Gesundheitsamt gibt Okay für Konzept – auch bei Wahnebergen und Oyten

Training trotz Corona: Etelsen startet

Ein gewohntes Bild in den vergangenen Monaten – der verwaiste Sportplatz beim TSV Etelsen: Aber damit ist jetzt Schluss. Dank einer Genehmigung des Gesundheitsamtes in Verden absolvierten die Schlossparkkicker trotz der Corona-Pandemie bereits wieder die ersten Trainingseinheiten.
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Ein gewohntes Bild in den vergangenen Monaten – der verwaiste Sportplatz beim TSV Etelsen: Aber damit ist jetzt Schluss. Dank einer Genehmigung des Gesundheitsamtes in Verden absolvierten die Schlossparkkicker trotz der Corona-Pandemie bereits wieder die ersten Trainingseinheiten.

Noch ist nicht klar, ob die Fußballer ihre Saison fortsetzen werden oder nicht. Dennoch haben mit Landesligist TSV Etelsen, Bezirksligist TV Oyten und dem SV Wahnebergen gleich drei Teams aus dem Kreis Verden trotz der Corona-Pandemie das Training wieder aufgenommen. Allerdings haben sich alle drei Vereine zuvor eine Genehmigung vom Gesundheitsamt Verden eingeholt.

Etelsen – Seit kurzem hatten in der Coronavirus-Pandemie Fußball-Talente bis 14 Jahre in Gruppen üben dürfen – mittlerweile sind auch Erwachsene wieder auf den Trainingsplätzen zu sehen. Mit einer Genehmigung des Gesundheitsamtes kehrten der TSV Etelsen, der SV Wahnebergen sowie der TV Oyten in die Einheiten zurück. „Entscheidend war das Hygienekonzept, mit dem die Vereine ihre Anfrage verbunden hatten. Wir haben es für angemessen befunden und daher die Zulassungen für diese drei Klubs erteilt“, bestätigte Reiner Heemsoth, Verwaltungsleiter aus dem Verwaltungsbereich Corona beim Gesundheitsamt Verden, am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung.

Entscheidend war das Hygienekonzept, mit dem die Vereine ihre Anfrage verbunden hatten. Wir haben es für angemessen befunden und daher die Zulassungen für diese drei Klubs erteilt.

Reiner Heemsoth, Verwaltungsleiter aus dem Verwaltungsbereich Corona beim Gesundheitsamt Verden

Die Maßnahmen zur Vermeidung von Infizierungen sehen vor, dass die Anlage je nach Größe in vier bis fünf kleine Felder einzuteilen ist. In jedem Feld dürfen maximal zwei Personen ohne Körperkontakt üben – vom Trainer mit ausreichend Abstand beobachtet. Innerhalb der jeweiligen Felder darf es keine personellen Wechsel geben. „Natürlich kommen die Sportler bereits umgezogen zur Anlage, Duschen und Umkleiden bleiben geschlossen. Und es gelten sämtliche normalen Kontaktbeschränkungen“, ergänzt Heemsoth.

Maßnahmen stehen mit dem entsprechenden Passus der jetzigen niedersächsischen Corona-Verordnung in Einklang.

All diese Maßnahmen würden mit dem entsprechenden Passus der jetzigen niedersächsischen Corona-Verordnung in Einklang stehen. Heemsoth macht aber klar, „dass das Konzept so nicht fortgeführt werden kann, wenn Verschärfungen seitens der Politik angeordnet werden sollten. In diesem Fall würden wir sofort wieder runterfahren.“ Das bedeute letztlich auch, dass es sich nicht um Dauerzulassungen handele. Zusätzlich würden die Einhaltungen kontrolliert und bei Zuwiderhandlungen Bußgelder ausgesprochen werden.

Allerdings hört sich das im ersten Moment deutlich spektakulärer an, als es dann auch in Wirklichkeit ist.

Etelsens Nils Goerdel nach den ersten Trainingseinheiten

Die Etelser Schlossparkkicker kehrten bereits am vergangenen Dienstag erstmals auf den Rasen zurück. „Mittlerweile haben wir schon drei Einheiten absolviert“, bestätigt Nils Goerdel, Trainer des Landesligisten, auf Nachfrage. „Allerdings hört sich das im ersten Moment deutlich spektakulärer an, als es dann auch in Wirklichkeit ist“, gibt Goerdel zu verstehen. Zwar steht nach den zahllosen individuellen Laufeinheiten in den vergangenen Wochen der Ball endlich mal wieder im Mittelpunkt, doch von einem regulären Trainingsbetrieb sind die Blau-Weißen noch ganz weit entfernt. „Wir haben den Platz in fünf verschiedene Bereiche unterteilt. Und in diesen geht es darum, dass die Jungs mit verschiedenen Übungen langsam aber sicher zumindest wieder das Gefühl für die Pille entwickeln. Aber das alles ohne Zweikämpfe und immer nur jeweils zwei Personen in einem Bereich“, erklärt der Etelser Coach. „Für uns Trainer hat das zur Folge, dass wir uns logischerweise einiges einfallen lassen müssen, um die Einheiten so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.“

Natürlich hatten alle ihren Spaß, endlich mal wieder ein bisschen zu kicken. Aber auf Dauer wird ein Training in dieser Form natürlich schon etwas öde.

Etelsens Trainer Nils Goerdel

Auch wenn mit der Rückkehr auf den Platz zumindest ein bisschen Normalität eingekehrt ist, erklärt Goerdel: „Natürlich hatten alle ihren Spaß, endlich mal wieder ein bisschen zu kicken. Aber auf Dauer wird ein Training in dieser Form natürlich schon etwas öde.“ Gleichwohl will er trotzdem daran festhalten, insofern es das Gesundheitsamt weiterhin zulässt. Aus einem guten Grund. „Es ist sicherlich klar, dass wir das nicht nur aus Spaß an der Freude machen. Nein, ursprünglich hatten wir ja noch Ostern für einen möglichen Re-Start der Saison im Hinterkopf. Dafür hatte der NFV allen Vereinen eine Vorbereitungszeit von zwei Wochen eingeräumt. Mit dem verfrühten Einstieg ins Training hatten wir uns einen Vorsprung von zwei Wochen erhofft, um für den Ernstfall ein paar mehr Körner zu haben“, begründet Goerdel die ursprüngliche Intention der Anfrage ans Gesundheitsamt. Ob der Vorsprung dann nun letztlich auch zum Tragen kommt – in der aktuellen Situation erscheint es mehr als fraglich. Goerdel: „Die Zahlen steigen bekanntlich ja wieder deutlich an. Daher ist offen, ob die Saison überhaupt zu Ende gespielt wird. Zumal der NFV auch erstmals einen Abbruch signalisiert hat.“

Vereine können unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsmaßnahmen auch ohne Anfrage beim Gesundheitsamt ins Training einsteigen.

Wichtig für andere Vereine: Auch sie könnten unter Beachtung dieser vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen ins Training einsteigen, ohne explizit beim Gesundheitsamt anzufragen. Heemsoth setzt dabei Vertrauen in die Klubs, „dass sie sich schon aus Angst vor möglichen Infizierungen und auch Kontrollen strengstens an alle Maßnahmen halten werden.“

Von Ulf Von Der Eltz Und Kai Caspers

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