Verden siegt gegen Achim / Viele unschöne Szenen – und am Ende Rot für Abit Kaldirici

Zimmermann schreibt sportliches Kapitel – 3:0

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Das 2:0 für Verden: Patrick Zimmermann hatte schon Achims Keeper Mustafa Avanas überlupft, schob dann das Leder vor dem heraneilenden Alexander Nesic ins Netz.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. VerdenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Es bleibt dabei: Derbys zwischen dem FC Verden 04 und dem 1. FC Rot-Weiß Achim enden mit unschönen Szenen und fadem Beigeschmack. Nachdem es schon in der Hinrunde schwere verbale Auseinandersetzungen gegeben hatte, wurde am Sonntag im Rückspiel ein weiteres unrühmliches Kapitel geschrieben. Beim verdienten 3:0 (2:0) des Bezirksliga-Spitzenreiters von der Aller schied Ahmed Leilo vom Sieger nach einem Zweikampf mit gebrochener Nase aus und kassierte Gäste-Akteur Abit Kaldirici nach Ellbogen-Einsatz gegen Jan Twietmeyer in der Schlussminute die Rote Karte.

Fast unausweichlich, dass es nach Abpfiff gegenseitige Schuldzuweisungen gab. Die Achimer machten das Schiedsrichtergespann um Kai Lüning (Kirchwalsede) für tumultartige Szenen verantwortlich. Coach Faruk Senci: „Er hat keine klare Linie gehabt, da musste es ja so enden.“ Und sogar seinen Trainer-Kollegen Leilo bezichtigte er: „Ziad hat doch zum Schluss den Assistenten quer übers Feld geschickt.“

Was war passiert? An der Achimer Torauslinie brachte Abit Kaldirici den Verdener Jan Twietmeyer mit dem Ellbogen zu Fall. Der Mann an der Linie lief dort hin, beriet sich kurz mit seinem Chef – und der hielt dann dem Sünder die Rote Karte vor die Nase (90.). Kaldirici redete nach Abpfiff auf den Unparteiischen ein: „Ich habe nur meinen Körper dazwischen gestellt, um den Ball abzuschirmen.“ Amer Miry, der nach eigener Aussage schlichten wollte, wurde mit Gelb-Rot vom Feld gestellt. FC-Coach Leilo verteidigte sich indes gegen Vorwürfe: „Ich habe lediglich zum Assistenten gesagt, dass ich gespannt bin, was nach dieser Szene passieren würde.“

Die Rot-Weißen fühlten sich auch benachteiligt, als ihnen ein Strafstoß nach Foul von Nick Grodecki gegen Ahmet Kaldirici (52.) verwehrt wurde und Hüseyin Tuncel nach Ballwegschlagen Gelb-Rot sah (66.). Senci: „Erstens war es kein Abseits und zweitens wollte Hüseyin deshalb aufs Tor schießen.“

Das sportliche Kapitel des Derbys schrieb Patrick Zimmermann, der seine Farben per Doppelschlag 2:0 in Führung brachte. Zunächst staubte er nach zu kurz abgewehrter Bade-Flanke und anschließenem Koltonowski-Schuss aus kurzer Distanz ab (18.), drei Minuten später überlupfte er nach langem Ball Keeper Mustafa Avanas und schob vorm heraneilenden Alexander Nesic ein (21.). „Da haben wir das Spiel durch individuelle Fehler verloren“, haderte Senci. Vorher hatten Jan Twietmeyer, dessen Schuss aus fünf Metern Avanas parierte (7.), und auf der anderen Seite Tuncel mit einem 25-Meter-Kracher, den Torhüter Stefan Wöhlke mit einer Faust abwehrte (14.), die größten Chancen.

Nach dem 2:0 ließen es die Verdener ruhiger angehen, so dass die Auswärts-Elf mehr vom Geschehen hatte. Abermals Tuncel setzte die Kugel per Schrägschuss an die Latte (37.). Im zweiten Abschnitt dominierte wieder der Titelfavorit, nach einem Özer-Freistoß an den Pfosten gelang Achmed Turgay per Kopf das 3:0 (70.). Der Stürmer musste auch noch das vierte Tor machen, drosch das Leder aber nach Koltonowski-Flanke freistehend aus vier Metern über den Kasten (83.). „Wir haben mehr getan und somit auch verdient gewonnen“, resümierte FC-Coach Leilo.

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