Neddener verfehlt Zwölf-Stunden-Marke deutlich

Harm Tietje plagen Krämpfe nach Rad-Qual

Mit Finisher-Medaille: Harm Tietje aus Neddenaverbergen nach dem Ironman Austria.
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Wenigstens die Finisher-Medaille: Harm Tietje nach dem Ironman Austria.

Neddenaverbergen – Platt schon nach dem Radfahren: Harm Tietje finishte zwar den Ironman Austria in Klagenfurt – das Ziel, erstmals in seiner Karriere unter zwölf Stunden zu bleiben, verfehlte der Ausdauerathlet aus Neddenaverbergen in 14:36:59 Stunden jedoch klar.

„Die 1400 Höhenmeter waren auf der Radstrecke gar nicht mal schlimm, aber vier gnadenlose Anstiege haben mich einfach fertiggemacht“, haderte der 52-Jährige nach seinem Jubiläums-Ironman.

Sein zehnter Wettbewerb dieser Art ließ ihn sportlich enttäuscht zurück – „die Langdistanz ist halt eine Wundertüte“ – bleibt indes als herausragendes Event im Gedächtnis: „Eine Super-Veranstaltung. Es war richtig toll, bei klarem Wasser im Wörthersee zu schwimmen. Und die Unterstützung durch die Zuschauer auf der Radstrecke und beim Laufen ließ auch keine Wünsche offen.“

Die 3,8 Kilometer durch den Wörthersee absolvierte Tietje in starker Form (1:21:20), das 180-Kilometer-Radfahren „zog mir dann jedoch die Schuhe aus.“ Dafür benötigte er 6:44:01 Stunden. Im Gegensatz zu den 1400 Höhenmetern von Frankfurt, wo es sanft hochgeht, hatten es die vier Anstiege in Klagenfurt in sich. Den letzten meisterte der Neddener fast nur noch im Schieben oder mit sechs Stundenkilometern: „Da war mir klar, dass der Schluss-Marathon eine Quälerei für mich werden würde.“

Marathon ab Kilometer 14 nur „Spaziergang“ für Harm Tietje

So kam es dann auch: Der selbstständige Physiotherapeut konnte die ersten 14 Kilometer noch laufen, danach wurde es ein Mix aus Gehen, Joggen, Walken und ein bisschen Laufen. „Ich hatte Krämpfe in den Waden, die Energie war einfach weg“, so Tietje. Ihm wurde auch bewusst, dass er das Ziel erst im Dunkeln erreichen würde. Hinzu zehrte auch die nasse Witterung an den Nerven: „Wenn du im Regen fast vier Stunden spazieren gehst und es schon finster wird, ist es mental noch mal eine ganz andere Herausforderung.“

Eines stellt der 52-Jährige allerdings klar: „Ans Aufgeben habe ich nie gedacht, das passt nicht zu meiner Philosophie.“ Und so lief er dann auch völlig abgekämpft über die Ziellinie – nach 6:15:39 Stunden für den Marathon. Nicht aus den Augen verlieren will Tietje trotz des Austria-Desasters sein Vorhaben, die Zwölf-Stunden-Schallmauer zu durchbrechen.

Dafür hat er sich den Ironman in Frankfurt am 26. Juni 2022 ausgesucht: „Die Marke peile ich weiter an. Denn wer kein Ziel hat, kommt auch nicht an. Nach diesem Motto gehe den nächsten Versuch zur neuen Bestzeit an.“ Tietjes persönlicher Rekord liegt bei 12:35 Stunden. Bis zum Frankfurt-Start wird der Neddener nur noch Ende Mai die Halbdistanz im Kraichgau in Angriff nehmen.

Von Ulf Von Der Eltz

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