Trotz Karriereende startet der Titelverteidiger und Ex-Nationalspieler beim 5. „Magic-TT-Cup“

Peter Franz das Zugpferd in Oyten

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Macht für das TT-Turnier in Oyten eine Pause vom Karriereende: Ex-Nationalspieler Peter Franz.

Oyten - Von Kai Caspers. Der 44-jährige Peter Franz blickt auf eine beeindruckende sportliche Karriere zurück. Viermal war der 114-fache Tischtennis-Nationalspieler Deutscher Vizemeister im Einzel und holte darüber hinaus fünfmal den Titel im Doppel. Dazu kommen acht Teilnahmen an Weltmeisterschaften sowie zwei Auftritte bei Olympia. Zuletzt trainierte der Bremer den französischen Spitzenverein AS Pontoise-Cergy TT, bei dem er Ende Mai nun seine Karriere beendete. Für den 5. Oytener „Magic-TT-Cup“ vom 3 bis 5. Juli macht Franz jedoch eine Ausnahme und geht als Titelverteidiger erneut an den Start.

Herr Franz, nach Jahren an der Tischtennisplatte haben Sie ihren Schläger offiziell an den Nagel gehängt. Warum machen Sie für das Turnier in Oyten nun eine Ausnahme?

Peter Franz: Schon im vergangenen Jahr war ich von der guten Organisation und netten Atmosphäre positiv überrascht. Auch der Sport ist nicht zu kurz gekommen. Daher war es nur eine Frage, ob ich es auch zeitlich einrichten kann.

Aus sportlicher Sicht ist es für Sie aber sicher keine Herausforderung, oder?

Peter Franz: Auch wenn es letztes Jahr vielleicht nicht so ausgesehen hat, war es für mich nicht so einfach. Und ich befürchte, dass es dieses Mal noch enger wird. Ich bin selber gespannt, wie meine Form denn ist, zumal ich zuletzt aufgrund meines neuen Jobs keine Zeit mehr zum Training hatte und daher körperlich sicher nicht so gut drauf bin wie im vergangenen Jahr.

Was machen Sie denn aktuell? Haben Sie dem Tischtennis komplett den Rücken gekehrt?

Peter Franz: Nein. Natürlich nicht. Ich bin derzeit als Europa-Geschäftsführer für Yamato Takkyu tätig. Die Firma vertreibt alles, was für den Tischtennissport notwendig ist.

Haben Sie sich in ihrem neuen Metier schon zurechtgefunden?

Peter Franz: Auch wenn ich ein Fernstudium Sport-Management absolviert habe, ist das für mich eine riesige Umstellung. Schließlich ist für mich trotz meiner weltweiten Kontakte ja alles neu. Von daher bin ich auch noch auf meine Mitarbeiter angewiesen, ehe ich einen kompletten Überblick habe.

Zurück zum Sport. Spielen Sie in Oyten erneut nur Einzel?

Peter Franz: Ich habe dieses Mal auch im Doppel gemeldet und spiele mit Klaus Sobing vom TV Oyten. Mal gucken, was wir bei unserem Debüt reißen können. Sicher ist jedoch, dass es vorher keine Trainingseinheit geben wird.

Apropos sicher: Ist ihr Karriereende endgültig, oder besteht doch noch die Möglichkeit für ein Comeback bei einem unterklassigen Verein in der näheren Umgebung von Bremen?

Peter Franz: Zum jetzigen Zeitpunkt schon. Natürlich hat es einige Anfragen gegeben. Da ich beruflich aber stark eingespannt bin, habe ich erstmal alles abgesagt. Aber im Tischtennis soll man bekanntlich ja nichts ausschließen. Vielleicht habe ich ja schon nächstes Jahr so viel Lust, dass ich doch wieder zum Schläger greife. Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Jetzt spiele ich aber erstmal das Turnier in Oyten und freue mich hoffentlich auf ein paar schöne Begegnungen.

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