Vampires feiern 29:22-Pflichtsieg über Rostock / Griechin zurück in die Heimat

Dimitri – Sieg zum Abschied

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Kraftvoll hat Oytens Christin Lena Schulz abgezogen. Da geht Jana Kokot (vorne) lieber mal in Deckung.

Oyten - Von Kai Caspers. Der erste Weg nach dem 29:22 (14:10)-Erfolg über den Rostocker HC – er führte Sebastian Kohls direkt zu den Schiedsrichterinnen. Aus gutem Grund. Denn nach der Roten Karte gegen Denise Engelke (55.) hatte der Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires jede Menge Redebedarf.

„Die Entscheidung war für mich definitiv zu hart. Das hat man ja auch an meiner Reaktion gemerkt. Da ist mein Puls schon mächtig in die Höhe gefahren“, verwies Oytens Trainer auf das folgende Wortgefecht. Deutlich entspannter ging es im Anschluss an die Partie zu. Und letztlich konnten dann auch alle Beteiligten aufatmen, denn die Rote Karte blieb ohne Bericht, so dass Denise Engelke nicht gesperrt wird für die nächste Begegnung.

Vor dem abschließenden Heimspiel der Hinrunde hatte es auf Seiten der Vampires eine Überraschung gegeben. Denn mit Dafina Dimitri wurde eine Spielerin vorzeitig verabschiedet. Die Griechin zieht es zurück in ihre Heimat, wo es einen Neuanfang geben soll. Apropos Anfang: Der verlief auf Seiten des TVO alles andere als wunschgemäß. „Jeder hat natürlich die Tabelle vor Augen. Das ist nicht so leicht aus dem Kopf zu bekommen. Das war dann auch schon beim Aufwärmen zu erkennen“, versuchte Kohls die dürftige Leistung seiner Mannschaft zu erklären. Erst nach sechs Minuten kamen die Gastgeberinnen zum ersten Torerfolg, nachdem zuvor Jacqueline Reinhold und Denise Engelke schon zwei Siebenmeter vergeben hatten. In der 15. Minute hatte Oytens Trainer endgültig die Nase voll und nahm nach dem 3:5 eine Auszeit. Die verfehlte ihre Wirkung nicht, denn nur drei Minuten später hieß es nach einem 5:0-Lauf 8:5. Aber auch das sorgte gegen schwache Gäste nicht für die nötige Sicherheit im Spiel des TVO. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde es etwas besser, so dass es mit einem 14:10 in die Pause ging.

Auch wenn die Partie spätestens mit dem 23:15 (47.) vorzeitig entschieden war, hielt sich die Begeisterung auf den Rängen merklich zurück. Zu groß waren einfach die Schwankungen im Spiel der Vampires. Denn auch wenn die Rostockerinnen mit Stefanie Aumann über eine starke Torhüterin verfügten, hätte ein Gegner dieses Kalibers viel deutlicher beherrscht werden müssen. Aber dafür fehlte es einfach an der nötigen Konstanz und Konzentration auf Seiten des TVO. Für Kohls jedoch keine Überraschung: „Das Spiel war ein Spiegelbild der bisherigen Saison.“

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