Trainer des Handball-Drittligisten hört auf / „Der Job geht vor“ / Gespräche über Nachfolger laufen

Malmon: Nach der Saison ist Schluss

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Dieses Funkeln in den Augen – das zeichnete Tomasz Malmon immer aus. Nach der Saison beendet der Handball-Trainer aus beruflichen Gründen seine Ära bei der SG Achim/Baden.

Achim/Baden - Von Ulf von der Eltz. Dass es ihm in der Seele weh tut, ist aus jedem Satz herauszuhören. Aber die Entscheidung steht endgültig: Tomasz Malmon, Trainer des Handball-Drittligisten SG Achim/Baden, hört nach dieser Saison auf. „Mein Job geht vor, da muss ich schließlich den Lebensunterhalt für mich und meine Familie verdienen“, nannte der 45-Jährige am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung den Grund für seinen Rückzug.

Die beruflichen Herausforderungen werden immer mehr, der technische Leiter eines Altersheims bei Fredenbeck ist mittlerweile auch im Außendienst unterwegs – da bleibt die Zeit für das dreimalige Training pro Woche einfach nicht mehr übrig: „Ich verliere ja auch immer zwei bis drei Stunden nur für die Fahrten“, erläutert der Ex-Internationale.

Also hat er sich mit dem Vorstand zusammen gesetzt, seine Situation geschildert und ist sich mit der Führungsetage einig geworden, dass ein Wechsel auf dem Trainerposten nicht umgangen werden kann. Nach dreijähriger Amtszeit mit dem Aufstieg in die 3. Liga geht Malmon im Sommer natürlich auch mit einem weinenden Auge: „Ich bin ja richtig heimisch geworden in Achim. Mit Mannschaft, Club sowie Fans haben ich riesige Freude gehabt – eine unheimlich schöne Zeit.“ Und da sind auch noch die Erinnerungen an seine erste Tätigkeit, die über vier Jahre gegangen war – und in der die SG Achim/Baden sogar für zwei Serien in der 2. Liga gespielt hatte. „Wir haben alle Höhen und Tiefen zusammen erlebt, das bleibt haften“, macht der Pole aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Wobei er sich gerne mit dem Klassenerhalt in der 3. Liga verabschieden würde, der zwar theoretisch noch möglich ist, praktisch aber kaum mehr zu realisieren. „Wenn wir von den vielen Verletzungen verschont geblieben wären, sähe die Situation wesentlich besser aus. Dafür hat die Mannschaft genug Potenzial“, glaubt Malmon. Ob der Coach die A-Jugend des VfL Fredenbeck in der nächsten Saison unter seinen Fittichen hat, steht noch nicht fest: „Da müssen wir noch ausloten, ob es zeitlich vertretbar wäre.“ Irgendwie will der Handball-Übungsleiter das hinbekommen, „denn ohne Handball kann ich einfach nicht sein.“

Den Verlust ihres Vorzeige-Trainers will die Vereinsführung auch als Chance nutzen. Stefan Seemann, 2. Vorsitzender: „Jetzt gilt es, neue sportliche Reize zu setzen. Klar geht bei uns eine Ära zu Ende, aber wir können eine neue beginnen.“ Die SG-Verantwortlichen arbeiten in den nächsten Wochen eine Liste an Kandidaten ab, „um zu sehen, wer zu uns passt.“ Wohlwissend, dass der bittere Gang in die Oberliga nicht mehr zu vermeiden sein dürfte. Dennoch gibt sich Seemann für die Zukunft optimistisch: „Wir führen parallel Gespräche mit unseren Spielern und hoffen, dass der Stamm bleibt.“ Den Malmon-Nachfolger will die SG so schnell wie möglich präsentieren.

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