Franke, Hassing, Johannesmann, Reinefeld, Schengalz bleiben / Schulz hört auf

Vampires: Quintett als erste fette Beute

Pia Franke, Handballerinnen des TV Oyten in Aktion.
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Will weiter in der Mitte oder auf Halblinks glänzen: Pia Franke bleibt dem TV Oyten erhalten. Archiv-

Handball-Drittligist TV Oyten hat mit den ersten fünf Spielerinnen verlängert. Pia Franke, Fenja Hassing, Jasmin Johannesmann, Julia Reinefeld und Isabel Schengalz bleiben den Vampires auch nächste Saison treu. Lena Schulz hingegen hört auf.

  • Die ersten fünf Spielerinnen bleiben beim Handball-Drittligisten TV Oyten
  • Lena Schulz verabschiedet sich aus beruflichen Gründen von den Vampires
  • Coach Marc Winter geht zuversichtlich in die nächsten Gespräche

Oyten – In der vergangenen Woche begann es mit den beiden Trainern – jetzt hat der TV Oyten schon die Zusagen von fünf Handballerinnen, die auch in der kommenden Saison das Trikot des Drittligisten überstreifen werden: Nachdem das Duo Marc Winter/Lars Müller-Dormann wie berichtet weiter an der Seitenlinie die Verantwortung trägt, gaben Pia Franke, Fenja Hassing, Jasmin Johannesmann, Julia Reinefeld und Isabel Schengalz ihr Ja-Wort für nächste Spielzeit.

Lediglich Lena Schulz verkündete aus dem Sextett, mit dem die Gespräche begonnen worden sind, aus beruflichen Gründen ihren Ausstieg.

Mit ihrer Robustheit am Kreis auch nächste Saison in Oyten gefragt: Jasmin Johannesmann. Archiv-

„Damit sind wir sehr zufrieden. Dass Lena nicht weitermachen kann, hatten wir schon geahnt. Denn für sie würde es in der Dritten Liga bei der Belastung in Job und Studium sehr schwer werden.“ Ein herber Verlust sei die Linkshänderin allemal: „Eine mit ihrer Größe musst du erst mal wiederkriegen. Handballerisch und menschlich war sie absolute Klasse.“

Sören Boettcher und Ann-Kathrin Abbes weiter im Team ums das Team

Mit den Zusagen der anderen fünf Spielerinnen sei indes der große Anfangs-Schritt getan, freute sich Coach Marc Winter am Mittwoch über die vorliegenden Ergebnisse. Die Vampires haben quasi erste fette Beute gemacht. Und „nebenbei“ bleiben auch Torwart-Trainer Sören Boettcher sowie Physiotherapeutin Ann-Kathrin Abbes dem Team um das  Team erhalten.

Die Verantwortlichen hatten in dieser Corona-Pandemie mit den Verhandlungen über einzelne Zoom-Konferenzen völliges Neuland betreten. Winter: „Da schafft man natürlich nicht so viel wie sonst, denn man verteilt die jeweils halbstündigen Termine auf die einzelnen Spielerinnen. Früher hast du dich beim Training kurz mit der einen und anderen unterhalten, jetzt sieht man sich in der Halle ja nicht.“ Dem Erfolg tat das allerdings keinen Abbruch, die Zusagen heimsten die Oytener in Minutenschnelle ein. Jetzt kann es in die nächsten Runden gehen, denen Trainer Winter ebenfalls zuversichtlich entgegenblickt.

Ihr gehört die Zukunft: Isabel Schengalz gab den TV Oyten Vampires ihre Zusage für 21/22. Archic-

Vor allem die Tatsache, dass in Franke, Reinefeld und Schengalz hinter drei Rückraum-Akteurinnen ein Haken gemacht werden kann, stellt den Lehrer aus Bremen äußerst zufrieden. Pia Franke, die erst im vergangenen Sommer nach einer Pause ins Drittliga-Team zurückgekehrt war, hat sich zur absoluten Leistungsträgerin in der Mitte und auf Halblinks entwickelt. „Sie ist eine tolle Handballerin und hat mir gesagt, dass sie doch nicht wieder angefangen habe nur für drei Punktspiele“, so der Vampires-Coach.

Aus der Deckung überhaupt nicht mehr wegzudenken, dort hat sie sich ungeheuer gesteigert und ist wichtig geworden. Sie fühlt sich sehr wohl bei uns.

Oytens Trainer Marc Winter über Julia Reinefeld

Die 19-jährige Isabel Schengalz, eigentlich zunächst als Linksaußen für die Erste und für die Mitte in der Reserve eingeplant, überzeugte auf Anhieb im Drittliga-Team auf der Mitte. Winter: „Mit ihrer Quirligkeit kann sie uns auch dort weiterhelfen, hat das bisher trotz ihrer nur 1,64 Meter Größe gut gemacht. Sie ist entwicklungsfähig, ihr gehört die Zukunft.“ Auf Julia Reinefeld hält der Übungsleiter ebenfalls große Stücke: „Aus der Deckung überhaupt nicht mehr wegzudenken, dort hat sie sich ungeheuer gesteigert und ist wichtig geworden. Sie fühlt sich sehr wohl bei uns.“

Kreisläuferin Jasmin Johannesmann schätzt Winter als körperlich robust ein, was auf der Position ein Faustpfand sei: „Mit ihren 150 Toren in der Oberliga hat sie eine Marke gesetzt, ihr Potenzial wollen wir weiter steigern.“ Fenja Hassing ist die erste Torhüterin, die aus dem bisherigen Trio zugesagt hat – der TVO plant weiter mit ihr sowie Romina Kahler und Theresa Beet. Noch kämpft Kahler mit ihrer Knieverletzung, mit voller Fitness ist sie die absolute Nummer ein. „Mit Romina laufen die Gespräche bereits“, zeigt sich Winter optimistisch.

Von Ulf Von Der Eltz

Lena Schulz geht mit einem weinenden Auge - will aber „jetzt halt andere Prioritäten setzen“

Linkshänderin Lena Schulz will sich künftig mehr ihrem privaten Leben widmen und strebt zudem ein Fernstudium im Marketingmanagement an, das in diesem Jahr starten soll. „Ich gehe zwar mit einem weinenden Auge, doch ich will halt jetzt andere Prioritäten setzen“, verkündete die 25-Jährige. Sie ist in ihrem Job ziemlich involviert und zudem ist ihr Mischlingshund Milo auch ein wichtiger Bestandteil des Lebens geworden. Ein weiterer Aspekt sei, dass ihr neuer Freund nicht um die Ecke wohne und die hoch aufgeschossene Schulz ihr Wochenende nicht zu einem Großteil dem Handball widmen wolle. Allerdings sie so oft es geht ihren Ex-Mitspielerinnen in der Halle die Daumen drücken. „Unsere Trainer waren nicht so geschockt und rechneten schon damit, jetzt können sie die neue Saison planen. Ich rechne nicht damit, dass die aktuelle Spielzeit wieder aufgenommen wird“, vermittelt Schulz, dass auch die Corona-Pandemie nicht unwesentlich zur Entscheidung beigetragen habe. bjl

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