Gestern Abend: Dreyer-Elf besiegt Riede nach 0:2-Rückstand / Auch Maaß geht

Verden: Freie Fahrt nach Grashoffs Ampelkarte – 4:2

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Das Derby zwischen Verden – hier mit Patrick Zimmermann (vorne) gegen Marc Lindenberg – und Riede war gestern Abend heftig umkämpft. Nach 0:2-Rückstand gewann die Dreyer-Elf noch 4:2, wobei sie von zwei Gelb-Roten Karten profitierte. ·

Verden - Von Ulf von der EltzTurbulenter hätte das Bezirksliga-Derby nicht sein können: Da geriet der FC Verden 04 gestern Abend im Stadion gegen den MTV Riede früh 0:2 in Rückstand und in Schockstarre – profitierte von zwei Platzverweisen für die Gäste und feierte letztlich noch einen 4:2 (2:2)-Erfolg.

„Einzig der Sieg zählt, er ist wichtig fürs Selbstvertrauen. Meine Jungs haben gemerkt, dass sie es noch können“, resümierte Jens Dreyer kurz und knapp. Wobei der FC-Coach eingestehen musste, dass die Wende in erster Linie der Gelb-Roten Karten gegen die Segelhorst-Kicker geschuldet war. Die Entscheidungen brachten seinen Gegenüber Uwe Bischoff auf die Palme: „Wir haben eine so tolle Anfangsphase hingelegt, aber der Schiri hat auf diesem nassen Rasen viel zu schnell Gelb gezückt. Am Ende war der Verdener Sieg dann allerdings verdient.“

Mit einem Paukenschlag begann das Match unter Flutlicht: Niklas Schlüsselburg zog aus 25 Metern ab, die Kugel flog genau über Stefan Wöhlkes Hände zum 0:1 in die Maschen (8.) – da sah der FC-Keeper nicht gut aus. Zwar machte er mit zwei Super-Reflexen gegen Marc Müller (13.) sowie einer Parade gegen den freistehenden Hagen Röpke (15.) seinen Fehler wieder wett, aber auch am 0:2 trug Wöhlke Mitschuld: Bei einem Freistoß von Marcel Grashoff hatte er sich falsch postiert, könnte die Kugel gerade noch so von der Linie holen – Röpke staubte jedoch per Kopf ab (22.). Verden war wie gelähmt und schien der nächsten Enttäuschung entgegen zu gehen. Mit der Gelb-Roten Karte gegen Grashoff (30.) verhalf Schiri Schleupner (Munster) den Allerstädtern wieder auf die Beine. Pascal Kubiak nutzte die Rieder Verwirrung mit einem Schrägschuss zum 1:2 (38.) und einem Strafstoß nach Maas-Foul an Patrick Zimmermann zum 2:2 (42.).

Und als Jan Twietmeyer im zweiten Abschnitt früh das 3:2 mit einem abgefälschten Schuss gelang (48.), war die Dreyer-Elf endgültig im Vorteil. Gegen zehn MTV-Kicker tat sie sich aber weiter schwer, David Hennig (53.) und Kubiak (68.) vergaben gute Chancen. Riede dezimierte sich ein zweites Mal: Torben Maaß sah nach Foulspiel ebenfalls die Ampelkarte (69.). So durfte Zimmermann in der nickligen zweiten Hälfte den Schlusspunkt zum 4:2 setzen (78.).

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