Tiller & Co. sorgen für Thriller ohne Happy End

Oytens A-Jugend hofft aber noch auf Bundesliga

Bot in Groß Lafferde eine starke Leistung und hofft mit Oyten noch auf die Bundesliga: Mohamad Sibahi.
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Bot in Groß Lafferde eine starke Leistung und hofft mit Oyten noch auf die Bundesliga: Mohamad Sibahi.

Groß Lafferde - Von Björn Lakemann. Mit zwei fantastischen Siegen und einer ärgerlichen Niederlage im Gepäck kehrte die männliche A-Jugend des TV Oyten von der ersten Relegationsrunde zur Handball-Bundesliga aus Groß Lafferde zurück.

Damit geht das Team von Übungsleiter Thomas Cordes mit 2:2 Punkten in die zweite Runde am kommenden Wochenende in Burgdorf. „Doch wir haben als Team funktioniert. Am Ende fehlte uns lediglich ein Quäntchen Erfahrung“, bilanzierte Cordes, der mit seinen drei Co-Trainern Udo Brandt, Sören Blumenthal und Lennart Lingener zurecht stolz auf die Nachwuchscracks ist.

Dabei hatte der TVO noch am Sonnabend alles richtig gemacht und trotz mehrfachen Rückstandes kühlen Kopf bewahrt. Aus den zwei Vierergruppen schieden nur die Letzten, Nickelhütte/Aue und Freiberg, aus. Oyten trifft in Burgdorf auf HC Bremen, HSG Gruppenbühren/Bookholzberg sowie den vom Morsumer Ingmar Steins trainierten TV Schiffdorf.

Die Spielberichte

NSG EHV/Nickelhütte Aue - TV Oyten 17:26 (8:10). Gegen den Achten der abgelaufenen Bundesliga Ost herrschte verständlicherweise zunächst große Nervosität beim TVO. Doch nach dem 4:6 lief auf einmal ein anderer Film, spätestens nach der zweiten Führung (Max Borchert hatte für das 1:0 gesorgt) durch den starken Kreisläufer Malte Meyer zum 7:6 (15.) hatte Oyten alles im Griff. Ein Borchert-Doppelschlag sorgte für die 10:8-Pausenführung. Der ständige Unruheherd Mohamad Sibahi sorgte in Unterzahl beim 19:12 (33.) für klare Verhältnisse. Erneut „Sprungfeder“ Sibahi traf in der 40. Minute zum Endstand. „Im zweiten Abschnitt hat alles geklappt. Gibt schon Schlechteres, als so einen Auftaktsieg“, grinste Cordes, der einen starken Keeper Matthis Köhlmoos gesehen hatte.

TV Oyten - TSV Anderten 19:17 (8:11). „Dann wollen wir mal“, hatte Abwehrspezi Timo Blau kurz vor Anpfiff die Ärmel hochgekrempelt. Doch der Auftakt missriet (1:3, 6:9/16.) völlig. Das nötigte Oytens Trainerteam zur Auszeit. „In der Deckung müssen wir 20 Prozent zulegen und den Schritt mehr machen. Ihr seid nicht ganz bei der Sache“, nahm Cordes die Mannschaft in die Pflicht. Doch das fahrige Spiel zog sich bis zum 11:14 (26.) fort. Dann schafften Chris Ole Brandt, Robin Hencken sowie Sibahi das 14:14 (29.). Fast wäre Sibahi zur tragischen Figur geworden, denn sein Dreher-Versuch beim Gegenstoß im nächsten Angriff wurde zur leichten Beute des Anderter Keepers. Den nochmaligen Rückstand glich der eingewechselte Sören Hassing, der für frischen Wind sorgte, aus. Ein Doppelschlag Henckens brachte Oyten auf die Siegerstraße – 17:16. Als Linkshänder Kilian Tiller auf 18:16 (39.) stellte, war die Messe gelesen.

BSV 93 Magdeburg - TV Oyten 19:18 (11:10). „Wir haben uns beste Voraussetzungen am Vortag geschaffen“, verdeutlichte Cordes die Ausgangslage. Doch erneut war der Auftakt kein Oytener Freund – 1:3 (5.). Jetzt packte das Team aus dem Kreis Verden aber sein Kämpferherz aus und und kam nach dem 3:3 durch Borcherts Siebenmeter ganze siebenmal zum Ausgleich. Zum 10:10 (19.) hatte Tiller getroffen, bevor sich die favorisierten Bördestädter die Pausenführung sicherten. Besonders Kreisläufer Malte Meyer war ein ständiger Unruheherd und hielt das Team aus Sachsen-Anhalt in Schach. Im zweiten Abschnitt drehte der TVO die Partie und lag letztmalig durch Hassings Bude mit 17:16 (35.) vorne. Fortan war Fortuna nicht gerade mit der Cordes-Sieben im Bunde. Zweimal landeten Hassings Würfe am Pfosten – und lediglich Sibahi war fünf Sekunden vor Ultimo noch die Resultatsverbesserung vergönnt. „Das ist definitiv bitter, jetzt ist ein wenig Ärgern angesagt“, entfuhr es Cordes, der aber weiß, was für eine Topleistung seine Mannschaft abgerufen hatte.

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