Trainer raus / „Botschaft von Marco Wahlers erhalten“ / Vorstand mauert noch

Ziad Leilo: „Das Kapitel Verden ist für mich erledigt“

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Kapitel beendet: Ziad Leilo will nach seiner Demission vorm Celle-Match nie wieder für den Landesligisten FC Verden 04 arbeiten.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Nun ist es doch schneller so gekommen, wie es eigentlich erst für nächste Saison geplant war: Ziad Leilo ist als Coach des FC Verden 04 raus. Beim Landesliga-Match am Sonntag beim TuS Celle FC (0:2) saß der 31-Jährige schon nicht mehr auf der Bank.

Die Verantwortung trugen die Co-Trainer Marco Wahlers und Sebastian Koltonowski sowie Mirco Temp und der verletzte Kapitän Jonathan Schmude. Seine Demission begleitet Leilo indes mit schweren Vorwürfen in Richtung Vorstand – der wiederum mauerte am Abend, wollte auf Nachfrage dieser Zeitung noch kein offizielles Statement zur Sache abgeben.

Henning Breves, 2. Vorsitzender der Allerstädter: „Wir müssen erst mit Ziad sprechen, bevor wir kommentieren. Das soll jetzt zeitnah passieren.“ Wobei mit diesen Worten nicht klar wird, ob die Zusammenarbeit mit Leilo aus Sicht der Führungsetage tatsächlich sofort als beendet gilt oder der Coach nur für das Celle-Spiel „pausieren“ sollte. Breves schob nämlich nach: „Noch hat Ziad einen gültigen Vertrag mit uns.“

Leilo seinerseits schließt kategorisch aus, überhaupt noch einmal auf die Bank zurückzukehren: „Ich werde nie wieder für den FC arbeiten, das Kapitel Verden ist für mich abgeschlossen.“ Aus seiner Sicht habe sich der Vorstand lächerlich gemacht, weil er selbst am Sonnabend nicht von den Verantwortlichen informiert worden sei: „Die Botschaft hat mir mein Co-Trainer um 18.30 Uhr übermittelt.“ Wahlers bestätigte die Version, wollte sie aber nicht kommentieren: „Das ist Sache des Vorstandes.“

Was war bis dahin passiert? Leilo habe das Freitag-Training nicht geleitet, da er privat verhindert gewesen sei, was nach seiner Auskunft vorher auch so abgesprochen gewesen sei. Danach hat sich das Team mit Wahlers zusammengesetzt und das Gefühl übermittelt, dass Leilo es nicht mehr so motivieren könne wie noch vor der Bekanntgabe der Trennung im Sommer. Der Co-Trainer habe daraufhin Breves informiert. „Am Sonnabend um 18.30 Uhr hat mich dann Marco angerufen und mir mitgeteilt, dass ich nicht mehr Trainer bin“, erklärte Leilo am Sonntagabend. Nicht die Tatsache, dass er die Mannschaft nicht mehr motivieren könne und deshalb aufhören solle, brachte den Libanesen auf die Palme: „Wie kann es angehen, dass mich nicht der Vorstand anruft, sondern meinen Co-Trainer vorschickt? Ist das der Dank des Clubs für die geleistete Arbeit mit dem Aufstieg? Werde ich so vom Hof geschickt?“

Mit seinen Anschuldigungen geht Leilo sogar noch weiter: „Ich sollte es so verkaufen, dass ich von mir aus hingeschmissen hätte. Aber davon kann natürlich keine Rede sein. Ich wollte bis zum Saisonende durchziehen, weil sich die Mannschaft das verdient hatte. Doch wie soll das jetzt noch gehen? Für ein Spiel raus und dann weitermachen – unvorstellbar!“

Schon bei der Verkündung der Trennung zum Sommer sei dem Trainer einiges bitter aufgestoßen, was er aber bisher nicht preisgeben wollte. Am Sonntag tat er es dann aber doch: „Die Verantwortlichen haben mich erst darüber informiert, als ich selbst nachgefragt habe. Vorher hatte ich nur das Gerücht gehört, dass der Verein für nächste Saison schon mit einem anderen Coach klar gewesen sein soll. Da ist doch klar, dass man frustriert ist. Dass so mit einem umgegangen wird, wünsche ich keinem Trainer der Welt.“

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