Tietje froh über Wiedergutmachung

Neddener bleibt beim Ironman in Hamburg unter 13 Stunden

Die Begeisterung im Ziel schwappte über: Harm Tietje feierte in Hamburg mit den Zuschauern den zu voller Zufriedenheit gemeisterten Ironman.

Neddenaverbergen - Von Ulf Von Der Eltz. Es war schon speziell, nur vier Wochen nach der Europameisterschaft in Frankfurt gleich den nächsten Ironman in Angriff zu nehmen. Für Harm Tietje war es aber auch ein äußerst erfolgreiches Abenteuer: Der Ausdauerathlet aus Neddenaverbergen finishte nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 182 Kilometer Radfahren sowie 42,195 Kilometer Laufen in 12:52:44 Stunden als 285. seiner Altersklasse M50 – und freute sich über die Wiedergutmachung: „Ich bin superzufrieden, habe es richtig genossen. Wichtig war mir, dass ich nach der Enttäuschung von Frankfurt unter 13 Stunden bleibe. Es hat sich also allemal gelohnt.“

Im Gegensatz zu den Profis durften die „Age-Grooper“ (Altersklassenstarter) beim Schwimmen einen Neoprenanzug tragen. Die 3,8 Kilometer in der Binnenalster erlebte Tietje als Traum: „Der Start war ja sehr früh, während des Schwimmens sieht man die aufgehende Sonne. Das hat schon was.“ Der Physiotherapeut kam nach 1:22:35 Stunden aus dem Wasser und war somit acht Minuten schneller als noch in Frankfurt.

Dass dann 1200 Meter in die Wechselzone zum Fahrrad und dann wieder 1000 Meter zurück zum Umziehen gelaufen werden musste, sorgte indes für Unmut: „Insgesamt habe ich 20 Minuten mehr als gewohnt zum Wechsel benötigt. Wäre das nicht gewesen, hätte ich am Ende sogar locker die Zwölf-Stunden-Marke geknackt.“ Als eher langweilig bezeichnet der Neddener die Radstrecke, auf der es zweimal 17 Kilometer am Deich entlang ging: „Das Geradeausfahren zermürbt schon, speziell gegen den Wind. Aber ich bin ja leidensfähig.“ Es mussten auch nur 400 Höhenmeter bewältigt werden – in Frankfurt waren es noch 1400 Meter gewesen. Einzig Sehenswertes blieb das Überqueren der Köhlbrandbrücke: „Wenn man am Scheitelpunkt hinunter in den Hafen blickt, muss man schon das Tempo rausnehmen und es genießen.“ Nach 6:11:36 Stunden ging es dann zum abschließenden Marathon.

Die Strecke entlang der Alster bot den insgesamt 2239 Finishern ein imposantes Bild. „Die alten Häuser spiegeln sich im Wasser, die Athleten werden von den Zuschauern förmlich über die Strecke getragen“, zeigte sich Harm Tietje begeistert. Obwohl die klassische Strecke für den Neddener auf den letzten zehn Kilometern wieder mal zur Tortur wurde: „Da denkt man immer, man läuft noch 100 Meter und hört dann auf. Aber letztlich habe ich auch diesmal durchgehalten, weil ich mich ja ganz gut quälen kann.“

Tietje spürte auch, dass er Frankfurt noch in den Knochen stecken hatte. Da die Temperaturen jedoch wesentlich erträglicher waren, beendete der 50-Jährige die 42,195 Kilometer nach 5:00:41 Stunden. Enthusiastisch feierte der Mann aus dem Kreis Verden mit den Zuschauern seinen Mittelplatz – und vor allem die Wiedergutmachung für Frankfurt.

Am 18. August steht schon das nächste Event auf dem Programm: Harm Tietje startet beim 37. Allgäu Triathlon über die Olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10,5 Kilometer Laufen.

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