Sieben auf einen Streich

TV Oyten II wird Werder-Auffangbecken

Kathleen Hertes sammelte ebenfalls schon Zweitligaerfahrung beim SV Werder Bremen und wird definitiv eine echte Verstärkung für den TVO II sein.
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Kathleen Hertes sammelte ebenfalls schon Zweitligaerfahrung beim SV Werder Bremen und wird definitiv eine echte Verstärkung für den TVO II sein.

Der TV Oyten entwickelt sich zu einem echten Auffangbecken für Handballerinnen des SV Werder Bremen II. So kann Oytens Oberliga-Coach Kai Flathmann jetzt sieben weitere Namen seinem nun 19 Spielerinnen fassenden Kader hinzufügen.

Oyten – Wenn das mal nicht ein feines Ostergeschenk für den Handball-Oberligisten TV Oyten war: So konnte Damen-Coach Kai Flathmann an den Feiertagen seiner Kaderliste gleich sieben weitere Neuzugänge auf einen Streich hinzufügen, ist die Sollstärke (19) damit im Grunde komplett. Interessant dabei: Erneut stammen alle Akteurinnen vom Liga-Konkurrenten SV Werder Bremen II. Damit avanciert der TVO zu einem Auffangbecken der Grün-Weißen, die bekanntlich ihre Strategie im Frauen-Handball neu ausgerichtet haben und in Zukunft in der Reserve vor allem auf junge Talente setzen wollen.

Katrin Salkic

Zu den Neuen gehört da auch Katrin Salkic. Die 34-Jährige zählte zu den absoluten Stammkräften im Rückraum des SVW II, sammelte auch schon Erfahrung in der Erstvertretung und ist für Flathmann „eine Führungsspielerin, die vorangehen kann und unseren jungen Spielerinnen mit Sicherheit den nötigen Halt verleihen wird!“ Die Rückraumallrounderin selbst musste nicht lange überlegen, als sich der TVO-Coach kürzlich bei ihr meldete. So verrät sie zweifache Mutter: „Wir waren in Bremen ein eingeschworenes Team. Als wir dann von den neuen Werder-Plänen gehört haben, wussten wir, wohin der Weg führen würde. Ich denke, es ist absolut legitim, was der Verein jetzt macht. Ich kann das sehr gut verstehen. Ich hätte sogar auch bleiben können, weil Werder einige Routiniers halten wollte. Doch ich wollte mit der alten Mannschaft zusammenbleiben. Und nachdem sich abzeichnete, dass sich alles Richtung Oyten orientieren würde und zudem das Gespräch mit Kai sehr angenehm war, musste ich nicht lange über einen Wechsel nachdenken. Der TV Oyten II ist für uns wirklich eine sehr gute Adresse!“

Mareike Schlegel

Dabei macht die Sport- und Fitnesskauffrau deutlich, „dass wir alle auch mit einem weinenden Auge gehen. Denn wir haben dem SV Werder viel zu verdanken.“

Wie zum Beispiel die erst 20-jährige Kathleen Hertes, die bereits in der 2. Liga erste Erfahrungen sammeln konnte und sich ebenfalls im Rückraum am wohlsten fühlt. Noch jünger ist da die 18-jährige Toni Schluroff. Sie kommt aus Werders A-Jugend in den Verdener Nordkreis, ist auf der Linksaußenposition beheimatet „und hat bei uns schon richtig gute Spiele abgeliefert“, versichert da Katrin Salkic.

Katrin Salkic: „Oyten ist eine gute Adresse“

Wie auch Jessica Galle (32/Rückraum, Kreis), Leonie Schulte (29/Rückraum) oder natürlich Katrin Friedrich. Die 30-Jährige spielte früher in Werders Ersten Linksaußen, zuletzt lieferte sie in der Oberliga starke Leistungen im Rückraum ab. Verrät Salkic so nebenbei: „Sie wird auch bald Mutter.“ Zurück in den Kreis Verden findet letztlich Mareike Schlegel. Die 28-Jährige sorgte für Werders Reserve am Kreis für Tore am Fließband, trug aber auch schon das Trikot der SG Achim/Baden.

Kai Flathmann wird also in der kommenden Spielzeit mit einem 19er-Kader die Qual der Wahl haben, kann dabei auf viel Erfahrung bauen. Dennoch setzt er die Ziele für die Saison erst einmal tief an, sagt: „Die Vorgabe des Vorstandes ist es, die Klasse zu halten, um so unserer Ersten einen guten Unterbau zu liefern. Ich denke, wir sind gut beraten, wenn wir uns nur darauf konzentrieren. Von etwas Anderem werde ich nicht sprechen!“ Fakt ist, dass die Vampires in allen Bereichen für die kommende Saison – wann immer die dann auch beginnen wird – gut aufgestellt sind

Von Frank Von Staden

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