Trainer verlängern / Turbulentes Match gegen Worpswede / „Ohne Struktur und Laufbereitschaft“ / Meyer und Kohlwey nach Hassel

4:5-Rückschlag für Dörverden – aber Duo Pohlner/Göhner setzt Zeichen

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Mit letztem Einsatz: Andreas Meyer (2.v.l.) versucht zu köpfen. Der Dörverdener traf beim 4:5 doppelt.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. DörverdenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Das war nichts für schwache Nerven: Neun Tore, eine rund zehnminütige Unterbrechung wegen Gewitterregens, Platzverweis für Worpswedes Kück in der siebenminütigen Nachspielzeit – und am Ende standen die Fußballer des TSV Dörverden wie die begossenen Pudel da. Mit 4:5 (1:1) kassierten die Grün-Weißen einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Vier Runden vor Schluss beträgt der Abstand zum Relegationsplatz weiterhin sechs Zähler. Den hat der Heeslinger SC II inne, den die Pohlner-Elf am letzten Spieltag (30. Mai) dann vielleicht zum großen Showdown empfängt.

Trotz der bitteren Enttäuschung hat Coach Nils Pohlner das Rennen noch nicht aufgegeben – ganz im Gegenteil: In der weiter äußerst prekären Lage setzt der 34-Jährige zusammen mit seinem Co-Trainer Sebastian Göhner ein Zeichen. Das Duo verlängert die Verträge für ein weiteres Jahr. „Wir glauben noch an die Rettung und wollen unterstreichen, dass es hier in Dörverden kontinuierlich weitergeht.“ Das gelte auch im Notfall für die Kreisliga.

Dafür müssen die Verantwortlichen am Sünderberg ohne zwei Spieler planen: Andreas Meyer und Florian Kohlwey kehren zu ihrem Stammverein TSV Hassel (1. KK Nienburg) zurück. Während Stürmer Kohlwey zuletzt nach Kreuzbandrissen nur ganz wenig Spielpraxis bekam und sich nach sechs Jahren verabschiedet, geht Mittelfeld-Mann Meyer nach nur einer Saison wieder. „Er kann nach seinem Hausbau nicht mehr so viel Zeit investieren und will kürzer treten,“ nannte Pohlner den Grund.

Gegen den FC Worpswede erwischten die Platzherren am Sonntag einen Start nach Maß: Der Spielertrainer erlief ein Zuspiel durch die Deckung, brachte die Kugel nach innen, wo Dennis Neumann aus zehn Metern zum 1:0 verwandelte (8.). Aber die frühe Führung verlieh keine Sicherheit, der Gast übernahm das Kommando, wirkte ausgereifter. „Uns fehlten die klare Spielstruktur, die Laufbereitschaft und die Zweikampfführung, die uns in den letzten drei Spielen noch ausgezeichnet haben und die wir brauchen“, kritisierte Pohlner.

So bettelte die Heimelf in der Folge förmlich um den Ausgleich, der aber erst in der 36. Minute fiel: Mario Bolduan traf mit herrlichem Volleyschuss aus 25 Metern zum 1:1. In Hälfte zwei überschlugen sich die Ereignisse: Marvin Mainz durfte aus der Drehung zum 1:2 einschieben (49.). Im nun einsetzenden Gewitterregen drehte Dörverden den Spieß um: Meyer glich nach Austermann-Freistoß per Kopf zum 2:2 aus (57.) und Schünemann nickte nach Meyer-Ecke zum 3:2 ein (62.). Schiri Nils Hammann (Unterlüß) wurde es nun zu heftig, er schickte alle für zehn Minuten in die Kabinen.

Diese Unterbrechung bekam den Grün-Weißen nicht: Mainz nutzte eine Unachtsamkeit der Abwehr zum 3:3 (64.), Paul Hollwedel überraschte den falsch postierten Keeper Christopher Senff mit einem 30-Meter-Freistoß, der unten zum 3:4 neben dem Pfosten einschlug (76.). Fünf Minuten vor Schluss schien Meyer mit seinem zweiten Kopfballtreffer nach Austermann-Freistoß zum 4:4 wenigstens einen Punkt gerettet zu haben. Aber Mainz traf per Volleyschuss nach El-Shafie-Ecke nur 120 Sekunden später zum 4:5. In der siebenminütigen Nachspielzeit sah zunächst Jan-Henrik Kück glatt Rot, als er Pohlner beim Konter nur durch ein Foul stoppen konnte (90.+4). Die letzte Kopfballchance vergab Philipp Rosebrock (90.+5).

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