14-jähriger Debütant garantiert in Tennis-Landesliga Remis gegen Lauenbrück

Till von der Hülls schlägt voll ein – Ottersberger TC 3:3

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Volle Konzentration auf den Ball: Debütant Till von der Hülls garantierte dem Ottersberger TC in der Tennis-Landesliga ein 3:3-Remis gegen den SV Lauenbrück. ·

Ottersberg - Von Matthias FreeseEin 14-jähriger Landesliga-Novize hat den vorzeitigen Klassenerhalt des SV Lauenbrück verhindert und seinen gastgebenden Ottersberger TC im Rennen gehalten. Mit seinem Einzelsieg gegen Jörg Berger und seinem Doppelerfolg an der Seite des angeschlagenen Lennart Maack rettete Debütant Till von der Hülls dem Wümme-Club im Tennis-Abstiegsduell ein 3:3.

Für Lauenbrück war das Remis dennoch wertvoller. „Wir sind voll im Soll und brauchen jetzt noch einen Punkt zum Abschluss gegen den TV Süd Bremen“, ist Kapitän Jan Nottorf guter Dinge. Ottersberg kann sich am Wochenende mit einem Sieg beim TSV Wiepenkathen endgültig retten, eine Niederlage würde den Abstieg bedeuten.

Lauenbrück hatte den Sieg quasi schon auf dem Schläger, nachdem Philipp Barautzki und Jan Nottorf eher überraschend ihr Team durch ein 6:2, 6:2 gegen Arne Schwering und Christopher Raben mit 3:2 in Führung gebracht hatten. Doch ausgerechnet der einkalkulierte Doppelsieg der beiden Routiniers Alexander Hameister und Mark Peters gegen Maack/von der Hülls blieb aus. 3:0 im ersten und 3:1 im zweiten Satz hatten die Gäste schon geführt. „Aber wir haben kopflos und dumm gespielt. Und den Kleinen haben wir immer nur auf der starken Seite angespielt“, meinte Peters nach einer von vielen leichten Fehlern geprägten Partie selbstkritisch. Fünf Matchbälle wehrten sie ab, dann hieß es 6:4, 6:4 für das Ottersberger Duo, obgleich Maack sichtlich unter Wadenproblemen litt. Dafür wurde von der Hülls immer mutiger, frecher und sicherer. Kein Wunder, dass der Youngster hinterher von allen Seiten dicke Komplimente einheimste. „Ganz stark“, bestätigte ihm auch Mark Peters.

Lauenbrücks Kapitän Jan Nottorf sprach hinterher von einem „komischen Tag“. Der hatte eigentlich ganz gut für die Gäste begonnen, denn Ottersberg musste auf die Nummer zwei Johannes Pulsfort und auch auf die Nummer drei Lars Bosselmann verzichten. Philipp Barautzki hatte dadurch leichtes Spiel, zeigte obendrein aber auch eine glänzende Leistung gegen Arne Schwering. Der nahm die 0:6, 2:6-Niederlage noch mit Humor zur Kenntnis und meinte: „Ich bin zehn Spiele zu spät aufgewacht.“ Später, nach der Doppelniederlage, war die Laune schlechter. Schimpfend verließ Schwering als Erster den Platz – er hatte sich von Nottorf mehrfach am Netz abgeschossen gefühlt.

Vor seinem ersten Einzelsieg stand Lauenbrücks Nummer vier Jörg Berger – doch in einem drucklosen Spiel, das von hohen Topspin-Bällen geprägt war, wagte Till von der Hülls mehr, produzierte zwar auch einige überflüssige Fehler, wirkte am Ende aber konditionell einfach stärker – und gewann mit 6:3, 3:6, 6:3. Es war sein erster Sieg in der Landesliga!

Während Jan Nottorf gegen Christopher Raben chancenlos war (0:6, 0:6), wurde das Spitzeneinzel aus anderen Gründen zu einer kurzen Angelegenheit. Alexander Hameister hatte gegen Lennart Maack mit einem erlaufenen und anschließend einem selbst gesetzten Stopp zum 4:2 gebreakt, kurz darauf gab der humpelnde Maack auf – kurioserweise wie beim Aufeinandertreffen vor zwei Jahren. „Er hat taktisch klug frühzeitig abgebrochen“, meinte Nottorf mit Blick auf das spätere Doppel, dass der 32-jährige ehemalige ATP-Tour-Spieler mit von der Hülls erfolgreich bestritt. „Auch mit halber Kraft ist Maack schließlich immer noch gut.“

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