Uphusens 19-Jähriger: „Bin zufrieden“ / Schmitz sieht Stärke in Kommunikation

Zeitsoldat Feldmann – ein Keeper-Kandidat auf Dauer

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Machte auf sich aufmerksam: Lucas Feldmann, der vorerst seinen Platz im Uphuser Tor sicher hat.

Uphusen - Von Ulf von der Eltz. Sicher – das zweite Gegentor beim 4:2-Erfolg gegen den I. SC Göttingen wurmte ihn ein wenig. Doch Lucas Feldmann, 19-jähriges Torwarttalent beim Fußball-Oberligisten TB Uphusen, atmete nach seinem überraschenden Debüt erst einmal tief durch: „So wie es gelaufen ist, bin ich zufrieden.“

Die Szene kurz vor Schluss ließ Feldmann wie folgt Revue passieren: „Es tauchten zwei Leute vor mir auf. Da musste ich mit entscheiden, was ich tue. Sonst hätten sie mir den Ball ohnehin reingehauen.“ Der Keeper lief raus, parierte auch noch den ersten Schuss, ehe Göttingens Jinadu Crespo zum Endstand abstaubte. Sein Handeln fand jedenfalls volle Zustimmung bei Trainer Andre Schmitz: „Er hat es absolut richtig gemacht. Kritisieren muss ich eher die Abwehrspieler, die nicht hinterher gegangen sind.“

Nachdem Feldmann am Sonnabend erfahren hatte, dass er die Nummer eins sein würde, wirkte er vor und während seiner Premiere in der Oberliga überhaupt nicht nervös: „Ich hatte ja genug Zeit mich vorzubereiten. Und weil der Coach mit gesagt hatte, dass ich in den Einheiten immer souverän gewirkt habe, musste ich auch keine großen Zweifel hegen.“

Seiner Rolle auf Dauer war sich der in Zeven stationierte Zeitsoldat trotz überzeugender Vorstellung beim Verlassen des Platzes keineswegs sicher: „In diese Richtung hat sich der Trainer nicht geäußert. Aber natürlich hoffe ich, dass ich mich weiter empfehlen kann.“ Kann er – denn Schmitz, der schon direkt nach dem Match seine Zufriedenheit geäußert hatte, legte am Montag nach: „Lucas hat meine Einschätzung vollauf bestätigt, da sehe ich für das Heimspiel gegen Uelzen keinen Grund für einen abermaligen Wechsel.“ Über diese Einsatz-Garantie dürfte sich der vor der Runde von der JSV Nordwest (Zusammenschluss von VfB und VfL Oldenburg in der Jugend) riesig freuen.

Coach Schmitz war aus zweierlei Gründen ins Risiko gegangen: „Sowohl Oliver Blum als auch Ercan Ates haben nicht so souverän gewirkt, wie es eine feste Nummer eins tun sollte. Und wenn ich nicht nach einem 0:7 in Hildesheim reagiere, wann dann?“ Außerdem hätte ihm das Argument gegenüber Feldmann gefehlt, den er im Training immer mehr gelobt hatte. Vor allem die Art und Weise der Kommunikation gefällt Schmitz: „Lucas spricht laut und permanent mit seinen Vorderleuten, versucht sie so zu stellen, dass Gefahrenmomente erst gar nicht entstehen. Auch im Duell eins gegen eins zeigt er für einen 19-Jährigen schon eine gewisse Reife.“ Weil Feldmann darüber hinaus bei hohen Bällen ebenso besser aussehe als die Mitbewerber, dürfte er zunächst der Platzhirsch im Tor bleiben. Sein Trainer: „Passt doch zu unseren Weg mit jungen Leuten. Klasse, wenn einer den Älteren die Stirn bietet.“

Dafür brauchte es aber auch einen Lernprozess, denn der Schlussmann war zu Beginn der Serie in ein Motivationsloch gefallen. Schmitz: „Das ist ja nicht ungewöhnlich bei Talenten. Sonst hätte er schon früher seine Chance bekommen. Lucas hat dann richtig Gas gegeben und seine Konkurrenten überholt.“

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