SG filetiert Bremervörde beim 31:8 / Naumann blutet das Herz

Ein ungleiches Duell

Erik Schmidt Foto: Lakemann

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Was waren das in der Vergangenheit für heiße Duelle, wenn der TSV Bremervörde seine Visitenkarte in der Gymnasiumhalle abgegeben hat. Dieses Mal gestaltete sich die Sache jedoch etwas anders. Schon in der ersten Hälfte war auf den gut besetzten Tribünen immer wieder von Langeweile die Rede. Zu überlegen war die von Tobias Naumann trainierte SG Achim/Baden. Daher war es auch kein Wunder, dass die Gastgeber am Ende einen rekordverdächtigen 31:8 (16:5)-Erfolg feierten. Durch den vierten Sieg in Folge dürfte die SG damit das Abstiegsgespenst vertrieben haben.

Auch wenn Tobias Naumann, der wohl selten einen so entspannten Abend auf der Trainerbank erlebt hat, natürlich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war, hatte er auch Mitleid mit den Gästen: „Ich habe ja einige Jahre das Bremervörder Trikot getragen. Daher blutet mir schon etwas das Herz, wenn ich die Entwicklung dort sehe. Aber es haben auch fünf Spieler aus der ersten Sieben gefehlt.“ Eine Tatsache, die von den Gästen definitiv nicht zu kompensieren ist. Daher wollte Gäste-Trainer Corvin Meyer auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden: „Das Ergebnis spricht doch für sich. Mit dieser Truppe sind wir in der Oberliga nicht wettbewerbsfähig.“

Diese Aussage wurde bereits in der ersten Hälfte untermauert. Zwar mussten die Gäste ein schnelles 0:3 (3.) schlucken, doch bis zum 3:5 (9.) blieb noch alles im Rahmen. Das war aber auch der Tatsache geschuldet, dass der SG-Mittelblock zu Beginn einige Schwächen zeigte. Das sollte sich im weiteren Verlauf aber ändern. Nach dem 7:4 (12.) blieben die Gastgeber 17 (!) Minuten ohne Gegentreffer und hatten bereits zur Pause mit dem 16:5 alles für sich geregelt. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass Naumann frühzeitig allen Akteuren die nötige Praxis verschaffte. Großes Pech hatte dabei Erik Schmidt, der kurz nach seinem Einsatz auch schon wieder vom Parkett musste, da er sich einen Cut am Auge zugezogen hatte. Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen. Zwölf Minuten vor dem Ende feierte Torhüter Linus Ruschenbaum aus der dritten Mannschaft sein Debüt und kassierte lediglich einen Gegentreffer. „Linus hat seine Chance genutzt“, lobte Naumann den Youngster. „Aber auch alle anderen haben überzeugt, da sie konzentriert geblieben sind.“

SG Achim/Baden: von Seelen, Ruschenbaum - Block-Osmers, Jacobsen (2), Wolters (1), Zysk (4), Podien (7/3), Windßus (4), Fastenau (5), Pfeiffer (4), Meyer (2), Dreyer (1), Balke (1), Schmidt.

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