Neddener vom Cozumel-Ironman begeistert / Mit 13:57 Stunden zufrieden

Tietje: „Es war einfach unglaublich“

Geschafft – aber glücklich im Ziel: Harm Tietje nach dem Ironman auf Cozumel.

Neddenaverbergen - Von Ulf Von Der Eltz. 2500 Triathleten waren an den Start gegangen, 400 haben aufgegeben – der Ironman auf der mexikanischen Insel Cozumel stellte die Ausdauersportler vor ganz besondere Herausforderungen. „Auch ich stand kurz davor, den Wettbewerb vorzeitig zu beenden“, räumt Harm Tietje ein. Der Physiotherapeut aus Neddenaverbergen hielt jedoch durch und finishte in einer Zeit von 13:57 Stunden. „Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden. Viel wichtiger war für mich aber das herausragende Erlebnis“, blickt der 50-Jährige begeistert zurück.

Die Bedingungen hatten es den Aktiven nicht gerade leicht gemacht – große Hitze sowie eine äußerst hohe Luftfeuchtigkeit forderten so manches Opfer. Andreas Niedrig (52), ehemaliger Profi und Sieger in seiner Altersklasse, empfand den Ironman auch wegen des sehr starken Windes noch härter als den auf Hawaii. „Das will schon was heißen“, so Tietje.

Der zauberhafte Blick auf die Wasserwelt der Karibik spornte den Neddener derart an, dass er seine persönliche Bestzeit für die 3,8 Kilometer Schwimmen gleich um neun Minuten verbesserte. Tietje stieg nach 1:14 Stunden aus den Fluten. Auch mit der Radstrecke – ein 60-Kilometer-Rundkurs musste dreimal durchfahren werden – kam der Ausdauersportler aus dem Kreis Verden prima zurecht: „6:06 Stunden bei einem Schnitt von 29,5 km/h sind eine gute Zeit für mich.“ Obwohl ihn zwei Tage zuvor ein Magen-Darm-Infekt erwischt hatte, fühlte sich der 50-Jährige auch vor dem Marathon noch einigermaßen frisch. Aber die hohe Luftfeuchtigkeit sorgte für Blasen unter den Füßen, sodass Tietje insgesamt nur 14 Kilometer laufen konnte und die restlichen 28 Kilometer im Gehen absolvierte: „Zwischendurch waren die Schmerzen so groß, dass ich aufgeben wollte. Aber das war für mich dann doch keine Option und ich quälte mich durch.“ 15 Minuten dauerte der letzte Kilometer, nach 6:21 Stunden war die klassische Distanz bewältigt.

Trotz aller Torturen behält Tietje in erster Linie traumhafte Erinnerungen an den Insel-Ironman: „Es war einfach unglaublich, hier in der Karibik zu laufen und in den Sonnenuntergang zu schauen. Die Radstrecke ging größtenteils an weißen Sandstränden entlang. Dazu war die Lebensfreude der Mexikaner fantastisch.“ Während des abschließenden Marathons beschlichen den Neddener dann aber doch irgendwie komische Gefühle: „Da läufst du in kurzen Sachen – und plötzlich steht ein Weihnachtsmann vor dir.“

Nach seinem dritten Ironman 2019 legt Harm Tietje jetzt erst mal bis Mitte Januar eine verdiente Rad- und Lauf-Pause ein. Nur vom Schwimmen darf er nicht lassen, schließlich startet der Selbstständige am 29. Februar in Hamburg beim Wettbewerb 100 x 100 Meter. „Das sind immerhin zehn Kilometer im Wasser“, verdeutlicht Tietje. Am 5. Juli folgt dann der Ironman in Klagenfurt, dem sich Mitte August ein halber Ironman im Allgäu anschließt. Das absolute Highlight im nächsten Jahr stellt aber der Marathon in New York am 1. November dar.

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