Schwache erste Hälfte wird Goerdel-Elf zum Verhängnis gegen Lüneburg

TSV Etelsen wacht zu spät auf – 2:3

In der ersten Halbzeit liefen Etelsens Kapitän Simon Gloger (rechts) und sein Team zumeist nur hinterher.
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In der ersten Halbzeit liefen Etelsens Kapitän Simon Gloger (rechts) und sein Team zumeist nur hinterher.

Etelsen – Völlig ausgepumpt sanken die Spieler des Fußball-Landesligisten TSV Etelsen nach der 2:3 (1:3)-Niederlage gegen den MTV Treubund Lüneburg auf den Boden. Während Kapitän Simon Gloger einfach nur mit dem Kopf schüttelte, ging Pascal Döpkes Blick nur ins Leere. Stellvertretend für den Rest des Teams war beiden deutlich anzumerken, dass gegen den Titelaspiranten deutlich mehr drin gewesen wäre.

„Das war schon richtig bitter und hat mich an das Duell in der vergangenen Saison erinnert. Auch da waren wir in der zweiten Hälfte drückend überlegen und konnten uns letztlich nicht belohnen“, wäre für Nils Goerdel ein Punkt verdient gewesen. Allerdings wollte Etelsens Trainer auch nicht verschweigen, dass seine Mannschaft eine enttäuschende erste Halbzeit abgeliefert hat. „Da waren wir immer einen Schritt zu spät und nicht wirklich drin im Spiel. Daher ging Lüneburgs Führung zur Pause auch völlig in Ordnung, wobei die Tore für mich quasi aus dem Nichts gefallen sind“, erklärte der 38-Jährige. Extrem verärgert zeigte sich Goerdel dabei über die Entstehung der ersten beiden Gegentore, da beide aus einem vorherigen Einwurf des MTV resultierten. Beim 0:1 (18.) durch Paul Knacke wurde nicht konsequent genug geklärt und beim 0:2 (19.) durch Max Ratzeburg stimmte die Zuordnung einfach nicht. Als erneut Ratzeburg in der 27. Minute auf 3:0 erhöhte, drohte ein komplettes Debakel. Zumal die Köpfe auf Seiten der Etelser merklich nach unten gingen und die Lüneburger Ball und Gegner laufen ließen. Quasi aus dem Nichts jedoch ein Hoffnungsschimmer für die Etelser. Nach einem langen Einwurf von Kevin Bähr verpasste zwar zunächst Pascal Döpke, doch dafür war Simon Gloger per Kopf zur Stelle – 1:3 (37.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause, da Torhüter Cedric Dreyer kurz vor dem Wechsel mit einer Glanzparade einen weiteren Gegentreffer verhinderte.

Nur Simon Gloger und Pascal Döpke treffen für Etelsen

In der zweiten Hälfte agierten die Gastgeber wesentlich druckvoller. „Vielleicht hätte ich schon eher auf Dreierkette umstellen sollen“, sparte Goerdel nicht mit Eigenkritik. Hatten Gloger (55.) und Döpke (70.) zunächst noch den Anschluss verpasst, war es in der 71. Minute endlich so weit. Pascal Döpke verkürzte auf 2:3. Was folgte, war ein einziger Sturmlauf der Etelser. Den Lüneburgern schien mehr und mehr die Luft auszugehen. Doch trotz bester Chancen wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Zunächst strich ein Schuss von Alexander Ruf (77.) knapp am Tor vorbei, ehe Luca Bischoff nach einem Traumpass von Nils Koehle (82.) etwas zu langen mit dem Abspiel zögerte und Döpke somit einen Tick zu spät kam. In der 85. Minute zappelte das Leder zum vermeintlichen Ausgleich im Tor der Gäste, doch Schiedsrichter Mika Jungclaus verweigerte dem Treffer wegen einer vorherigen Abseitsstellung die Anerkennung. „Das war niemals Abseits“, hatte Goerdel da eine komplett andere Sichtweise. „Aber letztlich müssen wir uns darüber nicht beklagen, sondern uns an die eigene Nase fassen. In der ersten Hälfte waren wir fußballerisch einfach nicht gut. Positiv ist, dass die Mannschaft nicht aufgesteckt hat. Und physisch sind wir voll auf der Höhe. Aber leider stehen wir trotzdem ohne etwas Zählbares da.“

Von Kai Caspers

Nach Pascal Döpkes Anschlusstreffer zum 2:3 keimte wieder Hoffnung auf am Etelser Schlosspark.

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