„Fünf-Personen-Regel“ sorgt für Verwirrung / Breves: „Wir sind total unsicher“

Trainingsstart – Verden rudert zurück

Aber bitte mit Abstand! Der FC Verden 04 wollte unter Coach Frank Neubarth jetzt ins Training zurückkehren – aufgrund der Unsicherheit in Sachen „Fünf-Personen-Regel“ wurde der Re-Start aber auf Eis gelegt. Archivfoto: Wächter

Verden - Von Ulf Von Der Eltz. Es wäre zu schön gewesen für den FC Verden 04: Nach der Öffnung der Outdoor-Sportanlagen ab dem 6. Mai unter bestimmten Bedingungen durch die Niedersächsische Regierung wollte der Fußball-Landesligist an diesem Mittwoch eigentlich mit dem Trainingsbetrieb beginnen. „Ja, wir verfolgten den festen Plan, zumal die Stadt Verden auch die Erlaubnis dafür gegeben hatte“, erklärte Henning Breves, 2. Vorsitzender, am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung. Das hatten die Allerstädter auch auf ihrer Facebook-Seite kommuniziert (wir berichteten exklusiv).

Dieser Plan wurde nun aber durchkreuzt und erst mal wieder auf Eis gelegt. Verantwortlich dafür ist die „Fünf-Personen-Regel“, wonach nur in Kleinstgruppen mit dieser Spieleranzahl unter Beachtung vielerlei Gesichtspunkte zur Vermeidung von Infektionen mit dem Coronavirus trainiert werden darf. Breves stellt die für ihn und seinen FC entscheidende Frage: „Wie ist das mit den fünf Personen überhaupt gemeint? Genau in diesem Punkt herrscht bei uns Unsicherheit.“

Was Verdens Vize zu dieser Frage veranlasst, erläutert er wie folgt: „Dürfen auf dem gesamten Platz nur fünf Spieler trainieren? Oder darf ich in der einen Ecke mit fünf Kickern arbeiten, in der anderen Ecke auch mit fünf und in einem dritten Bereich des Platzes wiederum mit fünf weiteren?“ Was Breves und Co. in die komplette Unsicherheit trieb: „Wir haben beim NFV Kreis Verden nachgefragt, wie diese Regel denn genau gemeint ist. Und zu unserer Überraschung kam die Antwort, dass man es dort auch nicht so richtig wisse.“ Als Konsequenz müssen die Allerstädter nun auf eine detaillierte Anweisung seitens des Niedersächsischen Fußball-Verbandes oder gar des Deutschen Fußball-Bundes warten. „Bisher gab es da keine einheitliche Sprachregelung. Erst wenn das klargestellt ist, werden wir unsere Spieler auf den Platz schicken können“, hadert Breves. Bis zum Mittwoch habe der 2. Vorsitzende keine entsprechende Antwort erhalten.

Denn wenn lediglich fünf Akteure auf dem ganzen Platz erlaubt wären, „hätten wir ein Problem. Dann könnten wir keinen Trainingsbetrieb für alle unsere 26 Mannschaften anbieten, sondern nur für unsere Leistungsteams – und das auch nur einmal pro Woche. Ob sich dazu dann Anreisen zum Beispiel aus Bremen überhaupt lohnen, steht auf einem anderen Blatt“, wie Breves betont. Wobei ohnehin nicht am Huberushain, sondern einzig auf dem Kunstrasenfeld am Verwell und auf dem Platz daneben trainiert werden könne: „Nur dort könnten wir Auflagen wie Hygienemaßnahmen, Bereitstellung von Desinfektionsmitteln und einen Einlass für einzelne Personen garantieren.“

In den Betrieb zurückkehren möchten die Reiterstädter trotz der noch ausstehenden Entscheidung aus Barsinghausen, ob die seit Mitte März ruhende Saison unterhalb der Regionalliga in Niedersachsen überhaupt noch einmal fortgesetzt oder abgebrochen wird. Vor kommenden Montag ist aber keine Äußerung des NFV zu erwarten. Wobei Breves eine klare Meinung vertritt: „Wir haben wie die große Mehrheit für einen Abbruch gestimmt. Ich gehe davon aus, dass sich Barsinghausen danach richtet.“

Solange jedoch eine Fortsetzung nicht offiziell vom Tisch ist, möchte sich der FC schließlich auf eine eventuelle Fortsetzung vorbereiten: „In diesem Fall müssen unsere Spieler natürlich fit sein.“ Sollte erst im September und dann mit einer neuen Saison wieder gespielt werden, „sollten wir nicht völlig außer Form sein.“ Auch wichtig für Breves: „Außerdem wollen sich die Spieler ja mal wiedersehen.“ Damit müssen sie vorerst aber noch warten – wie auch der FC mit einer Antwort zur „Fünf-Personen-Frage.“ Verdens 2. Vorsitzender hegt die Hoffnung, „dass daran jetzt mit Hochdruck gearbeitet wird.“

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