Tristesse statt Torjubel auf den Plätzen

Ein Anblick, den man an üblicherweise anstehenden Spieltagen gar nicht gerne sieht: Eingangstor beim TSV Dörverden.
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Ein Anblick, den man an üblicherweise anstehenden Spieltagen gar nicht gerne sieht: Eingangstor beim TSV Dörverden.

Verden/Achim – Das ist schon extrem bitter: Der November gilt ja allgemein als eher ungemütlicher Monat mit beginnender Kälte und fiesem Nebel oder Nieselregen, der einem bis ins Mark kriecht. In diesem Jahr ist das anders. Es wird zwar kälter, aber in der vergangenen Woche schien oft die Sonne. Herrliches Wetter zum Fußballspielen. Aber Pustekuchen. Wegen der Corona-Pandemie ist der Amateurfußball bis Ende November untersagt. Wir haben uns einmal im Landkreis Verden auf ein paar Plätzen umgeschaut.

TSV Bassen

Was gingen an der Bassener Dohmstraße in den vergangenen Jahren im Herbst immer für heiße Derbys in der Bezirksliga ab! Die Ultras des Bezirksligisten stärkten sich immer erst einmal an „Faxes Gourmet-Tempel“ und gurgelten ordentlich die Kehle mit Gerstenkalt, ehe sie dann lauthals ihr Team unterstützten – und den Gegner mit oft nicht gerade spruchreifen Attributen bedachten. Und jetzt? Völlige Tristesse. Höchstens die Mähmaschinen stören ab und an noch die Stille mitten im Ort.

TSV Achim

Was für ein „geiler“ Kunstrasenplatz, den da die Achimer Fußbvall-Vereine kurz vor dem Lockdown 2.0 auf der Sportanlage des TSV noch übergeben bekommen haben. Es hätte die Heimstätte des Oberligisten aus Uphusen als auch die der beiden Bezirksligisten aus dem Weserstädtchen in den Wintermonaten sein sollen, wenn das Schmuddelwetter auf normalen Plätzen Training und Spielbetrieb außer Gefecht gesetzt hätte. Und nun? Gähnende Leere, das neue Geläuf völlig verwaist.

FC Verden 04

Tote Hose am Hubertushain: Die Heimstätte des Landesligisten FC Verden 04 glänzt schon mit hochgezogenen Tornetzen – üblicherweise ein Anblick in der Winterpause. Nebenan auf dem Trainingsplatz haben sich die Tore anscheinend schon für den Schlaf in der kalten Jahreszeit hingelegt. Auch im Stadion, in dem U19-Niedersachsenligist JFV Verden/Brunsbrock letztmals am 3. Oktober kickte und das zur Wochenmitte fast komplett im Nebel lag, reicht das Tornetz nicht mehr bis auf den Rasen.

TSV Dörverden

Beim Kreisligisten TSV Dörverden hindert ein Schild am Gang in Richtung Rasenplatz: „Unbefugtes Betreten verboten.“ Eigentlich normal. Jetzt im Lockdown sehen sich die Kicker aber ebenfalls an den sonst üblichen Trainingstragen diesem Schriftzug gegenüber. Und an Sonntagen auch noch zusammen mit den mittlerweile wohl ausgehungerten Fans.  vst/vde

Das weite Rund im Nebel – die Tornetze hochgehängt: So bot sich das Stadion, Heimspielstätte von Verden/Brunsbrocks U19, in der Wochenmitte dar.
Ein Tor, das sich offensichtlich zum vorzeitigen Winterschlaf gelegt hat – am Verdener Hubertushain angetroffen.
Wo sonst die Bassener Ultars vor Faxes Gourmet-Tempel gestanden haben, herrscht jetzt gähnende Leere.
Fein gemähter Rasen und bestes Fußballwetter – doch rollen wird der Ball auf der Anlage des TSV Achim vorerst nicht, das Sportgerät verliert ganz langsam seine Farbe.

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