Trainer des Fußball-Oberligisten TB Uphusen verkündet seinen Abschied zum Saisonende / Auch Yildirim macht Schluss

Schmitz sieht seine Aufgabe als erfüllt an

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AndreSchmitz braucht den Kopf nicht hängen lassen. Sportlich hat er mit dem TBU alles erreicht.

Uphusen - Von Kai Caspers. Beim TB Uphusen geht eine Ära zu Ende: Dienstagabend ließ Andre Schmitz die Katze aus dem Sack und verkündete nach fünf erfolgreichen Jahren überraschend seinen Abschied als Trainer des Fußball-Oberligisten zum Saisonende. Aber das war noch nicht alles, denn auch Co-Trainer Oktay Yildirim steht dem TBU nur noch in den restlichen zwölf Spielen zur Verfügung.

Wohin ihn der Weg in der neuen Saison führt? Oktay Yildirim gab darauf gestern Abend noch keine Antwort..

Die Entscheidung den Turnerbund zu verlassen – sie war einem langen Prozess geschuldet. „Als ich den Verein als Trainer übernommen habe, war der Ruf am Boden. In den vergangenen Jahren haben wir hier dann einiges aufgebaut und hatten in sportlicher Hinsicht auch große Erfolge“, verweist Schmitz auf die beiden Siege im Bezirkspokal sowie den Aufstieg in die Oberliga. „Fast noch wichtiger war für mich jedoch die Tatsache, dass unser Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit ein ganz anderes geworden ist. Ich denke, dass der TBU nun anders, nämlich positiver wahrgenommen wird.“

In der aktuellen Saison, die trotz der vielen Abgänge sportlich sogar besser verläuft, wurden Schmitz die zusätzlichen Belastungen jedoch eindeutig zu groß. Immer öfter war er nicht nur als Trainer gefordert. Vielmehr wurde auch das ganze Drumherum auf seinen und Oktay Yildirims Schultern abgeladen. „Sicher hat der sportliche Erfolg die ganze Arbeit zunächst in den Hintergrund gedrängt. Doch irgendwann mussten wir feststellen, dass wir die zusätzliche Zeit unseren Familien rauben mussten. Das wäre auch zu vermeiden gewesen, doch dafür hätte es schon mehr Unterstützung aus dem Verein bedurft“, gaben Schmitz und Yildirim zu verstehen.

Dass er schon jetzt seinen Abschied zum Saisonende verkündet – für Schmitz eine Sache der Fairness. „Das bin ich dem Verein schuldig. Jetzt haben die Verantwortlichen genug Zeit, um einen Nachfolger zu finden. Ich werde auf jeden Fall bis zum Ende alles geben, damit der TBU auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielt. Gelingt mir das, sehe ich meine Aufgabe als erfüllt an.“ Ins gleiche Horn stößt auch Oktay Yildirim, der sogar noch ein Jahr länger als Schmitz für den TBU aktiv ist: „Ich gehe fest davon aus, dass es von der Mannschaft eine Reaktion geben wird. Nur weil wir jetzt unseren Abschied zum Saisonende verkündet haben, wird sich keiner hängen lassen. Dafür haben die Spieler viel zu hohe Ambitionen.“

Apropos Ambitionen: Gut denkbar, dass es das Duo Andre Schmitz und Oktay Yildirim auch in der neuen Saison bei einem anderen Verein zu sehen gibt. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir noch etwas zusammen machen. Schließlich ergänzen wir uns sehr gut und können stolz auf das sein, was wir gemeinsam erreicht haben. Sollte sich ein Verein mit einer gesunden Struktur und einer vernünftigen Perspektive finden – ich wäre nicht abgeneigt“, konnte sich Schmitz ein vorzeitiges „Rentendasein“ noch nicht wirklich vorstellen. Und auch der 35-jährige Oktay Yildirim hatte ein Glänzen in den Augen, als er sagte: „Ich lasse alles auf mich zukommen.“

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