17-Jährige wechselt vom TV Oyten zum Zweitliga-Aufsteiger SC Leipzig

Vampires: Wiebke Meyer entfliegt

Von den Vampires nach Leipzig: Wiebke Meyer.

Oyten - Von Björn Lakemann. Und wieder wagt eine Handballerin des Drittligisten TV Oyten den Sprung zu einem großen Verein in Deutschland: Die 17-jährige Wiebke Meyer versucht sich beim SC Leipzig, der nach Insolvenz im Jahre 2017 erst jetzt wieder in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist, durchzusetzen. Der Sprung aus der Dritten Liga Ost gelang ziemlich souverän und stand für die Mannschaft von Jacob Dietrich bei jetzt 38:2 Zählern schon vor dem letzten Heimsieg fest.

„Mein Fernziel ist natürlich die Bundesliga. In Leipzig bekomme ich die Chance, noch mehr Handball zu spielen“, freut sich die Linkshänderin auf die neue Herausforderung. Ihr Noch-Trainer Jörg Leyens wünscht ihr natürlich das Allerbeste, weiß indes auch, wie steinig der Weg sein kann. „Doch wer diese Möglichkeit bekommt, muss sie einfach nutzen. Jedoch muss die Bereitschaft auf jeden Fall stimmen, sich da voll reinzuknien. Keiner kann in die Glaskugel schauen. Und für ihr großes Ziel ist ein hohes Maß an Durchhaltevermögen gefordert“, weiß Leyens, der Wiebke Meyer den Schritt absolut zutraut. Allerdings sei der Gang ins Sportinternat der Messestadt ein Wagnis, bei dem viele Komponenten eine Rolle spielen. So sei ein Schulwechsel für die Gymnasiastin erforderlich und erstmals über einen längeren Zeitraum sei sie weg von zu Hause.

Auf die U17-Nationalspielerin, die in Leipzig von Barbara Hetmanek und Maik Nowak trainiert wird, dürfte in der etwa vier Stunden entfernten Sachsen-Metropole ein um einiges höherer Trainingsaufwand warten. „Das sind ganz andere Strukturen als in Oyten“, weiß die Nationalspielerin, die mit ihrer Mutter Jana etliche Standorte wie etwa den in Blomberg-Lippe unter die Lupe nahm. Doch Leipzig passte am besten. Neben Haupttrainer Jacob Dietrich gebe es auch etliche Spezialtrainer wie etwa für die Athletik. Im Osten kommt es indes zum Wiedersehen mit dem ehemaligen A-Jugend-Co-Trainer Lennart Lingener, der auch den Kontakt herstellte.

Für den TV Oyten ist der Weggang von Linkshänderin Meyer natürlich ein herber Verlust. Im gleichen Maße ist dies aber auch Bestätigung für den Verein aus dem Nordkreis, vieles richtig zu machen. Nach Lisa Bormann-Rajes, Jana Kokot, Liv Süchting und zuletzt auch Denise Engelke haben schon einige Spielerinnen den TVO verlassen und ihr Glück in höhren Ligen gesucht. „Die Rückkehrquote ist aber hoch, wie die Erfahrung zeigt“, so Jörg Leyens abschließend.

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