Detlef Meyer: „Mussten einen Reizpunkt setzen“ / Gerüchteküche bringt Jan Fitschen ins Spiel

TV Oyten trennt sich von Axel Sammrey

Das Kapitel TV Oyten hat sich für Axel Sammrey erledigt. Nach einem Gespräch mit dem Vorstand muss der Trainer des Fußball-Bezirksligisten vorzeitig gehen.
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Das Kapitel TV Oyten hat sich für Axel Sammrey erledigt. Nach einem Gespräch mit dem Vorstand muss der Trainer des Fußball-Bezirksligisten vorzeitig gehen.

Oyten – Der nächste Paukenschlag beim TV Oyten. Bestätigte der Bezirksligist erst am vergangenen Donnerstag seinen ersten positiven Corona-Fall und liegt seitdem auf Eis, gab Fußball-Boss Detlef Meyer nun die Trennung mit sofortiger Wirkung von Trainer Axel Sammrey bekannt. Für ihn übernimmt zunächst einmal Reserve-Coach Jens Rathjen die Verantwortung, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Eine Entscheidung, die ihm alles andere als einfach gefallen ist. „Axel hat nicht nur als Trainer hervorragende Arbeit für den Verein geleistet, sondern ist den langen gemeinsamen Jahren auch zu einem guten Freund für mich geworden. Daher können und werden wir uns auch weiterhin vernünftig in die Augen gucken“, macht Meyer keinen Hehl aus seinem Gefühlsleben. Gleichwohl wollte Oytens Fußball-Boss auch nicht verschweigen, dass sich der TVO aktuell in keiner guten Situation befindet. Daher sah sich Meyer nach einem konstruktiven Gespräch mit Axel Sammrey letztlich zum Handeln gezwungen: „Wir haben gemeinsam überlegt, welche Reizpunkte wir für das Team setzen können. Zumal in der Vergangenheit nichts unversucht geblieben ist. Am Ende sind wir dann zu dem Entschluss gekommen, dass nur ein Trainerwechsel eine sofortige Veränderung für das Team darstellt.“

Letztlich kann ich Axel nur meinen Dank aussprechen. Es ist schwer zu beschreiben, was er als Trainer für einen Verein leistet. Daher ist es schon sehr schade, dass unsere Zusammenarbeit nun endet.

Oytens Fußball-Boss Detlef Meyer

Aber das ist beileibe nicht das Einzige, was Meyer zu ändern gedenkt. Nein, auch der Vorstand muss für ihn zeitnah zwingend neu aufgestellt werden. „Da muss dringend etwas passieren. Denn die Aufgaben, die zuletzt fast ausnahmslos bei Axel und mir lagen, sind einfach zu viele. In Anbetracht der enormen Fülle habe auch ich viele Dinge zu langsam oder gar nicht erledigt. Daher wünsche ich mir eine andere Verteilung, die sicher auch eine neue Betrachtung in den Verein bringen wird“, will sich Meyer neben der Suche nach einem Nachfolger für Sammrey zudem um neue Leute für den Vorstand, wie zum Beispiel einen Sportlichen Leiter, kümmern. „Letztlich kann ich Axel nur meinen Dank aussprechen. Es ist schwer zu beschreiben, was er als Trainer für einen Verein leistet. Er bietet den Jungs ein hochattraktives Training, bereitet sich sehr intensiv auf jede Aufgabe vor. Er hat nicht nur im ersten Jahr seiner Tätigkeit die Meisterschaft und den Aufstieg in den Bezirk erreicht, sondern ist auch immer wieder derjenige gewesen, der den Verein und sein Umfeld antreibt. Und dabei steht für ihn die Mannschaft immer an erster Stelle. Daher ist es schon sehr schade, dass unsere Zusammenarbeit nun endet“, weiß auch Meyer, dass der Zeitpunkt alles andere als günstig ist.

Axel Sammrey ist für Angebote offen

Für Axel Sammrey kam die Entscheidung nicht ganz aus heiterem Himmel. „Es war klar, dass hier etwas passieren muss. Auch bei mir hat sich zuletzt eine gewisse Unzufriedenheit breitgemacht. Aber so wird die Mannschaft vielleicht endlich mal aufgeweckt“, hat sich der 64-Jährige in letzter Zeit auch vermehrt selbst hinterfragt, ob er noch alles richtig macht. Gleichwohl hätte er gerne wenigstens noch für ein Spiel an der Seitenlinie gestanden. „Das wäre dann mein 250. als Trainer des TV Oyten gewesen. Aber dann muss ich eben mit 249 gehen“, erklärt der 64-Jährige nach seiner siebten Saison. Doch auch wenn Axel Sammrey schon Gespräche mit Spielern bezüglich eines Wechsels in der Winterpause geführt hat und schon viel Zeit in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte investiert hat – der 64-Jährige hegt keinen Groll. „Natürlich muss ich jetzt erst mal den Kopf freibekommen. Aber es bleibt nichts hängen. Dafür bin ich einfach schon zu lange dabei und bin auch zu gut mit Detlef befreundet. Daher wünsche ich dem Verein für die Zukunft alles Gute und hoffe, dass die gesteckten Ziele noch erreicht werden. Wie es bei mir dann weitergeht, weiß ich noch nicht. Natürlich bin ich für Angebote offen. Aber das muss schon passen!“

Kein Schnellschuss bezüglich eines Nachfolgers

Bezüglich eines möglichen Nachfolgers für Axel Sammrey hielt sich Detlef Meyer noch bedeckt. „Es wird definitiv keinen Schnellschuss geben. Aber wir werden sicherlich auch nicht die ganze Winterpause abwarten. Zumal wir der Mannschaft zeigen müssen, dass etwas passiert. Daher legen wir uns nun in Ruhe die Karten und bringen dann alles Weitere auf den Weg.“ Dass sich die Nachricht von der Trennung bereits wie ein Lauffeuer im Fußballkreis herumgesprochen hat – es kommt nicht überraschend. Nicht von ungefähr kursierten dann auch schon die ersten Gerüchte bezüglich eines möglichen Kandidaten. Dabei wurde immer wieder der Ex-Ottersberger Jan Fitschen hoch gehandelt. Zumal er in Kürze nur einen Steinwurf entfernt vom Oytener Sportplatz wohnt. Meyer wollte sich an diesen Spekulationen jedoch nicht beteiligen, versichert: „Ich habe aktuell noch mit keinem Trainer gesprochen.“ Eine Aussage, die Jan Fitschen bestätigen konnte. „Es ist doch nur logisch, dass mein Name gehandelt wird. Schließlich habe ich aktuell ja keinen Verein. Aber ich kann da nichts zu sagen, zumal mit mir definitiv noch keiner gesprochen hat. Daher kommentiere ich auch keine Gerüchte, sondern lasse alles in Ruhe auf mich zukommen.“

Von Kai Caspers

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