Verden verliert Dressur-Event ab 2016 für drei Jahre an Ermelo / „Enttäuscht“

Keine WM mehr – Kiel: Allen zeigen, dass es ein Fehler ist

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Nach der ersten Enttäuschung über den Verlust der Dressur-WM ab 2016 kämpferisch: Rainer Kiel.

Verden - Die Weltmeisterschaft der fünf- und sechsjährigen Dressurpferde wird ab 2016 für mindestens drei Jahre nicht mehr in Verden ausgetragen. Das beschloss jetzt die Internationale Reiterliche Vereinigung (F.E.I.) in Lausanne.

Standort der „World Breeding Dressage Championship for Young Horses“ ist ab 2016 Ermelo in den Niederlanden. Seit 2001 hatte die WM der Jungen Dressurpferde ununterbrochen in Verden stattgefunden und von Jahr zu Jahr mehr an Bedeutung gewonnen. Der führende Zuchtverband Hollands KWPN hatte sich bereits seit mehreren Jahren um diese Titelkämpfe beworben, doch die Allerstadt konnte sich bisher stets durchsetzen. „Die Enttäuschung ist natürlich bei allen riesengroß“, so Rainer Kiel, Gesamtleiter der Verdener Turniergesellschaft.

Pläne für anderes internationales Turnier

Auch der Vorsitzende des Hannoveraner Verbandes Manfred Schäfer zeigte sich äußerst überrascht und enttäuscht: „Ich hatte gehofft und bin davon ausgegangen, dass die WM noch längerfristig in Verden bleibt. Leider haben uns dabei wohl nicht alle Gremien intensiv genug unterstützt.“

Der Präsident der World Breeding Federation for Sporthorses (WBFSH), der Däne Jan Pedersen, hatte sich bis zuletzt für Verden stark gemacht, besaß aber in der entscheidenden Sitzung keine Mehrheit. Rainer Kiel wird jetzt umgehend mit Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann Kontakt aufnehmen, denn der Wegfall ist auch für die Reiterstadt bedauerlich. Kiel: „Die WM der jungen Dressurpferde war in den vergangenen 15 Jahren sehr eng mit Verden verbunden. Bedeutung und Wahrnehmung wurden kontinuierlich gesteigert. Auch von Seiten der Reiter und der internationalen Verbände hatte Verden stets sehr guten Zuspruch. Das Turnierfestival ist darüber hinaus eine breit gefächerte vielseitige Veranstaltung, bei der Sport und Zucht im Mittelpunkt stehen. Ab 2016 wird das Turnier mit einem weiterentwickelten Konzept durchgeführt.“

Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hat, geht auch beim Chef der Verdener Turniergesellschaft der Kopf schon wieder nach oben: „Die F.E.I. möchte, dass diese Weltmeisterschaft wie alle anderen nicht immer im gleichen Land ausgetragen wird. Dafür habe ich sogar Verständnis.“ Kiel wird alles daransetzen, ab 2016 ein internationales Turnier in Verden auf die Beine zu stellen, das weiter an Stellenwert gewinnt. „Jetzt müssen wir uns aber mit den Gegebenheiten abfinden und bei der WM im August allen Gästen zeigen, dass es ein Fehler ist, diese Veranstaltung ab 2016 für mindestens drei Jahre nicht mehr in Verden auszutragen“, laufen bei Rainer Kiel und seinem Team die Vorbereitungen für das Pferdesportspektakel vom 6. bis 10. August weiterhin auf Hochtouren.jho

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