Kahler verletzt sich das Knie – aus 21:17 wird noch 27:31 gegen Buxtehude II

TVO-Rausch folgt der Katzenjammer

In Buxtehudes Abwehr festgemacht: Anna-Lena Meyer trug drei Treffer bei – ihr TV Oyten verlor nach starker Leistung jedoch noch 27:31 gegen Buxtehude II. Foto: Hägermann

Oyten - Von Ulf Von Der Eltz. Die Szene schien unspektakulär – sie veränderte aber alles: Romina Kahler blieb mit dem rechten Bein im Boden hängen und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Auch eine Behandlung brachte nichts, die Torhüterin des TV Oyten wurde vom Feld geführt. 21:17 führten die Vampires im Drittliga-Duell gegen den Buxtehuder SV II zu diesem Zeitpunkt (39.), hatten den Spitzenreiter am Sonntag nach toller Leistung voll im Griff – gerieten jedoch aus dem Konzept und kassierten am Ende noch eine bittere 27:31-Pleite.

„Ich bin völlig bedient. Bis zur Verletzung, bei der wohl wie am Saisonstart die Seitenbänder und der Meniskus im Knie lädiert sind, war es ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben den Fans ein prima Match geboten, man sieht, wie sich das Team unter dem Trainerduo gesteigert hat“, haderte die Torfrau. Mit 13 Paraden hatte Kahler riesigen Rückhalt geboten und erst ermöglicht, dass sich die Heimsieben in einen Rausch spielen konnte.

Coach Marc Winter sah im Ausscheiden seiner Nummer eins ebenso den Hauptgrund für das Ergebnis: „Eindeutig der Knackpunkt, Köpfe und Schultern gingen runter. Wir waren die klar bessere Mannschaft, hätten sogar noch höher führen können.“ Mit einer konzentrierten Abwehrleistung wurde auch das Angriffsspiel von Minute zu Minute besser. Anspiele an den Kreis auf die torhungrige Jana Kokot (acht Treffer) ermöglichten eine 6:4-Führung (14.) nach einem Dreierpack des Routiniers. Der Favorit wusste nicht, wie ihm geschah, beim Wechsel lag Oyten 16:14 vorne. Neben Kahler und Kokot glänzte auch Nathalie Meinke, die sich im Rückraum oft energisch durchsetzte. „In der ersten Halbzeit ist fast alles optimal gelaufen. Wenn wir gegen den Spitzenreiter so auftreten, können wir noch auf den Klassenerhalt hoffen“, schöpft das Talent Mut aus der Vorstellung am Sonntag.

Dass dem Rausch der Katzenjammer folgte, machte Winter ebenso an den Schiedsrichtern Engeln und Schmitz fest: „Sie haben in der zweiten Halbzeit mit zweierlei Maß gemessen. Drei SV-Treffer von Außen waren übergetreten, wir haben auch zu oft in Unterzahl spielen müssen. Ich fühle mich schon benachteiligt.“ Mit der Leistung seines Teams war er aber zufrieden: „Sicher haben wir zu viele Chancen liegen gelassen. Wir sind jedoch auf dem richtigen Weg.“

Buxtehude nutzte den Bruch im TVO-Spiel nach Kahlers Aus routiniert, glich schon in der 44. Minute zum 21:21 aus und sorgte mit dem 26:23 (51.) für die Vorentscheidung. Bei den Vampires gelang nur noch wenig, was SV-Trainerin Heike Axmann letztlich noch jubeln ließ: „Romina hat stark gehalten, wir produzierten in Durchgang eins sehr viele Fehler nach vorne. Ein glücklicher Sieg.“ Nach dem Match verkündete Oytens Coach Winter den ersten Neuzugang: Rückraum-Ass Pia Franke steigt nächste Saison nach einjähriger Pause wieder ein.

TV Oyten: Kahler, Hassing - Goldschmidt (1/1), Winkler (1), Johannesmann, Bormann-Rajes (2), Peek, Führ, Jakob, Kokot (8/1), Pleß (3), Meyer (3), Meinke (8), Wolf (1).

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