Coach Kunzes „Dorfverein“ startet in die Saison

HSG Verden-Aller: Alle sind heiß aufs Abenteuer

Bastian Bormann, Sascha Kunze, Lars Blatt und Sven Klassen (von links), Trainerquartett von Verden-Allers A-Jugend, im Fachgespräch.
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„Was erwartet uns in der Bundesliga?“ Bastian Bormann, Sascha Kunze, Lars Blatt und Sven Klassen (von links), Trainerquartett von Verden-Allers A-Jugend, im Fachgespräch.

Verden – Mit namhaften Gegnern bekommt es die A-Jugend der HSG Verden-Aller ab Sonnabend in ihrer Premierensaison der Handball-Bundesliga zu tun. „Wir wollen alles raushauen. Meine Spieler sind heiß, endlich wieder Spiele auf Wettkampfniveau bestreiten zu dürfen“, lässt Coach Sascha Kunze wissen.

Und die Konkurrenz hat in sich. Mit dem Bundesliga-Nachwuchs des THW Kiel, des HSV Hamburg und TBV Lemgo warten Hochkaräter. Auch Lokalrivale HC Bremen und Aufsteiger Ahlen sind alles andere als Fallobst für das Team vom Trainerquartett um Kunze. „Wir haben nach der erfolgreichen Qualifikation eine Menge für unseren Traum investiert. Es wäre allerdings mehr als vermessen, in der Gruppe mit sechs Teams auf die ersten beiden Plätze zu schielen“, stellt Kunze klar. Die beiden Pole-Positionen berechtigen für die Meisterrunde.

16 Teams sind im erlesenen Feld der deutschen Elite, in dem der Titel-Nachfolger für Serienmeister Füchse Berlin gesucht wird. Kunze weiß aber nur zu gut, dass auch über ein Willensleitung Berge versetzt werden können. Wie etwa durch eine famose Abwehrleistung wie gegen den Favoriten TSV Anderten aus Hannover im entscheidenden Qualifikationsspiel mit lediglich vier Gegentreffern im zweiten Abschnitt.

Am Sonnabend gleich das Derby gegen HC Bremen

Wie der Trainer schmunzelt anmerkt, hätte seine Mannschaft so richtig Bock auf die Herausforderung, die nun mal mit dem Abenteuer Bundesliga einhergeht. Beim 21:19-Auswärtscoup in der niedersächsischen Landeshauptstadt hatten die Allerstädter auch widrigsten Vorrausetzungen, wie etwa Verletzungen, getrotzt und sich den Traum erfüllt.

Als ein kleiner, überaus wertvoller, Vorteil könnte sich herausstellen, dass keiner die Mannschaft auf dem Schirm hat. Nach der überraschenden Qualifikation, bei der sich auch Elbflorenz Dresden aus der Verdener Gruppe das Ticket löste, nehmen Kunze & Co. den Sprung in die Beletage mit Volldampf in Angriff – mit den drei weiteren Trainern Lars Blatt, Sven Klaasen und Keepercoach Bastian Bormann. „Mein Team muss Schnelligkeit und Cleverness zeigen. Eine Mentalität wie beim Coup gegen Anderten ist jedoch die Grundvoraussetzung“, hofft Kunze auf die richtige Einstellung. Da muss er sich wohl kaum sorgen.

Auf den Spielgestalter kommt es auch an: Tom Lasse Blatt will mit Verden-Aller die Liga rocken.

Die HSG rekrutiert sich hauptsächlich aus Spielern des jüngeren Jahrgangs 2004, der sich durch den Aufstieg in die Bundesliga das Recht erworben hat, erneut an der Qualifikation in der Spielzeit 2022/2023 teilzunehmen. Allein aus dem Torwarttrio ist einzig der überragende Niklas Kriegel in seinem ersten A-Jugendjahr, während sein Kollegen Mattis Döhle und Thorben Holle noch für die B-Jugend spielberechtigt wären und somit noch drei Jahre in der Jugend vor der Brust haben. Wenn das mal keine Perspektive ist.

Mit durchaus möglichen Erfolgen in den zwei Heimspielen gegen den Handball Sportverein Hamburg als auch im Auftaktmatch gegen den Lokalrivalen HC Bremen in der Aller-Weser Halle kann der Grundstein, wofür auch immer, gelegt werden. Dabei nehmen die Jungs um Spielgestalter Tom Lasse Blatt insbesondere das Auftakt-Derby am Sonnabend (16 Uhr) gegen den Lokalkontrahenten von der Weser in den Fokus. Kunze weiß vorm Duell mit dem Gründungsmitglied der Jugend-Bundesliga nur zu genau: „Was Besseres als Derbys gibt es einfach nicht. Der HC hat in der Hansestadt schon tolle Strukturen geschaffen. Aber davon mal abgesehen können wir in allen prickelnden Partien jede Menge lernen.“

Der Spielplan

Samstag, 11. September: HSG Verden-Aller - HC Bremen (16 Uhr).

Samstag, 18. September: THW Kiel - HSG Verden-Aller (16 Uhr).

Samstag, 25. September: HSG Verden-Aller - HSV Hamburg (16 Uhr).

Samstag, 2. Oktober: HLZ Ahlener SG - HSG Verden-Aller (15 Uhr).

Sonntag, 10.Oktober: TBV Lemgo - HSG Verden-Aller (17 Uhr).

Seine Mannschaft entstamme immer noch einem „Dorfverein“ (O-Ton Kunze) und können sich mit den strukturell völlig anders aufgestellten Teams wie dem THW, dem HSV oder auch Lemgo nicht messen. Die Fans dürfen gespannt sein, welche Fingerzeige die Jungs um Tom Lasse Blatt am Sonnabend erhalten.

Von Björn Lakemann

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