Bartling: „Regionalliga-Los kein Fair-Play“

U15: Verden/Brunsbrocks Traum geplatzt

Der entscheidende Moment: NFV-Präsident Günter Distelrath präsentiert Göttingen 05 als Aufsteiger in die C-Junioren-Regionalliga – der JFV Verden/Brunsbrock blieb im Lostopf liegen. Links beobachtete Helge Kristeleit (NFV-Spielbetrieb) das Prozedere. 
Foto: NFV/Oltrogge
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Der entscheidende Moment: NFV-Präsident Günter Distelrath präsentiert Göttingen 05 als Aufsteiger in die C-Junioren-Regionalliga – der JFV Verden/Brunsbrock blieb im Lostopf liegen. Links beobachtete Helge Kristeleit (NFV-Spielbetrieb) das Prozedere. Foto: NFV/Oltrogge

Verden – Aus der Traum für die U15 des JFV Verden/Brunsbrock: Bei der Auslosung des Aufsteigers in die C-Junioren-Regionalliga durch NFV-Präsident Günter Distelrath war Glücksgöttin Fortuna den Allerstädtern nicht hold – das Los fiel auf Göttingen 05. Normalerweise wird der C-Junioren-Niedersachsenmeister und Aufsteiger in die Regionalliga bei einem Turnier um die Niedersachsenmeisterschaft ermittelt. Da die aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochene Saison eine Austragung nicht zuließ, musste laut Norddeutschem Fußball-Verband die Entscheidung per Los fallen.

Göttingen 05 hatte in der Landesliga Braunschweig zwar nur Platz vier belegt, rutschte aber in den Lostopf, da die besser platzierten Teams vom BSC Acosta, VfL Wolfsburg II und VfB Fallersleben nicht für die Regionalliga Nord gemeldet hatten. Da auch der Osnabrücker SC als Meister der Landesliga Weser-Ems seine Regionalliga-Bewerbung zurückgezogen hatte und weitere Meldungen aus diesem Bezirk nicht vorlagen, waren im Lostopf drei Teams vertreten. Neben Göttingen die Meister der Landesligen Hannover (TSV Havelse) und Lüneburg (JFV Verden-Brunsbrock).

Elfmeterschießen wäre Variante gewesen

Bei diesen beiden stößt das Prozedere natürlich nicht auf Gegenliebe. „Der Fair-Play-Gedanke, den der Verband immer preist, wurde praktisch mit Füßen getreten“, meinte Thomas Barting, Vorsitzender des JFV Verden/Brunsbrock am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung. Aus seiner Sicht hätte ein Elfmeterschießen zur Ermittlung des Aufsteigers anberaumt werden können: „Eine andere Variante wäre gewesen, alle drei aufsteigen zu lassen und die Staffel dann zu teilen. Aber dass der sportlich am schwächsten dastehende Club aus Göttingen der große Gewinner ist, spottet irgendwie jeder Beschreibung.“

Trotzdem wolle der JFV laut Bartling nun nicht als Spielverderber dastehen, werde die Entscheidung akzeptieren und seine U15 in die Landesliga schicken.

Nachdem sich die Verdener schriftlich beim Verband beschwert hatten, erhielten sie am Dienstagmittag eine Antwort von Lars Wolf vom Team Spielbetrieb und Recht im Niedersächsischen Fußballverband. Dort heißt es unter anderem: „Aufgrund der aktuellen Situation rund um COVID-19 blieb uns keine Alternative. Uns allen wäre eine sportliche Lösung lieber gewesen. Da die Meldung an den übergeordneten Verband aber bis heute geschehen muss, war eine sportliche Lösung nicht umsetzbar. Ein vermehrter Aufstieg in die Regionalliga war für den Norddeutschen Fußballverband nicht möglich.“  vde

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