Landesliga-Fußballer organisieren Lauf-Challenge / Pro Kilometer 20 Cent für guten Zweck

TSV Etelsen sucht echte Kilometerfresser

Nico Meyer, Bastian Reiners und Simon Gloger auf Zoom
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Wie sich das in den momentanen Zeiten gehört: Nico Meyer, Bastian Reiners und Simon Gloger besprechen die anstehende Challenge aus dem Homeoffice heraus per Zoom.

Jetzt wird beim TSV Etelsen gelaufen, bis die Schwarte kracht! Und das zu einem guten Zweck. Denn jeder gelaufene Kilometer im gesamten Monat Februar wird mit 20 Cent belohnt.

  • Coole Idee des TSV Etelsen: Im Februar wird für den guten Zweck gelaufen
  • Vier Firmen honorieren jeden Kilometer mit 20 Cent
  • Regionale soziale Einrichtungen profitieren davon

Etelsen – Wie cool ist das denn, bitteschön? In der Corona-Zwangspause haben sich die Landesliga-Fußballer des TSV Etelsen eine außergewöhnliche Challenge ausgedacht. Fit halten für den Re-Start – wann immer auch der Lockdown 2.0 als beendet erklärt wird – und gleichzeitig Gutes tun. Wie das geht? Ganz einfach: Einen Monat lang sollen alle Sportler, die dem TSV Etelsen angehören, so viele Kilometer wie möglich joggen.

Jeder Kilometer wird dann von einem Sponsor mit 20 Cent honoriert. Das Geld wiederum wird von den Schlossparkkickern lokalen gemeinnützigen Einrichtungen gespendet.

Fünf Schlossparkkicker als Organisatoren

Dieses Event, das über den gesamten Februar stattfinden soll, riefen die 1.Herren-Spieler Simon Gloger, Max Jäger, Bastian Reiners, Nico Meyer als auch Stephan van Freeden beim TSV ins Leben. Und das Quintett hofft, den gesamten Verein mobilisieren zu können. „Alle raus aus den Sesseln“, ruft da Gloger nicht nur allen Fußball-Mannschaften im TSV zu, sondern fordert auch alle anderen Abteilungen auf, zu wahren Kilometerfressern zu werden. „Wir wünschen uns, dass ein regelrechter Wettstreit innerhalb unseres Vereins entsteht, dass der eine den anderen übertrumpfen will. Denn jeder Kilometer zählt“, sagt da Gloger weiter und sendet fast im selben Atemzug ein riesiges Dankeschön an die vier Sponsoren, die sich bereiterklärt haben, die Firmenschatulle zu öffnen. So wird in der ersten Februar-Woche der KFZ-Meisterbetrieb Klaus Meyer jede Laufstrecke honorieren, die Spende wird das Orga-Team dann recht zeitnah an die Achimer Tafel weiterleiten. Woche zwei wird dann die Axa-Versicherung Falko Zill übernehmen. Zill entschied sich dafür, dass das Tierheim in Verden bedacht werden soll. Das Autohaus Korte & Meyer ab Tag 15 Gewehr bei Fuß, möchte dabei, dass seine hoffentlich üppige Spende den Kindern und Jugendlichen des Waldheims in Cluvenhagen zugute kommt. Den Schlusspunkt schließlich wird dann das „Käsewerk Etelser“ setzen. Alle Kilometer, die in der vierten und damit letzten Woche gelaufen werden, erfreuen später die Organisation Löwenherz in Syke.

Wenn wir uns alle versuchen gegenseitig zu übertrumpfen, wird der erhoffte Kick nicht ausbleiben und schon ‘ne Menge Holz bei ‘rumkommen.

Simon Gloger

„Schon jetzt laufen bei uns innerhalb der Mannschaften Wetten, wer die längste Strecken reißen wird. Dabei appellieren wir aber auch an die Fairness. Denn letztlich sollen nur gelaufene Kilometer honoriert werden. Das Rad oder gar das Auto sollten da besser in der Garage stehenbleiben“, so der Landesliga-Kapitän, der sich übrigens selbst momentan auch dadurch fit hält, indem er seinen Weg zur Arbeit mit dem Bike bestreitet. „Sind nur 20 Minuten – aber immerhin“, grinst der 28-Jährige.

Maximilian Jäger

Schummler sind ergo nicht gern gesehen bei dieser großartigen Challenge, die die Etelser aber nicht neu erfunden haben. „Wir haben gesehen, dass auch der TV Sottrum vor kurzem schon diese Idee hatte und waren davon sofort begeistert. Wir haben uns gedacht, dass wir das Jahr 2021, das Jubiläumsjahr des TSV Etelsen, besser nicht einläuten könnten“, verrät der Führungsspieler.

Stephan van Freeden

Nun, zum „100-Jährigen“ gibt es definitiv langweiligere Aktionen, die man in einer Zeit, in der das Feiern wohl noch etwas länger nicht erlaubt sein wird, ins Leben rufen kann.

Mega-Lust auf „Just do it in Etelsen“

Übrigens: Jeder gelaufene Kilometer muss nachgewiesen werden. Entweder mit einer Handy-App oder einer Laufuhr. „Keine Buchung ohne Belege“, grinst da Gloger. Eine Mindestlaufleistung haben sich die Etelser dabei nicht gesetzt. „Wenn wir uns alle versuchen gegenseitig zu übertrumpfen, wird der erhoffte Kick nicht ausbleiben und schon ‘ne Menge Holz bei ‘rumkommen“, ist dem Etelser Defensivspieler schon jetzt die Lust auf „Just do it in Etelsen“ anzumerken.

Von Frank Von Staden

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