einer sowie Zweier mit seinem Essener Partner Fabian Kux am Start sein wird, sondern sich auch mit dem K4 wieder präsentieren möchte.

vst

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