Varster erstmals beim Internationalen Dressur- und Springfestival am Start

Harm Lahde: Der Reitsport fesselt mich den ganzen Tag

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Hofft bei der Premiere in Verden auf seinen ersten Sieg in einem schweren Springen: Harm Lahde aus Varste.

Verden - Von Jürgen Honebein. Der Varster Springreiter Harm Lahde (RV Aller-Weser) ist in diesem Jahr zum ersten Mal beim Internationalen Dressur- und Springfestival in Verden am Start und freut sich riesig auf die Herausforderung: „Meine Pferde sind in Topform. Deshalb bin ich optimistisch, zumindest die eine oder andere gute Platzierung erreichen zu können“, verkündet der 27-Jährige.

Seit September vergangenen Jahres ist der gebürtige Sassenholzer (Heeslingen) Harm Lahde auf dem Gestüt Eichenhain in Varste zu Hause und hat dort die Nachfolge der amtierenden Landesmeisterin Mynou Diederichsmeier angetreten, die es nach Bartelsdorf (bei Scheeßel) zog. Der Pferdewirt mit Schwerpunkt Reiten hat zurzeit rund 25 Turnierpferde zu betreuen und sich inzwischen „spitzenmäßig“ (Originalton Lahde) eingelebt: „Ich habe dort super Bedingungen. Da muss man sich einfach wohlfühlen.“

Als Kind kam Harm Lahde über das Voltigieren zum Reiten. Mit neun Jahren ist er erstmals in den Sattel gestiegen. Seine Ausbildung zum Pferdewirt hat er in Lienen bei Reinhard Haßmann absolviert. „Das war eine tolle Zeit. Ich habe dort ganz viel gelernt und vor allen Dingen auch mit Felix Haßmann einiges zusammen unternommen“, erinnert sich Harm Lahde gern zurück.

Der junge Reitersmann hofft in nächster Zeit einen weiteren Schritt nach vorne zu machen, denn er verfügt im Varster Gestüt Eichenhain über ausgezeichnetes Pferdematerial. Ein bis zwei Mal im Monat fährt Harm Lahde nach Breitenburg in Schleswig-Holstein, um dort beim schwedischen Weltklassereiter Rolf Göran Bengtsson zu trainieren. „Rolf Göran findet, dass mein Reitstil so in Ordnung ist, doch er gibt mir wichtige Tipps, um noch einige Kleinigkeiten zu verbessern“, verrät der 27-Jährige.

Nur der Sieg in einem

schweren Springen fehlt

Harm Lahde hat schon etliche Erfolge auf seinem Konto, doch auf einen Sieg in einem schweren Springen wartet der 27-Jährige noch. Am vergangenen Wochenende stand er in Elmlohe kurz davor, doch fehlte ihm am Ende in einer Zwei-Sterne-Prüfung der Kl. S auf Oak Grove's Beyrouth als Dritter knapp eine Sekunde. Viele seiner Turnierpferde beginnen mit dem Namen „Oak Grove“, was die englische Bezeichnung für „Eichenhain“ ist.

Neben dem Reiten bleiben für andere Hobbys keine Zeit: „Der Reitsport fesselt mich den ganzen Tag und dafür gebe ich alles“, besitzt der junge Mann die Einstellung, die notwendig ist, um erfolgreich zu sein. Zu den hiesigen Springreitern hat Harm Lahde auch einen sehr guten Draht: „Wir treffen uns manchmal am Abend und dann wird viel gefachsimpelt“, verrät er. In dieser Woche in Verden wird er alle drei Touren, das heißt die Youngster, Mittlere und Große Tour reiten. „Ich bin optimistisch, gut abzuschneiden. Es kann losgehen“, fiebert Harm Lahde dem Festival direkt vor seiner Haustür mit großer Spannung entgegen.

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