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TV Baden: Am Ende überwiegt der Stolz

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Von: Frank von Staden

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Ole Sagajewski wurde nach dem 1:3 in Warnemünde zum besten Badener Spieler gekürt.
Ole Sagajewski wurde nach dem 1:3 in Warnemünde zum besten Badener Spieler gekürt. © von Staden

Das war es dann: Mit 1:3 verabschiedeten sich Badens Zweitliga-Volleyballer aus der Saison und auch aus der Liga, mussten sich am Ende einem SV Warnemünde geschlagen geben, der gerade in der Schlussphase der Sätze zwei bis vier mehr anzubieten hatte.

Coach Werner Kernebeck attestierte seinem Team trotz der Niederlage eine gute Leistung.
Coach Werner Kernebeck attestierte seinem Team trotz der Niederlage eine gute Leistung. © von Staden

Baden –Es war damit auf den ersten Blick nicht der erhoffte glorreiche Abgang aus der 2. Volleyball-Bundesliga, doch letztlich dürfte bei den Spielern des TV Baden aber dann dennoch der Stolz überwogen haben, das Bundesliga-Unterhaus vier Jahre lang gerockt zu haben und für die Klasse eine echte Bereicherung gewesen zu sein. So sah es auch Coach Werner Kernebeck, der nach dem Match nicht den Bus zurück Richtung Baden bestieg, sondern sich noch einen Zusatztag an der Ostseeküste gönnte: „Wir haben das letzte Spiel verloren, ja. Aber keiner der Jungs hatte in seinem Spiel den Schlendrian drin. Jeder wollte noch einmal zeigen, dass er zu Recht in der 2. Liga Volleyball gespielt hat. Nein, wir haben uns auch nach dieser Partie wieder einmal nichts vorzuwerfen.“ Vor allem Ole Sagajewski musste der Übungsleiter nach dem 25:20, 21:25, 23:25 und 22:25 ein wenig aufbauen. Denn der wurde nach dem Spiel zum besten Badener Akteur gekürt, „konnte sich aber erst so gar nicht darüber freuen, dass es letztlich nur die Silbermedaille wurde. Das kam erst später. Er hat diese MVP-Medaille absolut verdient. Denn er hat wieder einmal geliefert ohne Ende“, so der Coach, der befand, „dass unser Matchplan durchaus aufgegangen ist. Was am Ende fehlte, waren die Punkte in den entscheidenden Phasen. Das Ergebnis zeigt ja, dass das Spiel enorm eng war. In den Endphasen der letzten Sätze aber hat Warnemünde dann immer einen Tick mehr Souveränität an den Tag gelegt. So war der Sieg dann auch verdient – ein Satz mehr für uns hätte es aber durchaus sein können.“

Zweitliga-Volleyballer verlieren zum Abschluss mit 1:3 in Warnemünde

Dieses Spiel in Warnemünde, es wird den Badenern sicher noch etwas länger in Erinnerung bleiben. Nicht nur, weil es für wohl sehr lange Zeit das letzte war, „sondern weil die Stimmung in der dortigen Halle auch unglaublich war. Rund drei- bis vierhundert Zuschauer haben wirklich Vollgas gegeben. Es war richtig was los. Das hat uns noch einmal unglaublich Spaß gemacht, vor solch einer Kulisse zu spielen. Da hatten es die Handvoll mitgereisten Badener Anhänger schwer. Doch die haben dann Lärm für 100 gemacht“, schmunzelte Kernebeck.  

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