TB Uphusen feiert hoch verdientes 3:1 über Oldenburg / Probleme im Abschluss

Mit Titz kommt die Wende

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Und wieder kommt Saimir Dikollari (r.) einen Schritt zu spät.

Von Kai CaspersUPHUSEN · Nach dem wichtigen 3:1 (0:1)-Erfolg über den VfL Oldenburg nahm sich Oktay Yildirim als erster auf die Schippe. „Endlich habe auch ich mein erstes Saisontor geschossen“, gab der Kapitän des Fußball-Oberligisten TB Uphusen mit einem Lächeln im Gesicht zu verstehen. Dass Yildirim dabei ausgerechnet zum 0:1 ins eigene Netz getroffen hatte – auf Seiten des Turnerbundes störte es am Ende niemanden mehr.

Der Treffer für die Oldenburger – er war aus Sicht der Gastgeber zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gefallen. Nach einem Eckball griff zunächst TBU-Keeper Oliver Blum, der gestern alles andere als einen guten Tag erwischt hatte, daneben. Aber damit nicht genug. Zu allem Überfluss landete das Leder auf Yildirims Knie und von dort im Uphuser Tor – 0:1 (45.). Die Führung der Gäste fiel aus heiterem Himmel. Schließlich hatte der Turnerbund die Partie klar dominiert. Allerdings wurden auch die besten Chancen nicht genutzt. Selbst aus drei Metern vergaben Mirco Temp (6.) und Saimir Dikollari (16.) oder auch Marvin Osei (23.) den Ball nicht im VfL-Tor unter. Zu allem Überfluss klatschte ein Freistoß aus 25 Metern von Mirko Duhn nur an die Latte (45.+1). „Wenn wir zur Pause 1:4 hinten liegen, hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Von daher geht der hoch verdiente Uphuser Sieg auch völlig in Ordnung“, zeigte sich VfL-Coach Ulf Kliche als fairer Verlierer. „Dennoch war sie für mich auch unnötig, da wir zwei Minuten vor dem Ende den Ausgleich hätten machen müssen.“

Zur Pause hatte Uphusens Trainer Andre Schmitz mit der Einwechslung von Benjamin Titz für den angeschlagenen Lukaz Ciosanski ein goldenes Händchen bewiesen. Erst vier Minuten auf dem Platz traf Titz zum Ausgleich – 1:1. Vorausgegangen war eine glänzende Vorarbeit von Marvin Osei, der sich den Ball im Mittelfeld erkämpft hatte und gedankenschnell in den Lauf von Titz spielte. „In dieser Szene hat man die Qualitäten von Benny gesehen. Offensiv ist er kaum zu stoppen. Dafür hat er Probleme in der Rückwärtsbewegung. Und da ich die Viererkette sehr eng stellen wollte, hatte ich mich für Lukaz Ciosanski entschieden“, begründete Schmitz dessen Einsatz in der Startformation. In der Folge drängten die Gastgeber den VfL immer weiter in die eigene Hälfte, doch im Anschluss haperte es weiterhin. Zunächst vergab Sedat Yücel nach Doppelpass mit Mirko Duhn aus kürzester Distanz (54.), ehe ein Ball von Saimir Dikollari noch von der Linie gekratzt wurde (55.). In der 72. Minute war es jedoch endlich soweit. Yildirim schickte Titz auf die Reise und dessen Querpass vollendete Dikollari mit der Hacke zum 2:1. „Damit bin ich hoffentlich die Seuche am endlich Fuß los“, war dem Uphuser Goalgetter die Erleichterung nach seinem Treffer deutlich anzusehen. Glück dann für die Gastgeber in der 88. Minute. Erneut hatte Oliver Blum gepatzt, doch Andre Jädtke wusste mit dem Geschenk des TBU-Keepers nichts anzufangen und haute das Leder über das Uphuser Gehäuse. In der Nachspielzeit beseitigte dann Joker Bastian Helms nach Titz-Flanke mit dem 3:1 die letzten Zweifel am Uphuser Sieg.

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