TB Uphusen zeigt sich enorm nervenstark beim deutlichen 3:0 in Rotenburg / Ebersbach: „Not gegen Elend“

Doppelpack von Yücel und Azadzoy Gold wert

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Doppeln in dieser Szene geschickt: Lüder Helms und Oktay Yildirim (Mitte). Foto Freese

Kreis-Verden - Von Frank von Staden. Uphusen Kreis-Verden - Von Frank von Staden. Eine bessere Antwort hätte der TB Uphusen am Sonnabend im Auswärtsspiel beim Rotenburger SV wahrlich nicht geben können. So zeigte sich das Team um Trainer Andre Schmitz von der Aufregung um den Verdacht des Wettbetruges völlig unbeeindruckt, trat an der Wümme mit einem Nervenkostüm aus Stahl an und nahm am Ende einen hochverdienten 3:0 (2:0)-Erfolg mit auf die kurze Heimreise.

„Meine Mannschaft hat die richtige Reaktion auf die Vorfälle in der abgelaufenen Woche gezeigt, hat bewiesen, dass dieses Team für einen sauberen Sport steht. Nach den Wochen der vielen unnötigen Punktverluste tut dieser Sieg enorm gut und ist zudem natürlich sehr wichtig für uns“, konstatierte da später ein sichtlich erleichterter TBU-Übungsleiter. Der allerdings auch wusste, dass beide Teams lange ebenbürtig agierten, erst ein Doppelpack kurz vor dem Pausenpfiff der Türöffner für die Gäste in diese Partie war, die eher mäßiges Oberliga-Niveau aufwies. So sah es auch Rotenburgs Kapitän Tim Ebersbach: „Das war heute Not gegen Elend – und Not hat gewonnen! Bei uns war sicherlich das frühe Ausscheiden von Tobias Kirschke der Knackpunkt, aber vor allem doch dieser völlig unglücklich gepfiffene Elfmeter. Der Schuss kam aus der Kurzdistanz, der Arm hat keine unnatürliche Bewegung gemacht, war zudem angelegt. Eine Scheißregel ist das mit dieser Auslegung von Handspiel. Die gehört abgeschafft!“ Die Szene, die „Ebbe“ so erregte, ereignete sich in der 44. Minute, als Bastian Helms den im RSV-16er postierten Dennis Janssen aus fünf Metern mit einem strammen Schuss an der Hand erwischte, Sedat Yücel danach vom Punkt eiskalt blieb. Etwas anders sah diese Situation natürlich Andre Schmitz: „Der Schiri steht gut, die Hand hat in der Höhe nichts zu suchen. Das geht schon in Ordnung. Wie auch unser Sieg, der verdient war, weil wir ihn erzwungen haben!“ Vor allem lief es für den TBU wie am Schnürchen, nachdem Mustafa Azadzoy Sekunden nach dem 1:0 noch das 2:0 nach Helms-Flanke aus der Kurzdistanz erzielen durfte (45.).

Nach dem Wechsel fiel den Hausherren einfach zu wenig ein, verloren sie zu oft und zu früh das Leder und sahen sich so zahlreichen Kontern ausgesetzt, die aber vom Turnerbund teilweise fahrlässig liegen gelassen wurden. Vor allem Thomas Celik hätte früh alles klarmachen können. Doch erst David Airich traf dann in der Nachspielzeit per Kopf zum 3:0. Info am Rande: Dieser Partie wurde von Tipico aus dem Wettprogramm genommen.

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