Fußball-Oberligist muss nach Helms-Führung gegen Wunstorf noch 1:1 schlucken

Der TB Uphusen sucht weiter nach dem Sieger-Gen

Da kannte der Jubel bei Uphusens Oberliga-Fußballern keine Grenzen, als Bastian Helms (3.v.l.) die Führung gegen den 1. FC Wunstorf erzielte, die aber dann am Ende nicht halten sollte.  J Fotos (2): von Staden

Uphusen - Von Frank von Staden. So dicht liegen Freud und Leid im Fußball manchmal beieinander: Da hatten die Oberliga-Fußballer des TB Uphusen am Sonntag im Heimspiel gegen den favorisierten 1. FC Wunstorf dank einer verdienten 1:0-Führung durch den eingewechselten Bastian Helms (74.) den Sieg dicht vor Augen, mussten dann aber in der Nachspielzeit aufgrund einer eklatanten Fehlerkette doch noch den 1:1 (0:0)-Ausgleich durch den ansonsten durch Marco Wahlers völlig abgemeldeten FC-Torjäger Daniel Boateng schlucken.

Hatte als Sechser teilweise Schwerstarbeit gegen das Wunstorfer Mittelfeld zu leisten: Thomas Mennicke (2.v.r.).

So ausgelassen die Uphuser nach dem Führungstreffer, der absolut verdient war, noch jubelten, so niedergeschlagen und mit leeren Augen ließen sie sich nach Abpfiff wie nasse Säcke im Oktober-Wetter auf das Grün des Arenkamp-Sportplatzes sinken. 60 Sekunden fehlten letztlich den Blau-Weißen zum dritten Saison-Dreier, um den sie in den 90 Minuten zuvor so leidenschaftlich und diszipliniert gekämpft hatten. Doch am Ende sollte es wieder einmal nicht sein, wusste sich der Turnerbund erneut nicht zu belohnen. Schuld daran waren dabei gleich mehrere Faktoren. So suchten die Hausherren bei einem eigenen Freistoß nicht mit einem weiten Schlag ins gegnerische Feld ihr Heil in der Offensive, sondern spielte der gerade erst eingewechselte Routinier Denis Spitzer das Leder kurz auf den sofort angegriffenen Stefan Denker. Der wusste sich nur mit einem Rückpass zu Keeper Christian Meyer zu behelfen, dessen zu kurzer Befreiungsschlag zu einem Gegenangriff führte, den letztlich Boateng versenken durfte (90.+1). 

Verständlich, dass sich da später TBU-Coach Benedetto Muzzicato die gerade erst nachgewachsenen Haare raufte, nach Abpfiff konstatierte: „Das war ja Slapstick! Wir spielen Wunstorf zweite Halbzeit an die Wand, lassen durch Mert Bicakci schon vor dem 1:0 zweimal die Führung aus, müssen dann aber doch nur mit einem Punkt zufrieden sein – lachhaft. Es sind immer diese individuellen Fehler, die uns um den Lohn bringen. Und das bei dem Aufwand, den wir wieder einmal betrieben haben!“

Stimmt, vorzuwerfen hatten sich die Uphuser am Sonntag wahrlich nur wenig. In der Deckung ließen sie neben dem Tor im Grunde nur einen Hochprozenter zu, als Meyer einen feinen Scheffler-Schlenzer aus dem Gewühl noch reaktionsschnell an den Pfosten lenken konnte (49.). Ansonsten machte die TBU-Abwehr einen sehr stabilen Eindruck. Vor allem der kurzfristig als linker Verteidiger aufgebotene Patrick Spitzer agierte über die gesamte Spielzeit fast fehlerlos. Was aber dem Team immer noch fehlt, ist die Gier. Vor allem im Spiel nach vorn fehlte wieder der nötige Druck, die Entschlossenheit.

Kurzum: Es wird weiter nach dem Sieger-Gen gesucht!

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