Nach Ausgleich von der Rolle

Verden verliert 1:2 gegen Meckelfeld – Temp moniert: „Eine klare Einstellungssache“

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Spielte eine starke erste Hälfte: Patrick Zimmermann (am Ball), der sich hier nur noch Meckelfelds Ljubisa Panic (Nr. 5) gegenübersieht. Nach 1:0-Führung verlor Verden aber noch 1:2.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Es waren ehrliche Worte von Mirco Temp. „Wir hatten in Bornreihe und Lüneburg jede Menge Glück gehabt. Heute war es dann aufgebraucht“, schilderte der Routinier des FC Verden 04 seine Eindrücke. Mit 1:2 (1:0) im Landesliga-Duell gegen den TV Meckelfeld kassierte der Aufsteiger am Sonntag einen herben Dämpfer nach zuletzt drei Partien ohne Niederlage, die fünf Punkte eingebracht hatten.

Dabei wirkte die Pleite für alle völlig unnötig: Die Heimelf hatte in den ersten 45 Minuten das Match total dominiert, sich aber ein weiteres Mal den Luxus erlaubt, zahlreiche Chancen zu vergeben. So stand es nur 1:0 nach dem Treffer von Nick Zander, der eine starke Vorarbeit von Jonas Austermann auf der linken Seite und dessen flache Hereingabe aus Kurzdistanz nutzte (28.).

Zander aus drei Metern nach abgewehrtem Zimmermann-Kopfball (5.), Temp per Schrägschuss (11.), Frederik Bormann nach Klasse-Zuspiel vom in der ersten Hälfte starken Jonathan Schmude (19.) sowie zweimal Zander freistehend (33., 45.) – sie alle ließen Gnade mit den Grün-Weißen walten und hielten den Gast somit im Spiel. „Das war über weite Strecken okay, bis auf den Ertrag“, resümierte Trainer Sascha Lindhorst. Sein Sechser Temp pflichtete bei: „Wir müssen den Sack einfach schon zumachen.“

Was dann im zweiten Abschnitt folgte, beschrieben Coach und Routinier einmütig. „Der ein oder andere dachte wohl, es würde schon laufen, mir fehlte dann die 100-prozentige Einsatzbereitschaft. So dürfen wir uns nicht präsentieren“, geißelte Lindhorst die Nachlässigkeiten. Nach Zanders Ballverlust und Doppelpass mit Christiansen markierte Marius Wilms den 1:1-Ausgleich (57.) – ein Wirkungstreffer. 

Lindhorst: „Da schüttelt man sich normalerweise kurz und spielt weiter Fußball. Aber ich hatte den Eindruck, dass einige schon die Handbremse gezogen hatten. Es kam nichts mehr über die Außen, es gab auch keine Angebote mehr. Wer den Ball hatte, war praktisch die ärmste Sau.“

Symptomatisch der Rückstand: Stefan Wöhlke kam bei einem langen Ball zu spät aus dem Kasten und verursachte eine unnötige Ecke, nach der eine Kopfball-Vorlage auf ihn zusegelte. Der Keeper kam zu spät, Silko Silvan Frärks ließ die Kugel von seinem Haupt über die Linie abtropfen – 1:2 (63.). 

Mirco Temp machte auch den Ausgleich, der aus abseitsverdächtiger Position gefallen war, fürs Misslingen verantwortlich: „Der hat uns aus dem Konzept gebracht, es gab danach keine Laufbereitschaft mehr, wir waren praktisch nicht mehr auf dem Platz. Eine klare Einstellungssache.“ Und er schloss mit harten Worten: „Am Ende hätten wir einen Punkt auch nicht mehr verdient gehabt.“ 

Wieder symptomatisch: Philipp Breves scheiterte in den letzten Minuten mit zwei Freistößen – sonst immer ein Gefahrenherd. Da hätte Meckelfeld bei Kontern jedoch schon höher führen können, Wöhlke hatte seinen Patzer bei starken Paraden – wie zu Beginn der Partie – wieder wettgemacht.

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