Drei Treffer bei Langwedels wichtigem 4:0-Sieg über Bothel erzielt / Trainer Nelle: „Spielerisch muss es besser werden“

Tino Heimbruch bleibt die FSV-Lebensversicherung

Auch von zwei Bothelern nicht zu stoppen: Tino Heimbruch (Mitte) führte den FSV Langwedel-Völkersen mit dem frühen 1:0 auf den Weg – und legte beim 4:0 noch zwei weitere Tore nach. - Foto: Bogner

Langwedel - Die Reaktionen muteten schon ein bisschen komisch an. Auf der einen Seite zeigte sich Trainer Benjamin Nelle am Sonntag trotz des glatten 4:0 (2:0) seines FSV Langwedel-Völkersen im wichtigen Kellerduell der Fußball-Bezirksliga über den TuS Bothel mit der Leistung seiner Elf nicht zufrieden: „Spielerisch muss es besser werden. Es zählen lediglich die drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten.“ Auf der anderen Seite wirkte Gäste-Coach Peter Ullrich alles andere als niedergeschlagen: „Sicher hat Langwedel verdient gewonnen. Bei uns war die Personalnot zu groß, ich habe meinen Jungs gesagt, sie sollen das Spiel abhaken.“

Pech hatten die TuS-Kicker in der Tat. Waren sie ohnehin schon ohne fünf Stammkräfte angetreten, musste nach 20 Minuten auch noch Luca Griech mit einer Knieverletzung passen. Dennoch geriet vor und auch nach diesem Unglück das Mannschaftsgefüge gehörig durcheinander, die Abwehrformation wechselte von Dreier- manchmal zur Fünferkette – ohne Stabilität aufzuweisen.

Das nutzte der FSV weidlich aus, schien die Botheler in der ersten halben Stunde überrollen zu wollen. Mit dem frühen 1:0 im Rücken, das Tino Heimbruch auf Hereingabe von Philipp Dondelinger in der siebten Minute erzielt hatte, erstickten die Platzherren Angriffsversuche der Ullrich-Elf im Keim und erarbietete sich Chancen über Chancen. Aber auch die besten vermochten sie nicht zu nutzen: Daniel Throls Schuss nach Heimbruch-Vorarbeit lenkte Verteidiger Ulrich Keller zur Ecke (13.), Dondelingers Versuch wehrte Keeper Christian Riesebeck gerade noch mit einer Hand ab (17.). Abwehrrecke Sven Beyer pfiff seine Kollegen ordentlich an: „Gebt Kommandos und helft euch doch.“

Seine Worte verpufften, die Schwarz-Roten dominierten weiter – und legten in der 36. Minute endlich nach: Jan-Ole Ernst stiebitzte im Mittelfeld den Ball, der kam über Heimbruch irgendwie in den Torraum. Dondelinger musste ihn nur noch zum 2:0 in den leeren Kasten bugsieren. Dennoch haderte Nelle im Nachhinein: „Das Spiel hätten wir schon in der ersten Viertelstunde richtige entscheiden müssen, aber wir ließen zuviele Hochkaräter aus.“

Im zweiten Abschnitt flachte die Partie vollends ab. Bothel konnte sie im Mittelfeld zwar etwas ausgeglichener gestalten, gefährlich wurde es jedoch weiter nur vorm TuS-Gehäuse. Heimbruchs 20-Meter-Schuss lenkte Riesebeck mit Mühe zur Ecke (55.). Langwedels Torjäger schlug aber noch zweimal zu: Zunächst köpfte er das 3:0, nachdem sein Schussversuch abgeblockt worden war (72.), nur 60 Sekunden später nutzte die FSV-Lebensversicherung ein Durcheinander in der Abwehr mit einem Flachschuss zum 4:0-Endstand.

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