TT: Verdener Dennis Heinemann über nahe und ferne Ziele / Mit Lunestedt in die Regionalliga

„Blender momentan keine Option“

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Für den TSV Lunestedt in Aktion: Der Verdener Dennis Heinemann gehört zu den zehn besten Spielerin in der Tischtennis-Oberliga.

Verden - Von Tobias Metzing. Als 17-Jähriger verließ Tischtennis-Talent Dennis Heinemann seinen Heimatverein, den Bezirksoberligisten TSV Blender – um drei Klassen höher beim TSV Eintracht Hittfeld in der Verbandsliga anzuheuern. Nunmehr sind fast acht Jahre vergangen und der Verdener schlägt beim Oberligisten TSV Lunestedt im oberen Paarkreuz. Mit einer Bilanz von 16:12 Einzeln gehört er zu den Top-Ten der Liga und hat noch so einiges vor. Das verrät der Blondschopf im Interview.

Herr Heinemann, Sie spielen seit zwei Jahren für Lunestedt in der Oberliga. Warum gerade Lunestedt und nicht ein Verein aus der Nachbarschaft – schließlich wohnen Sie in Verden und sind als Polizeikommissar in der Reiterstadt stationiert?

Dennis Heinemann: Es ist relativ einfach. Lunestedt ist schon ein besonderer Verein. Die Atmosphäre ist einfach toll. Bei den Heimspielen haben wir rund 100 Zuschauer – und das in der Oberliga. Außerdem stimmt es in der Mannschaft. Im näheren Umfeld von Verden gibt es keinen Verein, der in dieser Spielklasse. Somit ist der TSV Lunestedt meine erste Wahl.

Der Aufwand ist schon nicht ganz ohne. Sie müssen schließlich 100 Kilometer nach Lunestedt fahren. Wann wird der Aufwand zu groß und Sie kommen zurück in die Heimat?

Heinemann: Wenn der Spaß im Vergleich zum Aufwand nicht mehr passt. In Lunestedt bekommt keiner Geld. Ich erhalte auch keine Fahrtkosten. Alle spielen dort, weil es ihnen gut gefällt. Außerdem hält sich der Aufwand auch in Grenzen. Ich muss nicht regelmäßig in Lunestedt trainieren, kann mich auch bei anderen Vereinen fit halten.

Der TV Oyten hat sich mit Peter Igel von Ihrem Konkurrenten SF Oesede verstärkt und kann in der Landesliga eine gute Rolle spielen. Wäre Oyten für die Zukunft eine Alternative?

Heinemann: Zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ich möchte mich mit dem Verein identifizieren können und zum TV Oyten habe ich keinen wirklichen Kontakt.

Kommen wir zurück zu Lunestedt: Mit 21:15 Punkten haben Sie die Relegation zur neuen Regionalliga nur knapp verpasst. Mit Martin Gluza vom TV Hude hat ein weiterer Spieler aus dem Landkreis Verden bereits für die nächste Saison zugesagt. Wo geht die Reise mit dem TSV Lunestedt hin?

Heinemann: Es war schon etwas bitter wie die Saison gelaufen ist. Wir überwinterten wir auf Platz zwei, dann hatten wir etwas Pech in der Rückrunde. Leider spielten wir einfach zu unkonstant. Mit Martin bekommen wir den besten Oberligaspieler der vergangenen Saison dazu. Er wird unsere Nummer eins und wir haben dann zusammen mit Matti von Harten das beste obere Paarkreuz der Liga. Unser Ziel ist der Aufstieg in die Regionalliga. Man sollte die Konkurrenz, besonders Absteiger Wolfenbüttel, jedoch nicht unterschätzen.

Mit 16:12 Spielen gehören Sie zu den Top-Ten in der Oberliga und sind gerade mal 24 Jahre alt. Wie geht es mit Ihnen persönlich weiter?

Heinemann: Ich möchte aufsteigen und mit Matti von Harten weiterhin das beste Doppel der Liga bilden (24:2 Spiele, Anm. d. Red.). Das sind meine vorrangigen Ziele. Was danach kommt, muss man abwarten.

Sind sind im erweiterten Trainingskader vom Bundesligisten SV Werder Bremen aufgenommen worden. Trainieren Sie dort auch mit den Profis und wie kam es dazu?

Heinemann: Ganz so ist es nicht (lacht). Ich kenne Coach Cristian Tamas ganz gut. Und wir schließen uns kurz zusammen, wenn es mit Training mal klappt. Aber die Profis trainieren dort untereinander. Und das ist auch eine ganz anderes Level. Ich kann dort mit Spielern aus der zweiten und dritten Liga trainieren, die meistens aus Osteuropa kommen. Für mich natürlich ein tolles Training.

Nach Ihrem zweiten Engagement vor drei Jahren ging es stetig bergab mit Blender. Nun ist der Verein auch aus der Bezirksliga abgestiegen und verliert mit Niklas Kuhnt einen weiteren Leistungsträger. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Heinemann: Das ist natürlich sehr schade für Blender. Ich hänge noch sehr am Verein und habe großes Interesse ihn zusammenzuhalten. Heiko Leiske hat die Funktion des Spartenleiters von Karsten Blume übernommen. Ich greife ihm als Stellvertreter unter die Arme. Aber nicht zu das. Ich organisiere und leite aktiv das Training. Wir wollen das Angebot überarbeiten und ein wenig umstellen, um auch wieder attraktiver für andere Spieler zu werden. Mit Marius Lück haben wir auch gleich den ersten Neuzugang. Er ist Ur-Blenderaner und spielte zuletzt bei Werder II in der Landesliga. Eine Topverstärkung – und vielleicht kommt der ein oder andere ja auch wieder zurück nach Blender.

Da drängt sich natürlich eine Frage auf: Wann geht es für Sie wieder zurück an die alte Wirkungsstätte?

Heinemann: Klar reizt mich ein Revival in Blender schon und ich würde mich freuen, wenn es irgendwann mal was wird. Auch wenn es erst in ein paar Jahren sein sollte. Blender ist momentan ehrlich gesagt keine Option. Ich möchte erst mal mit Lunestedt meine Möglichkeiten ausreizen.

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