Verdener Helmut Süssenguth: Ein Leben für den Fußball / Wahnebergens Bester

Der mit dem „richtigen Huf“

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Dem Fußball auch heute noch verbunden: Helmut Süssenguth.

Verden - Von Jürgen Honebein. Zu den besten Fußballern, die jemals für den SV Wahnebergen die Schuhe geschnürt haben, gehört der heute 76-jährige Verdener Helmut Süssenguth. Der langjährige Leiter der Justizvollzugsanstalt Verden schloss sich aber erst im Alter von 30 Jahren dem damals noch in der Kreisklasse spielenden SVW an. Grund war seine berufliche Veränderung nach Verden, wo dann auch nach seiner Heirat im Jahre 1969 sein Lebensmittelpunkt im Ortsteil Borstel mit Frau Thea und Sohn Frank war. Dort lebt er noch heute mit seiner Frau in einem schmucken Einfamilienhaus.

„Was wollt ihr mit solch einem alten Spieler“, hatte es damals beim SV Wahnebergen zunächst von einigen Personen Vorbehalte gegen ihn gegeben. Doch schnell zeigte sich, dass Helmut Süssenguth auf der linken offensiven Seite für den SVW eine absolute Verstärkung war und das nicht nur wegen seiner meist spektakulären Tore. Er hatte einen „richtigen Huf“, wie es in der Fußballersprache oft heißt.

In den nächsten Jahren besaß Süssenguth großen Anteil daran, dass mit den Trainern Heini Helms und Hermann Henglein die Aufstiege von der Kreisklasse in die Bezirksklasse und später auch noch in die Bezirksliga gelangen. So hoch hat bis heute keine Wahneberger Mannschaft mehr gespielt und es sieht auch nicht danach aus, als wenn dieses in absehbarer Zeit noch einmal passieren könnte.

Helmut Süssenguth kam 1945 als Flüchtling mit seinen Eltern aus dem ostpreußischen Elbing nach Kirchtimke, wo sein Vater später als Lehrer tätig war. Mit zwölf Jahren begann seine Fußballerlaufbahn in der damaligen Schülermannschaft des TuS Tarmstedt. Mit 14 Jahren wechselte er zum FC Kirch-Westertimke, wo er unter anderem eine Einladung in die Sportschule Barsinghausen zu einem Lehrgang der Niedersachsenauswahl erhielt. Mit 17 Jahren spielte Helmut Süssenguth bereits beim TuS Kirchtimke in der Herren-Bezirksklassenmannschaft. Aufgrund seiner beruflichen Ausbildung in Wolfenbüttel hieß sein nächster Verein von 1957 bis 1961 Germania Wolfenbüttel in der damaligen dritten Amateurliga. „Dort gab es sogar 15 DM für einen Punkt“, erinnert sich Süssenguth zurück. Seine sportlich beste Zeit folgte dann bis 1962 in der Amateuroberliga bei Göttingen 05, wo er in der zweithöchsten deutschen Spielklasse absoluter Stammspieler war. Danach kehrte er nach Ende der Ausbildung 1962 nach Kirchtimke in die Bezirksklasse zurück, wo er bis zu seinem Wechsel zum SV Wahnebergen aktiv war.

Nach seiner Zeit in der ersten Herrenmannschaft des SV Wahnebergen wechselte er zum TSV Verden in die dortige Altherren. Süssenguth blieb dem Fußballsport bis zu seinem 73. Lebensjahr aktiv verbunden und holte viele Titel mit den Altherren, mit der Altliga und mit verschiedenen Seniorenteams bis hin zur S60 und S65 bei der SG Verden/Wahnebergen.

Aber nur Fußball spielen war für Süssenguth nicht das Nonplusultra. Auch außerhalb des Spielfeldes übernahm er viele Aufgaben. So war er von 1963 bis 2000 als Fußballschiedsrichter aktiv. Als Trainer fungierte er in Jugend- und Herrenteams für den SV Wahnebergen, SV Hönisch und TSV Verden, wo er unter anderem die A-Jugend in der damals höchsten deutschen Spielklasse coachte. „Das war eine tolle Zeit gegen Teams wie Hannover 96 oder Eintracht Braunschweig zu spielen“, erinnert er sich gern zurück.

Und nicht zu vergessen die Vorstandsarbeit, die er beim SV Wahnebergen und beim TSV Verden geleistet hat. Als Ausgleich zum Fußball spielt Helmut Süssenguth heute noch gern Tischtennis und Tennis. „Das brauche ich selbst in meinem jetzigen Alter noch, auch wenn heute alles etwas langsamer geht“, lacht der rüstige Rentner, der durch den Sport jung geblieben ist. An Sonntagnachmittagen ist er oft auf dem Sportplatz des FC Verden 04 anzutreffen und hofft, dass die 1. Herren in dieser Saison den Aufstieg in die Landesliga schafft.

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