TB Uphusen II verpasst nach völlig verrücktem Spiel Bezirksliga-Aufstieg – 10:11

Thomas Krüger: „Wir waren definitiv selbst Schuld“

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Während Uphusens Abdulla Sahinoglu (links) nach seinem Eigentor noch lamentiert, hat Teamkollege Ibrahima Bah (vorne) das Leder bereits mit einer großen Portion Frust aus dem Kasten von Torhüter Bastian Rosilius geholt.

Seebergen - Von Kai Caspers. Während die Spieler des VfL Visselhövede ausgiebig und lautstark ihren Klassenerhalt feierten, ging der Blick der Kicker des TB Uphusen II komplettins Leere. Auch Thomas Krüger, Trainer des Fußball-Kreisligisten, musste sich nach einer völlig verrückten Partie und der 10:11 (4:4/3:3/1:1)-Niederlage nach Elfmeterschießen erst einmal sammeln. Mit etwas Abstand brachte es der TBU-Coach nach dem verpassten Bezirksliga-Aufstieg aber exakt auf den Punkt: „Wir waren definitiv selbst Schuld.“

Dem konnte und wollte Visselhövedes Coach Peter Norden erst gar nicht wiedersprechen: „Unser Sieg ist sicher etwas glücklich. Uphusen war nicht nur spielerisch besser, sondern hatte auch das Gros der Chancen auf seiner Seite. Aber da fragt in Kürze auch keiner mehr nach.“

Die gestrige Partie – sie war an Dramatik definitiv nicht zu überbieten. Zwischendurch stand sie in der zweiten Hälfte der Verlängerung (108.) beim Spielstand von 3:3 sogar kurz vor dem Abbruch, als der alles andere als überzeugende Schiedsrichter Nikolas Wilckens (Hollenstedt) wegen des kurzfristigen Unwetters beide Teams für rund30 Minuten völlig zurecht in die Kabinen schickte. Eine Maßnahme, zu der es aus Sicht der TBU-Reserve gar nicht hätte kommen dürfen. Zwar war die Krüger-Elf nach einer Standardsituation und einem folgenden Stellungsfehler durch Adam Rosynek früh 0:1 (7.) in Rückstand geraten, doch danach übernahmen die Uphuser ganz eindeutig das Kommando auf dem Platz. In der 18. Minute der verdiente Ausgleich. Eine Flanke von Benjamin Titz drückte Lüder Helms zum 1:1 in die Maschen. Titz hätte seine Farben dann in Führung bringen müssen, jagte einen Elfmeter jedoch über das VfL-Tor (35.). Zuvor hatte Schiri Wilckens ein Foul an Lukaz Ciosanski gesehen – äußerst fragwürdig.

Nach der Pause war es erneut Helms, der eine Titz-Flanke gekonnt per Heber zum 2:1 (60.) ins Tor beförderte. Zu diesem Zeitpunkt schien der VfL geschlagen, ehe der Schiedsrichter Visselhövede zurück ins Spiel brachte. Nach einem strittigen Foul 18 Meter vor dem Uphuser Tor hatte Wilckens beim anschließenden Freistoß zur allgemeinen Verwunderung ein Handspiel von Bülent Kaksi gesehen – Strafstoß. Diesen verwandelte Arben Haliti zum 2:2 (65.). Aber damit nicht genug. In der 80. Minute vertändelte Lukaz Ciosanski einen schon sicher geglaubten Ball an Vissels Mariusz Szymanski und dessen Hereingabe bugsierte zu allem Überfluss Abdulla Sahinoglu zum 2:3 ins eigene Tor. Damit war der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Was folgte, waren wütende Angriffe der Uphuser. Doch zweimal Titz sowie der eingewechselte Aykut Kaldirici ließen erneut beste Gelegenheiten liegen. Auf der anderen Seite hielt TBU-Keeper Bastian Rosilius seine Farben in der 87. Minute mit einer glänzenden Parade gegen Szymanski im Spiel. Quasi mit der letzten Aktion dann doch noch der Ausgleich, als Ibrahima Bah nach einer Ecke per Kopf zur Stelle war – 3:3 (90.+3). In der Verlängerung passierte zunächst nichts, ehe das Unwetter für eine unfreiwillige Pause sorgte. Diese hatten die Visselhöveder augenscheinlich besser verkraftet, denn quasi mit dem ersten Angriff traf Marcel Fischer zum 3:4 (111.). Doch die Uphuser Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn nur drei Minuten später traf Titz zum verdienten 4:4-Endstand – Elfmeterschießen. Auch das war, wie hätte es anders sein können, alles andere als normal. Gleich zehn Schützen der beiden Teams mussten nach den vorherigen Strapazen den Weg zum Punkt antreten. Als dann Aykut Kaldirici beim 10:10 die Nerven versagten und er neben das Tor schoss, setzte Vissels Marten Schwarz mit dem Treffer zum 10:11-Endstand nach insgesamt drei Stunden und zehn Minuten den Schlusspunkt unter eine denkwürdige Partie.

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