Oberliga-Fußballer beziehen daheim auch von Drochtersen/Assel Prügel – 0:2

TB Uphusen: Auf der Suche nach König Löwenherz

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Versucht sich hier gegen Drochtersens Thomas Johrden: Uphusens Youngster Thomas Celik. · Fotos (2): Hägermann

Von Frank von StadenUPHUSEN · Derzeit gibt der Oberliga-Aufsteiger TB Uphusen das Bild des „Ritters von der traurige Gestalt“ ab. Woche für Woche zieht er aus in den Kampf, bezieht dann aber meist Prügel und kehrt mit zerbeulter Rüstung zurück ins TBU-Heim. Auch gestern war das bei der 0:2 (0:1)-Heimpleite gegen die SpVgg Drochtersen/Assel nicht anders, der damit seinen ersten Dreier der Saison feiern konnte, während die Uphuser weiter auf diesen warten müssen.

Was dem Turnerbund dabei fehlt, um eine Schlacht auch erfolgreich zu gestalten, offenbarte sich gestern schon in den ersten Minuten nach dem Anpfiff. Denn während sich die Gäste von der Elbe von Beginn an hellwach präsentierten und sich sofort die Vorherrschaft im Mittelfeld erkämpften, suchten die Platzherren einmal mehr nach spielerischen Lösungen, vergaßen dabei aber völlig erst einmal den Kampf anzunehmen. Vermisst wurde schmerzlich einer, der sich als König Löwenherz zeigen würde. Einer, der im Mittelfeld die Kommandos gibt. Einer, der sich zerreißt und damit die gesamte Mannschaft in einen Rausch versetzen kann. Die Gäste besaßen von dieser Art Spielertypen gleich deren zwei. In der Zentrale hatte Nico Mau das Zepter fest in der Hand und in der Spitze Maik van Huffel, der sich dann auch für die Führung der Drochterser verantwortlich zeigte, als er im Fallen den herauseilenden TBU-Keeper Oliver Blum per Lupfer überwinden konnte. Vorausgegangen war ein Abspielfehler von Mirco Temp (59.). Schon zwei Minuten zuvor hätte es klingeln müssen, als van Huffel einen Blum-Abwehrversuch aus drei Metern übers Tor jagte. Die erste nennenswerte Chance der Hausherren bot sich dann erst nach 37 Minuten, als Thomas Celik an Torhüter Christoffer Schellin scheiterte. „Da haben wir etwas den Faden verloren, da die Uphuser dann aggressiver zu Werke gingen. Zuvor hatten wir ausnahmslos Ball und Gegner beherrscht“, befand da später Drochtersens Trainer Lars Jagemann. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Blau-Weißen schon zweimal im Abwehrverbund wechseln müssen, mussten Bah als auch Yücel verletzungsbedingt früh ausscheiden.

Nach der Pause sah es zumindest phasenweise nach einem Aufbäumen der Platzherren aus. Doch jubeln durfte letztlich nur noch die Spielvereinigung einmal. Bereits in der 59. Minute steckte Mau den Ball nach gewonnenem Zweikampf aus der eigenen Hälfte durch die Nahtstelle auf van Huffel geschickt durch, der konnte allein auf Blum zueilen und sich den Uphuser Keeper ausgucken – 0:2. „Auch wenn Uphusen dann ein paar Chancen hatte, so hatte ich nie das Gefühl, dass noch etwas anbrennen könnte. Dafür wirkten wir geistig einfach frischer“, urteilte Jagemann. Ein Kopfball von David Airich nach Duhn-Freistoß (62.), ein 16-Meter-Schuss vom ansonsten mehr in der Luft hängenden Stoßstürmer Saimir Dikollari (79.) – viel mehr gab es da nicht mehr zu bestaunen. Einzig vielleicht noch die überzogene Gelb/Rote Karte gegen Mirco Temp (84.) und der Platzverweis von TBU-Coach Andre Schmitz (90.), der dem Unparteiischen sehr deutlich seine Meinung sagte. Die Niederlage am Schiedsrichter aber festzumachen, wäre zu billig. Schmitz: „Es ist einfach so, dass wir es momentan nicht einmal schaffen, ein schmutziges Tor zu erzielen. Zudem hatten wir einfach zu wenig Aggressivität im Zentrum. Manchmal habe ich das Gefühl, in der Mannschaft steckt schon zuviel Harmonie.“ Mit dem letzten Satz deutete Schmitz dann also auch an, dass ihm einer fehlt, der voran geht und damit die Mannschaft mitreißen kann: „Ja, es muss mal ein Arschloch her!“

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