Über 90 Prozent für Saisonabbruch

Der außerordentlicher Verbandstag. Moderator Andreas Wurm (vorn) und dahinter (v.l.) NFV-Direktor Jan Baßler, NFV-Vizepräsident Finanzen Hans-Heinrich Hahne, NFV-Präsident Günter Distelrath und NFV-Direktor Steffen Heyerhorst. 
Foto: NFV
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Der außerordentlicher Verbandstag. Moderator Andreas Wurm (vorn) und dahinter (v.l.) NFV-Direktor Jan Baßler, NFV-Vizepräsident Finanzen Hans-Heinrich Hahne, NFV-Präsident Günter Distelrath und NFV-Direktor Steffen Heyerhorst. Foto: NFV

Nach nur 82 Minuten war alles entschieden: Auf dem am Sonnabend virtuell durchgeführten außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) haben sich die 324 stimmberechtigten Delegierten wie im Vorfeld erwartet mit deutlicher Mehrheit für einen Abbruch der Saison 2019/2020 ausgesprochen.

Verden – Von 291 uvabgegebenen Stimmen entfielen 265 (91,1 Prozent) auf den Antrag, die Saison nach Quotientenregelung mit Auf- (Regelaufsteiger und Relegationsplatz) aber ohne Abstieg auslaufen zu lassen. Drei Delegierte enthielten sich, 23 stimmten dagegen. Gewertet werden die Tabellenstände in sämtlichen Klassen (Herren, Frauen, Senioren, Junioren) vom 12. März 2020; dem Tag, als die Saison 2019/20 vom NFV-Verbandsvorstand zunächst bis zum 23. März, dann bis zum 19. April und schließlich bis auf Weiteres unterbrochen wurde. Am Rande sei erwähnt, dass alle Ergänzungs- oder Abänderungsanträge (Annulierung der Saison, Aufstieg aller Tabellenzweiten etc.), die einige Vereine eingereicht hatten, abgeschmettert wurden.

Damit stehen nun offiziell der TSV Etelsen in der Bezirksliga und der TSV Fischerhude-Quelkhorn als „Corona-Meister“ fest, kann nun auch nicht nur der MTV Riede endgültig aufatmen, der auf einem Abstiegsplatz stand, dieser aber durch die NFV-Entscheidung keine Relevanz mehr hat. „Natürlich ist es für uns jetzt von Vorteil zu wissen, dass wir die Landesliga definitiv inne haben. So wissen die Spieler, mit denen wir über einen Wechsel zu uns sprechen, in welcher Liga es für sie bei einer Zusage weitergehen würde“, zeigte sich Etelsens sportlicher Leiter Andre Koopmann zufrieden, dass nun endlich eine Entscheiung gefällt wurde.

NFV-Präsident Günter Distelrath hob zu Beginn der Video-Konferenz hervor, „dass wir in einer noch nie dagewesenen Ausnahmesituation alle gemeinsam überlegen mussten, wie wir zu belastbaren und nach Möglichkeit nicht angreifbaren Ergebnissen im Umgang mit der Saison kommen, die den Vereinen zugleich eine gewisse Planungssicherheit bietet. Und dies vor dem Hintergrund, dass natürlich die politischen und behördlichen Anordnungen jederzeit zu beachten sind.“ Dass es keine allumfassende Patenlösung gebe, die alle Vereine jubeln lässt, sei allen klar gewesen. Die zurückliegende Zeit bezeichnete er in einer Pressemitteilung des NFV als „einen Weg, der mit unzähligen Herausforderungen gepflastert war und allen, die sich im und für den Fußball engagieren, viel abverlangt hat.“

Offen blieb natürlich die Frage, ob es schon Pläne für die kommende Saison gäbe. Derzeit stünde noch kein offizieller Termin, wann die kommende Saison angeschossen werden könnte. Und mit welchem Spielmodus die nun „überfüllten“ Ligen zu rechnen haben. Distelrath verbreitete aber verhaltenen Optimismus, dass es schon bald wieder losgehen könnte: „Ich bin wirklich guten Mutes, dass die Monate der Ungewissheit bald enden werden und wir Fußball nicht nur im Training, sondern auch wieder unter Wettkampfbedingungen spielen können. Untersuchungen weisen darauf hin, dass Fußball, anders als Boxen oder Ringen zum Beispiel, keine Kontaktsportart im Sinne langanhaltender, statischer Ganzkörperkontakte mit hohem Infektionsrisiko ist. Vielmehr ist Fußball eine Sportart mit Kontakt über wenige Sekunden mit geringer Kontaktfläche. Vor diesem Hintergrund scheint es vertretbar, die Einschränkungen des Fußballspielens im Freien komplett aufzuheben.“

Von Frank Von Staden

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