Oytens Drittliga-Handballerinnen erzwingen gestern knappen 31:29-Erfolg

Vampires packen gegen Minden das Löwenherz aus

Oyten - Von Frank von StadenDas war gestern Nachmittag wahrlich nichts für schwache Nerven in der Pestalozzihalle: Zwar fuhren die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten vor rund 150 Zuschauern im ersten Saisonspiel des neuen Jahres den neunten Sieg in Folge ein, doch mussten die Vampires gegen den HSV Minden-Nord schon allesamt ihr Löwenherz auspacken, um am Ende einen knappen 31:29 (15:13)-Erfolg bejubeln zu können.

„Wir haben in der Anfangsphase sicher nicht unsere beste Leistung abrufen können, haben nur ganz langsam in die Partie gefunden, uns dann aber immer mehr gesteigert. Dennoch hatten wir lange Probleme mit der sehr robusten Mindener 6:0-Deckung“, urteilte später ein tief durchatmender TVO-Trainer Sebastian Kohls, der seinem wieder einmal stark dezimierten Kader aber ein Riesenkompliment für einen unbändigen Willen aussprechen durfte. Dieser Wille war es letztlich auch, der das Pendel in einer heißen Schlussphase Richtung TVO ausschlagen ließ. Denn während den Gästen sichtlich die Puste in den letzten zehn Minuten ausging, „sind wir noch einmal durchgestartet“, so Kohls, der mit seinem Team so Tabellenplatz zwei untermauerte, zumal Verfolger SV Werder Bremen tags zuvor Federn lassen musste.

Im ersten Abschnitt sah es aber lange nicht danach aus, als sollten die Gastgeberinnen wieder einmal als Sieger das Feld verlassen können. Minden ging in der Deckung unglaublich konsequent zur Sache, machte die Räume eng und zwang so den TVO zu Würfen, die zu oft leichte Beute der starken HSV-Keeperin Florence Niemann wurden. So hieß es nach zehn Minuten 3:6, nach 17 Minuten 5:9 und in der 21. Minute auch noch 8:11, ehe die Hausherrinnen vor allem immer wieder durch starke Einzelaktionen von Jacqueline Reinhold, Denise Engelke und auch Kim Pleß Tore erzwangen, die die Wende bringen sollten. Selbst Verletzungspausen von Engelke und Reinhold steckte der TVO weg, holte sich über ein 11:11 die Halbzeitführung mit 15:13 und hatte dann auch im zweiten Durchgang meist alles im Griff.

Irgendwie verpassten es die Oytener Damen aber, den Sack zuzumachen. So ließen Anna-Lena Kruse und Pia Franke freistehend die Entscheidung aus. Am Ende aber steckten die Hausherrinnen auch eine doppelte Unterzahl (Kruse/Reinhold) noch weg, markierte Eva Schmidt in dieser Phase das wichtige 31:28 (60.).

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