Fußball: Sammrey plädiert für sofortigen Abbruch

„Unter diese Saison gehört ein Schlussstrich“

Oytens Axel Sammrey an der Trainerbank - Symbolbild.
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Ginge es nach Axel Sammrey, müsste unter der jetzigen Saison sofort ein Schlussstrich gezogen werden.

Der TV Oyten gehörte von Beginn an zu einem der wenigen Vereine, die im Rahmen der Corona-Krise nicht für einen Abbruch in den Fußball-Ligen stimmten und für eine Unterbrechung voteten. Heute sehen sich die Verantwortlichen um Detlef Meyer und Axel Sammrey bestätigt.

  • Oytens Trainer Axel Sammrey plädiert für sofortigen Saisonabbruch
  • Unterstützung durch Spartenleiter Detlef Meyer
  • Coach würde auch bei Abstieg bleiben

Oyten – Lässt Oytens Bezirksliga-Trainer Axel Sammrey das fast abgelaufene Fußball-Jahr noch einmal Revue passieren, „dann wird mir einfach nur schlecht!“ Erst die Saisonunterbrechung im März, dann die Entscheidung im Juni zu einem Abbruch mit Aufsteiger und ohne Absteiger. Danach die Aufteilung der Ligen in einzelne Staffeln, gefolgt von Spielabsagen aufgrund zahlreicher Corona-Verdachtsfälle und der jetzt erneuten Unterbrechung. Im Nachhinein für den Coach ein Szenario, „das so nie hätte eintreffen brauchen, wenn wir damals die Saison weitergespielt hätten. So, wie wir oder auch der TSV Etelsen oder der TB Uphusen es vorgeschlagen haben. Dann stünden wir jetzt alle nicht unter Druck. Denn was uns droht, ist ein einziger Scherbenhaufen!“

Coach des TV Oyten fordert neue Serie

Deshalb ist für den 63-jährigen Privatier schon jetzt ein erneuter Saisonabbruch alternativlos. „All das, was jetzt passiert, hätte schon damals verhindert werden können. Ich kann nur hoffen, dass wir nicht ein zweites Mal denselben Fehler machen. Diese Saison gehört im Grunde schon jetzt abgebrochen und muss ganz neu gestartet werden. Wie lange sie dann am Ende auch dauern wird. Alles, was jetzt an Entscheidungen fallen wird, ist reines Rumgeeiere – und das nervt einfach nur noch!“

Natürlich wollen wir unsere Trainer behalten. Die Frage ist nur, welche Karte der Verband am Ende ziehen wird. Vielleicht könnte gerade diese unser Haus zum Einstürzen bringen!

Detlef Meyer, Spartenleiter Fußball TV Oyten.

Nun kann man dem B-Lizenzinhaber bei diesen Gedankengängen durchaus Eigennutzen vorhalten. Immerhin rangiert er mit seinem Team derzeit auf dem letzten Tabellenplatz der Bezirksliga-Staffel 2. Mit null Punkten. „Es ist nun einmal so, dass wir uns in der Vergangenheit quasi zu einem Ausbildungsverein entwickelt haben, der in jedem Jahr aufs Neue eine größere Anzahl an A-Junioren in den Herrenbereich integriert – integrieren muss. In dieser Saison waren es gleich acht Spieler. Da ist es normal, dass die Jungs Anlauf- und Anpassungsschwierigkeiten haben. Das hatten wir auch in den Saisons zuvor, haben uns aber immer wieder in der Rückrunde von einem Abstiegsplatz befreien können, da Axel genügend Zeit hatte, aus dem Nachwuchs Herren-Spieler zu formen. Die ist ihm jetzt aber genommen worden. Und ich sehe nicht, dass wir in den kommenden Wochen das Training wieder aufnehmen können. Also sehen wir natürlich die Gefahren für uns“, will da Oytens Fußball-Chef Detlef Meyer gar nicht erst verschleiern, dass die momentane Situation den TV Oyten bedrohen könnte. „Die Frage ist doch, welche Karte der Verband am Ende ziehen wird. Vielleicht könnte gerade diese unser Haus zum Einstürzen bringen! Sollte die Erste absteigen, müsste auch die Zweite eine Klasse tiefer starten. Ob das die Trainer so mitmachen – und auch die Spieler – weiß man gar nicht. Es könnte eine Dynamik entstehen, die nicht hausgemacht ist. So stellt sich auch bei uns derzeit gar nicht die Frage, ob wir mit unseren Trainern verlängern. Wir wollen alle unbedingt halten, ja. Doch derzeit gibt es einfach zu viele Fragezeichen“, so Meyer weiter. „Und diese Fragezeichen stehen doch auch bei fast allen anderen Vereinen! Deshalb müsste jetzt ein klarer Schlussstrich gezogen und eine neue, normale Saison angestrebt werden. Wann immer die auch beginnen kann“, unterstreicht da Sammrey noch einmal. Und schiebt dann sofort hinterher, dass er – egal was auch passiert – dem TV Oyten weiter zur Verfügung stünde: „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nicht weglaufe, wenn es brennt. Ich suche nicht das gemachte Nest. Und ich denke, so ist auch der Charakter der Mannschaft. Sollte tatsächlich das Schlimmste eintreten, ziehen wir den Karren gemeinsam aus dem Dreck!“

Von Frank Von Staden

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