Torhüter hält beim Pokal-Finalsieg drei Elfmeter

Überragender Leon Becker führt Fischerhuder zum Double

„Gut gemacht, Junge!“ Fischerhudes Trainer Yannick Becker (l.) und Matthias Warnke bedankten sich bei Keeper Leon Becker, der im Finale dreimal pariert hatte. 
Foto: von Staden
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„Gut gemacht, Junge!“ Fischerhudes Trainer Yannick Becker (l.) und Matthias Warnke bedankten sich bei Keeper Leon Becker, der im Finale dreimal pariert hatte. Foto: von Staden

Fischerhude – Matthias Warnke macht aus seinem Herzen keine Mödergrube: „Wenn man da steht, will man natürlich auch gewinnen. Wir haben uns über den Sieg im Kreispokal sehr gefreut, viel wichtiger war aber die Entscheidung tags zuvor.“ Der Trainer des TSV Fischerhude-Quelkhorn misst nach dem 3:2 im Elfmeterschießen im Finale über den TSV Brunsbrock (wir berichteten) dem Aufstieg in die Bezirksliga die wesentlich größere Bedeutung bei.

Der war durch das Votum des Außerordentlichen Verbandstages des Niedersächsischen Fußball-Verbandes endgültig besiegelt worden. Durch den nun auch offiziell verkündeten Saisonabbruch mit Aufsteigern nach der Quotientenregelung und ohne Absteiger (wir berichteten ebenfalls) sagen die Wümme-Kicker als Meister der Kreisliga ade und mischen nächste Saison wie auch der TSV Thedinghausen, der die Relegation gespielt hätte, in der Bezirksliga mit.

„Nach dem langen Prozedere war es ja abzusehen gewesen. Aber dass es nun von höchster Stelle abgesegnet ist, lässt uns natürlich aufatmen“, freut sich der Fischerhuder Trainer-Kollege Yannick Becker ebenfalls.

Warnke: „Rundet Aufstieg schön ab“

Jetzt haben seine Schützlinge also praktisch das Double an die Wümme geholt, was auch wegen der Corona-Beschränkungen nicht allzu euphorisch gefeiert werden konnte. Warnke: „Das rundet den Aufstieg schön ab. Sicher hätten wir den Pokal viel lieber nach einem normalen Match über 90 Minuten geholt und möchten wie alle Beteiligten, dass die Entscheidung mit dem Elfmeterschießen eine einmalige bleiben kann.“

Norden lobt das Anti-Corona-Konzept

Uwe Norden teilt diese Meinung voll und ganz: „Wir alle, die wir den Fußball lieben, hoffen künftig wieder auf richtige Spiele um den Pokal.“ Der Vorsitzende des Spielausschusses im NFV-Kreis Verden sprach indes dem veranstaltenden TSV Fischerhude-Quelkhorn großes Lob aus: „Es war perfekt organisiert was Desinfektions- und Abstellmöglichkeiten betrifft. Alle Voraussetzungen zur Verhinderung einer Ausbreitung des Coronavirus hätten nicht besser erfüllt werden können. Und mit der Stadionansage haben die Fischerhude zusätzlich für sportlichen Touch gesorgt. Schön war auch, dass wir uns mal wieder auf dem grünen Rasen treffen konnten. Ich bin hoch zufrieden.“

Zum sportlichen Helden avancierte bei den Grün-Weißen Leon Becker. Der 18-jährige Keeper behielt im Shoot-Out die Nerven, wehrte die letzten drei Versuche des TSV Brunsbrock ab und sicherte somit den Triumph. Dabei hatten seine Fischerhuder 1:2 hintengelegen, weil Mirco Huhnhold den Pfosten getroffen hatte. Dennis Klee sowie für die Roten Teufel Mathis Tietje und Andre Oestmann waren erfolgreich gewesen. Während in der Folge Kai Gätje, Johannes Lucht und Sven Cordes für das Wümme-Team verwandelten, behielt Becker dreimal die Oberhand und ließ seine Farben jubeln. „Und es waren keine Geschenke, Lars hat die Elfer super rausgeholt“, musste Warnke sich bei seiner Nummer eins bedanken.

Im Halbfinale hatte sich Fischerhude schon mit zwei Becker-Paraden 4:2 gegen den TSV Otterstedt durchgesetzt, während Brunsbrock 4:3 über den TSV Thedinghausen erfolgreich gewesen war.

Achim/Bierden gewinnt bei den Frauen Finalkrimi mit 5:4

Im Wettbewerb der Frauen mussten zunächst zwei Viertelfinals nachgeholt werden. Der TV Oyten schaltete den SV Wahnebergen 2:1 aus, die SG Achim/Bierden setzte sich 4:1 gegen den TSV Thedinghausen durch. Das Halbfinale sah zwei knappe Entscheidungen: Achim/Bierden gelang ein 3:2 über Oyten, dem TSV Brunsbrock ein 4:3 über den SV Holtebüttel. Richtig dramatisch verlief dann das Finale, in dem die SG Achim/Bierden letztlich mit 5:4 triumphierte und den Pokal hochstemmen durfte.  vde

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