2:1 über Stade: Trotz schwerer Beine nach Etelsen-Pleite enorme Moral gezeigt

Budelmann und Thiel geben Bassen den Glauben zurück

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Da macht es gleich „rums“, denn Sekunden später schlägt der Schuss von Heiko Budelmann im Netz der Stader ein.

Bassen - Von Frank von Staden. Das war ein Sieg des Willens und der Moral: Trotz schwerer Beine nach dem 0:2 am Freitag in Etelsen fuhr Fußball-Landesligist TSV Bassen zwei Tage später einen knappen 2:1 (1:1)-Kampfsieg gegen einen TuS Güldenstern Stade ein, der auf keinen Fall schlechter als die Hausherren war, am Ende sich aber zu sehr an den Entscheidungen des Unparteiischen aufrieb und zudem im Abschluss zu schlampig agierte.

Auch nach Spielschluss setzten die Gäste noch zu einer Schimpftirade Richtung des Unparteiischen Sven Weber (Tostedt) an – Ersatzspieler Boris Röper schien es da scheinbar übertrieben zu haben. So sah der Stader Akteur noch die Rote Karte. „Er hat einiges durchgehen lassen, hat aber beileibe die Gäste nicht benachteiligt. Doch wir wussten, dass er Meckerei gar nicht schätzt. Nun weiß es Stade auch. Allerdings geht der Sieg in Ordnung, da brauchte es sicher nicht den Schiedsrichter. Denn wir haben im zweiten Durchgang zwar enorm beißen müssen, dennoch aber die besseren Chancen gehabt. Machen wir das 3:1, ist vorzeitig Ruhe. So wurde es nach hinten raus noch einmal eng und spannend“, konstatierte da nach dem Abpfiff ein sichtlich erleichterter Bassener Coach Marco Holsten.

Die Nerven vorzeitig beruhigen können hätte dabei Florian Thiel. Im ersten Abschnitt noch völlig abgemeldet, arbeitete der Bassener Goalgetter in Durchgang zwei bis an seine Grenzen und wurde dafür mit drei guten Chancen bedacht. Doch nur die schwerste vermochte der Stürmer zu versenken. Allerdings: Mit seinem 2:1 (55.) – Thiel drückte eine Osmers-Flanke fast rücklings per Kopf in die Maschen – gab er seinem schon zu diesem Zeitpunkt sichtlich geschlauchtem Team den Glauben zurück, nachdem der Ausgleich durch Kevin Speer aus der (42.) doch die Beine der Platzherren zusätzlich zu lähmen schien. Der war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient, denn die Stader nutzten geschickt die Weite des Platzes, zeigten sich optisch gar leicht überlegen, doch im Bassener Strafraum gingen sie mit ihren wenigen guten Chancen dann einfach zu fahrlässig um. Die beste ließ da noch Moris Kaiser per Kopf nach wenigen Minuten (6.) verstreichen. Das 1:0 durch Heiko Budelmanns verdeckten 17-Meter-Schuss (23.) wirkte dann wie ein Aufputschmittel für die Grün-Roten, die nach der Pause und dem 2:1 bis zehn Minuten vor dem Ende die zweite Luft bekamen. Als dann Thiel nach Doppelpass mit dem eingewechselten Denis Schymiczek schon den Keeper umspielt hatte, dann aber Grimsmann seinen Schuss noch von der Linie kratzen konnte, fingen die Bassener an, wieder leicht zu wackeln. Den Dreier musste am Ende TSV-Keeper Christian Rathjen festhalten, als er gegen den durchgebrochenen Klintworth prächtig reagierte (88.).

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